Mein Lesejahr 2017 und Vorsatz für 2018: #24Bücher

Zeit ist kostbar. Am wenigsten gönnen wir sie allerdings uns selbst – zum Beispiel, um mal wieder ein Buch zu lesen. Das habe ich 2017 wieder getan … und will es 2018 noch öfter.

Ende des Jahres blicken wir gern zurück. Und wenn ich das mache, dann merke ich: 2017 habe ich so viele Bücher gelesen, wie schon lang nicht mehr.

Vorrangig hat das mit dem Umstand zu tun, dass ich seit etwas mehr als einem Jahr nahezu täglich zwischen Leipzig und Berlin pendle.

In den letzten Jahren habe ich meinen Kindern stets vorgelesen. Als Eltern schenken wir Bücher nicht, sondern kaufen sie – sie sind Nahrungsmittel, nicht für den Bauch, sondern den Kopf. Deshalb muss ein Kind sich hier kein Buch wünschen, sondern es wird gekauft, wenn es dies haben will … . Doch während all das passierte habe ich als Selbständiger Bücher oft eher als Zeitfresser angesehen und mir eine Auszeit mit ihnen selten gegönnt. Tatsächlich habe ich mich daher meist auf Fachliteratur beschränkt.
Nun jedoch wird mir Zeit – mehr oder weniger – aufgezwungen. Deshalb griff ich 2017 dann tatsächlich öfter zum Buch als zuvor.

Zugegeben, mit einem knappen Dutzend gelesener Bücher in 2017 bin ich wahrlich kein Buchvielfraß. Allerdings lese ich im Alltag neben Büchern schon immer jede Menge Fach- und Nachrichten-Artikel, um beruflich Up-to-date zu bleiben. Insofern ist der beschrittene Weg durchaus nennenswert.

Für mich die wichtigste Erkenntnis des Jahres: Ich liebe das Digitale – allerdings nicht bei Büchern. Die kann ich am Besten in Papierform lesen. Nach einem Vollzeit-Tag am Rechner lenken mich App auf dem Smartphone oder der Kindle doch wieder zu stark ab. Papier gibt mir eine gewisse Ruhe und Fokussierung auf den Inhalt.

Bevor ich nun zum Vorsatz für 2018 komme, hier einmal meine Leseliste aus dem nun alten Jahr.

Meine Leseliste 2017

Welche Bücher ich nun also in den zurückliegenden Monaten gelesen habe?

Einige Romane, einige Sachbücher.

Die seltsame Berufung des Mr Heming von Phil Hogan
Thriller um einen Immobilienmakler, der heimlich in den Wohnungen seiner Klienten lebt und einige Menschen loswerden muss.
Der Roman tanzt wunderbar zwischen Obskurem und Spannung, gewoben mit so manch unvorhersehbarer Wendung. Mister Heming ist dabei eine so vielschichtige Person, dass man zwischen erschreckend viel Sympathie und schockierender Bestürzung über seine Taten hin und her schwankt. Absolut empfehlenswert.

Old School von John Niven
Ein wahnsinniger Ritt, wie man ihn von Niven erwarten kann: alte Ladys rauben eine Bank aus und türmen. Sehr viel Spaß damit im Urlaub gehabt!

Generation A von Douglas Coupland
… lag hier bereits eine Ewigkeit. Mit Generation X, Alle Familien sind verkorkst und Mikrosklaven habe ich mich in die Welten von Coupland verliebt. Generation A ist anders und eigentlich auch recht belanglos. Am Ende blieb ich zurück und fragte mich, weshalb er das jetzt geschrieben hat.

Die Optimierer von Theresa Hannig
Qualityland von Marc-Uwe Kling
… dazu habe ich einen extra Beitrag geschrieben: Dreimal Zukunft.

Alpha & Omega: Apokalypse für Anfänger von Markus Orths
Das abgefahrenste Buch, welches ich dieses Jahr gelesen habe. Unglaublich Geschichte, wahnwitzige Charaktere, … Könnte so auch von den Coen-Brüdern stammen. Orths Geschichte reißt dich mit und die Gefühlslage schwankt stets zwischen abgefahren, schwachsinnig, genial und interessant. Eines der Bücher, die man entweder liebt oder hasst. Ich habe es sehr gemocht.

Dark Matter. Der Zeitenläufer. von Blake Crouch
Der beste Roman, den ich 2017 gelesen habe. Eine grandiose Geschichte, auf die ich in einem eigenen Beitrag eingehe: Dark Matter. Der Zeitenläufer. Buchkritik.

Growth Hacking mit Strategie von Hendrik Lennarz
Von Growth Hacking wird man im Bereich Online Marketing sicherlich noch einiges hören. Hendrik Lennarz ist hierzulande einer der Vorreiter für das Thema und legte vor einigen Monagen das erste aus Deutschland kommende Buch zum Thema vor. Leider eine Enttäuschung. Lennarz nimmt sich für Themen wie das Aufstellen eines agilen Teams zu viel Zeit und bleibt beim eigentlichen Thema zu oberflächlich.

Homo Deus von Yuval Noah Harari
… behandle ich im Beitrag Dreimal Zukunft – eine absolute Leseempfehlung für Menschen, die sich erstmals mit den Konsequenzen der digitalen Entwicklung beschäftigen wollen.

Mein Vorsatz für 2018

Sachar Klein hat mit dem Ende des Jahren den „Twitter Leseclub“ #12Bücher2018 ausgerufen. Sein persönliches Ziel: wieder ein paar mehr Bücher lesen. Motivieren will er sich durch selbstaufgebauten öffentlichen Druck. Gute Idee!

Eigentlich aber möchte ich erhöhen. Warum nicht das Doppelte: #24Bücher sind mein Vorsatz für 2018. Dabei möchte ich darauf schauen, dass sich Sachbücher und Romane abwechseln. All zu konsequent werde ich hier allerdings nicht sein, sondern dieses meine Laune diktieren lassen.

Daneben werde ich zu jedem Buch, hier im Blog auch ein paar Zeilen schreiben. Unter anderem, damit ich nicht vergesse, was ich da gelesen habe – auch, wenn das wohl vollkommen okay ist.

In 12 Monaten schaue ich dann einmal zurück – mal sehen, ob ich mein Ziel erreiche.

Wenn ihr euch nun damit tragt, im neuen Jahr ebenfalls wieder etwas mehr Buchliches zu lesen: Steffi Tönjes hat einen wunderbaren Lese-Guide für Anfänger getippt. Darin erklärt sie, wie und weshalb man Zeit finden kann, um zum Buch zu greifen. Und, weshalb ihr euch einen Textmarker zulegen solltet …