Ein Männermagazin. Für Väter.

tl;dr: Ich bin genervt von all den klischeehaften Männermagazinen. Ich will eines, das Kerle wie mich interessiert – ein Männermagazin für Väter. Und ich würde es gern veröffentlichen, mit Deiner Hilfe!

Ich habe genug. Genug von Klischees. Genug von Waschbrettbäuchen, halb angezogenen Frauen und Stil-Tipps für Pick-Up-Artists. Ich habe genug von Auto-Tests, die sich damit beschäftigen ob nun 320 Nm oder 430 Nm besser wären. Ich habe genug von Familienmagazinen, die mir erklären wollen, wie ich meine Kinder zu erziehen habe. Ich habe genug von Frauenmagazinen, die den Metrosexuellen Mann auf Podeste heben. Ich habe genug.

Ich will mal was anderes lesen. Ich will etwas lesen, wie Männer sich fühlen. In Familien. Mit ihren Kindern. In ihrem Leben. Ich will lesen, wie es für andere Männer war, als ihr Kind geboren wurde. Ich will lesen, wie andere Männer mit dem Klischee “Vater” im Kindergarten leben. Ich will lesen, wie lustig eine iPhone App für den Nachwuchs sein kann. Ich will lesen, dass Vater 80 Prozent des LEGO-Bausatzes von Weihnachten zusammen gebaut hat. Ich will lesen, weshalb ein Kompaktwagen kein Familienauto ist – oder vielleicht doch. Auf was ich verzichten kann sind Erziehungs-, Anzieh- und Speck weg-Tipps.

Ich will. Ein “MÄNNERMAGAZIN FÜR VÄTER”.
Versteht ihr? Ein Magazin, dass mir nicht den perfekt Mann vorkaut. Oder den perfekten Vater. Ein Magazin, das auf nackte Frauen verzichtet, mir aber zeigt, dass ich eben nicht Mann oder Vater sein muss – sondern einfach beides sein kann.

Deswegen ist dies hier eine Einladung.
Ich möchte im Februar ein neues Magazin starten. Ein Online-Magazin. Eines für Männer, die Väter sind.
Wir können es auch Blog nennen. Egal.

Die Idee ist folgende:
Eine Mischung aus Online-Magazin und Blog. Jeden Monat gibt es einen Themen-Schwerpunkt. Für die erste Ausgabe im Februar ist es “Pioniere”. Für die zweite Ausgabe im März kann es etwa “Digital” oder “Revolution” sein. Jeden Monat soll es ein Ober-Thema geben, in das sich Inhalte eingliedern, und dieses Motto soll möglichst frei sein, aber doch eine Klammer bilden. Unter “Pioniere” kann man denke ich viele stellen – das Vorstoßen in ein neues Land mit dem Kind, das erkunden einer neuen Lebensphase, … Jeden Tag möchte ich dazu gern einen Artikel veröffentlichen, der sich diesem Thema widmet und der spannend zu lesen ist. Er kann das Mann-Sein, das Familie-Sein, das Kind-Sein oder all das zusammen beinhalten. Er sollte aber immer ein Bezug haben zum “Vatersein”. Ich will dabei keine Lebenstipps lesen, sondern Berichte, Einblicke, Ernstes, Witziges, … Das können Berichte von Väter, über Väter oder eben auch von Männern sein, die keine Väter sind und eine andere Sicht haben.

Daneben gibt es ein Blog, dass themenfrei einfach spannende Sachen aufgreift. Gadgets, Auto-Testberichte, Verweise auf spannende Blog- oder Presseartikel, … so’n Zeug.

Jetzt die Frage: Möchtet ihr so etwas eigentlich auch?

Ich würde euch gern dazu einladen. Liebe Männer.
Ich würde gern eure Texte haben, sehen, lesen und veröffentlichen. Ich würde gern mit euch über das Leben als Mann und Vater reden, und Interviews veröffentlichen. Ich würde gern wissen, was ihr mit euren Kindern erlebt, macht, bastelt, spielt, programmiert – und darüber reden, lesen, schreiben.

Ich möchte 30 Artikel pro Monat zu jedem Thema veröffentlichen. Und die sollen alle von verschiedenen Männern kommen, die auch Väter sind. Oder eben nicht, weil sie sich aus bestimmten Gründen dagegen entschieden haben.
Das bedeutet ich suche jeweils einen Text oder Interview-Grund von 30 von euch. Zum Thema “Pioniere”.

Was gibt es dafür?
Im Februar mein Dank, die Anerkennung und die Möglichkeit, ein Pionier zu sein. Schon in der zweiten Ausgabe jedoch hätte ich gern die Möglichkeit ein kleines Honorar für jeden Text zahlen zu können. Denn ich denke, ein Magazin kann sich auch finanzieren. Über Werbung, Spenden, eine iPhone-App oder ein Best-of-eBook. Zum Beispiel.

Ich hätte Lust, dieses Experiment durchzuführen. Und ich bin gespannt, ob ihr diese auch habt.

Lasst uns drüber reden, uns austauschen.
Ich habe eine Gruppe auf Google+ angelegt (Bitte jetzt nicht “Wieso nicht Facebook” fragen; die Antwort lautet “Darum”)*, der ihr beitreten könnt. Die Gruppe ist nicht öffentlich – aufnehmen werde ich jeden, ich würde gern nur wissen, mit wem ich rede.
Ich würde mich dort wirklich über den Austausch mit euch freuen und vielleicht sammeln wir genügen Fragen, Antworten, Kritiken, damit aus dieser Idee etwas wächst, das über meine Vorstellungskraft und Initialidee hinaus kommt. Wer weiß … Lasst uns Jungs sein, damit wir was für Männer tun, die eben auch Väter sind.

* Ihr könnt natürlich auch gern hier im Blog kommentieren. Oder drüben auf Facebook (taggt mich dann) lästern, … Ich bin gespannt!

38 Gedanken zu „Ein Männermagazin. Für Väter.

  1. Frank Krings

    Hi Thomas! Habe es gerade “drüben” auf Facebook gelesen. Bin als frischgebackener Vater spontan sehr angetan. Dein Artikel ist gebookmarkt, muss jetzt mit dem Kleinen raus. ;) Melde mich später ausführlicher, wenn ich dazu komme.

  2. Stefan Balazs (netzwege)

    Als Papa-Blogger, der seine Themen auch jenseits von Windeln und Kinderwagen sieht, bin ich gerne dabei. Ich wuerde so ein Magazin auch lesen – bei den Damen klappt es ja auch: Die mum von Luna fuellt die Luecke zwischen InStyle und Brigitte und Eltern.

  3. Jay F. Kay

    Die Idee finde ich super und freue mich schon auf die erste Ausgabe. Und nein, ich bin kein Vater.

  4. Thomas Wagner

    430 Nm sind einfach mal viel besser. Warum? Scheiße egal. Klingt gut (und natürlich weil mein Auto die hat).

    Ansonsten finde ich die Idee super und wenn Du jetzt keinen Profi erwartest, kann ich bestimmt den ein oder anderen Beitrag einbringen.

    Gruß Thomas

  5. Chris Schulz

    Hi Thomas, gute Idee, es gibt ungefähr 1000 Mütter-Blogs, aber nur zwei Hände voll Väter-Seiten. Würde ich gerne mitlesen und vielleicht kann ich auch mal einen Beitrag beisteuern.
    Viele Grüße, Chris

  6. Markus

    Hallo Thomas, obwohl ich nur leidenschaftlicher Onkel bin und kein Vater, finde ich die Idee und die von Dir umrissenen Themen sehr spannend und würde mich freuen, sowas realisiert zu sehen.

  7. Mathias

    Klingt interessant. Hab grad noch keine genaue Idee zu einem Artikel, aber das wird schon…

  8. schlingel

    Bin zwar (noch?) kein Vater aber das finde ich eine Super Idee!
    Ich würde dir allein schon für diesen Blog einen Flattr Button empfehlen!

  9. Peter

    Das ist eine tolle Idee! Ich bin (bald zweifache) Vater und würde auf jeden Fall gerne lesen und mit auch beteiligen.

  10. Andreas

    Hallo Thomas
    einige Leser meine Papa-Blogs haben mir Deinen Artikel geschickt.
    Würde gerne Artikel beisteuern, wenn Du Lust hast.
    Kannst Dich ja schon mal auf meinem Blog einlesen und schauen ob mein Schreibstil Dir gefällt.

    http://www.papa-online.com

    Gruß

    Andreas

  11. Pingback: Neues aus dem Abfall, 8. Januar 2013 | Hendryk Schäfer

  12. Viktor Dite

    Ich werde es sehr gern lesen. Mit dem ersten Absatz hattest Du schon meine volle Aufmerksamkeit! Wenn ich etwas beisteuern kann – z.B. wie ein Blogger als Vater auf einmal vor einem immensen Zeitproblem steht – oder wie durch die Geburt des Sohnes auf einmal der Wert des Lebens und die naive Sicht eines Bloggers auf die Welt eine ganz andere Bedeutung bekommt – werde ich dies auch sehr gern tun…

  13. Wintersocken

    Häng doch einfach mal in Schleußig nen Zettel an den Konsum, Du wirst Dich vor Anfragen nicht retten können… Die Idee finde ich toll aber warum willst Du auf halbnackte Frauen verzichten? :-)

  14. Jürgen

    Die Idee ist großartig. So großartig, dass ich mich jetzt sofort und zum allerersten Mal zu Google+ begeben werde.

    Soviel zum Thema Pioniergeist …

  15. Hagen

    Hmm, wie oben schon zu lesen, geht es wohl allen frischen Eltern. Woher die Zeit nehmen für ….
    Ich habe jetzt mein einzigstes Fachmagazin-Abo (Print) gekündigt. Ich habe es die letzten zwei Jahre eigentlich nie gelesen, höchstens mal kurz geblättert und dann schnell vor den Kinderhänden gerettet.

    Unruhige Nächte, Baby/Kleinkind will getröstet werden, kuscheln, Zuhören, herumtoben, füttern oder beim Essen beaufsichtigen, dass es nicht zum Spiel ausartet. Und — wenn man das Privileg der Kinderbetreuung hat — nebenher den Arbeitstag eintakten. Der Tag ist gut ausgelastet: 6-20 Uhr und dann hoffen, dass die Nacht ruhig bleibt.

    Wann – und warum – hat man die Zeit, Texte zu lesen – außer natürlich,das ist der Job? Was ich in den vergangenen zwei Jahren im Netz gesucht habe waren meist kurze Antworten auf Fragen wie:
    - was könnte das für eine Krankheit sein
    - ist die Entwicklung altersgerecht, warum kann er noch immer nicht frei laufen
    etc. pp

    Das wichtigste, was jedoch kein noch so gutes Magazin bieten kann, ist das Bewusstsein, welches man für sich selbst erlangen muss: das Kind geht vor. Beobachte dein Kind, lass es ausprobieren, Fehler machen — und ermuntere es wieder. Lass es in den Dreck fallen aber beschütze es vor Glasscherben. Lass es sich allein beschäftigen, aber sei da, wenn es kommunizieren möchte. Achte auf die Signale des Kindes, es MUSS an die frische Luft, jeden Tag (gemein fand ich immer, wenn der Säugling nach drei Minuten im Kinderwagen eingeschlafen ist und mir dieser Schlaf dann nicht vergönnt war) Smartphone (Papas hendi), Tablet und Komjuta nebenher stören nur die Kommunikation.

    Meine Gegenfrage also: braucht ein Vater überhaupt ein “Männermagazin”? Ich habe Supermarkt-Prospekte schätzen gelernt. Viele schöne Dinge, die man beim gemeinsamen blättern benennen kann. Banane, Apfel, Bügeleisen – Waschmaschine und Geschirrspüler.

  16. Jürgen

    Mir scheint, hier gibt es einige, für die kein Leben neben dem Kind mehr existiert. Ich verbringe so viel Zeit wie möglich mit meiner Tochter, bin inklusive Pendeln fast zehn Stunden pro Tag aus dem Haus und lege trotzdem sehr viel Wert auf ein Mindestmaß an Freizeit (das ich auch meiner Frau ermögliche). Das sind mal drei Stunden in der Woche, mal acht und mal nur eine – aber ohne diese Zeit würde ich wohl durchdrehen (und meine Kleine infolgedessen wahrscheinlich auch).

    Ob ich diese Zeit dann in Videospiele oder in Vätermagazine investiere, ist im Grunde egal – solange ich mich nur frei dafür entscheiden kann …

  17. alex

    bin zwar kein vater, finde die idee aber dennoch großartig, zumal ich gerade in den letzten zügen zu einem ähnlichen konzept mit anderem themenschwerpunkt liege.

    ggf können wir die sogar verbinden

    ich mache mir derweil gedanken zu einem pionier artikel :)

  18. Andre Leisner

    Schöne Idee, werde mir gleich mal Deine Gruppe anschauen. Mein Themenschwerpunkt wäre: Vaterrolle bei 800km Entfernung?!

  19. Viktor Dite

    @Hagen Du schreibst es doch hier rein, also hattest Du die Zeit dazu Dir zumindest diesen Beitrag durchzulesen.

  20. Daniel

    Das klingt gut, ich wär wohl dabei!
    Mein Sohn ist 5, kommt 2013 in die Schule. Und von Autos verstehe ich auch was… :-)

    Daniel…

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  24. Hartmännchen

    mir kreisen gerade mehr und mehr Ideen für Artikel im Hirn…
    Thema ist schier unauzsschöpflich, Artikel solltenb aber kurz sein, sonst ist der geneigte Papa schon abgeschreckt, bevor er angefangen hat zu lesen…

  25. Pingback: talinee bloggt » Blog Archive » 7 Tage, 7 Links mit vielen interessanten Einblicken

  26. Jürgen

    Auch aus der Sicht eines Nicht-Vaters, finde ich die Idee gut & unterstützungswürdig !

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  28. Axel

    Hallo Thomas,

    Genial, bin dabei. Hatte einen ähnlichen Gedanken, leider zu wenig Zeit dies zu realisieren.
    Kann das Wissen aus einer Patchwork- und Großfamilie hinzu steuern sowie (auch) Motorthemen, Musik und Medien.

  29. Konrad

    Ich habe auch gerade eine Google+-Einladungsanfrage losgeschickt. Ich finde das Vorhaben lobenswert und möchte gerne sehen, ob ich mich da nicht auch mit der einen oder anderen Zeile Text einbringen kann!