Algorithmen: Keiner weiß, was sie sind – aber sie sollen weg, bitte

Deutschland diskutiert gern über Algorithmen – doch während Politiker und Medien sowohl Informationen als auch Einfluss auf diese fordern, wissen die meisten Bürger überhaupt nicht, über was gesprochen wird.

Algorithmen bestimmen zunehmend unsere Wahrnehmung und Realität. Sie entscheiden, heute was relevant ist, ob wir vertrauens- oder kreditwürdig sind oder für einen Beruf qualifiziert genug.

Nicht ohne Grund wird in der Politik gern populistisch danach gerufen, die automatisierten Prozesse transparent zu machen.

Dabei geht die Diskussion an der erlebten Realität vieler Bundesbürger vorbei. Denn was sich überhaupt hinter dem Begriff Algorithmus verbirgt, weiß zumindest in Deutschland kaum Jemand.

Zwar haben einer neuen Studie zufolge drei Viertel der Befragten das Wort schon einmal gehört, aber nur jeder Zehnte kann erklären, wie Algorithmen funktionieren. Das ist ein Teil der Ergebnisse der Studie: „Was die Deutschen über Algorithmen wissen“, herausgegeben von der Bertelsmann Stiftung (PDF der Studie unter CC Lizenz).

Was Deutschland über Algorithmen denkt (und wie wenig es weiß)

Weil nun also viele wenig wissen, fordern nun satte 73 Prozent der Bundesbürger ein Verbot von vollautomatisierten Entscheidungen, die ohne menschliche Beteiligung getroffen werden. Als ob den Facebook-Feed tatsächlich Redakteure zusammen stellen könnten …

Damit ihr in eurem Bekanntenkreis erklären könnt, was ein Algorithmus ist, erklärt Vincent Ebert das Ganze hier einmal in wenigen Minuten: Was Algorithmen tun – perfekt, um weitergeleitet zu werden.

Was Algorithmen so täglich tun, darüber berichte ich werktäglich in meinem Social Media Newsletter. Und bei dem ist der Name Programm: rithmusbefreit enthält nur Links zum Thema Social Media und Digitales Leben, die liebevoll und händisch von mir zusammengestellt wurden.

Abonniere jetzt meinen werktäglichen Newsletter rund um Social Media! (Mehr erfahren)