Arbeitet Amazon an einem eigenen Messenger für Endkunden?

Amazon will einen eigenen Messenger anbieten – mit Nachrichten- und Social-Funktionen. Warum das für den Web-Giganten durchaus Sinn macht, und was der Status Quo ist.

Amazon könnte an einem eigenen Messenger für Endkunden arbeiten.
Grund für diese Annahme ist eine Umfrage, die der Versand-Riese aktuell unter ausgewählten Personen macht. Dort wird recht spezifisch erfragt, was sich Nutzer von einer Messaging App wünschen.

Es wäre nicht überraschend, würde Amazon diesen Schritt tun.
Seit Jahresanfang stellt das Unternehmen mit Chime (Bild oben) bereits eine eigene Messenger-Anwendung für Business-Kunden und die Teams des eigenen Unternehmens selbst zur Verfügung. Die so geschaffene Infrastruktur könnte nun das Rückgrat für einen Endkunden-Service werden.

Die Umfrage weisst auf eine App für Mobil- und Desktop-Geräte hin, die neben Voice- und Text-Nachrichten auch gewisse Funktionen sozialer Netzwerke aufnehmen wird. Darunter fallen unter anderem das Teilen von Fotos inklusive der Möglichkeiten Filter anzuwenden. Ebenso sollen @-Erwähnungen wie bei Twitter oder die Nutzung von Stickern und GIFs möglich sein. Alles also, was Facebook und Snapchat aktuell versuchen in ihre Apps zu stopfen.

Warum ein eigener Messenger für Amazon Sinn macht

Am Ende bleibt die Frage, warum Amazon eine eigene Nachrichten-App veröffentlichen will.
Blickt man etwas genauer hin, ist das „Warum“ sehr offensichtlich.
Zum einen erschafft sich das Unternehmen bereits heute konsequent ein eigenes Nutzer-Universum – mit Streamingdiensten, Einkaufsservices und Geräten wie Echo. Über den Messenger bietet Amazon dann eine Möglichkeit zwischen verschiedenen Geräten zu kommunizieren, aber auch aus eigenen Universum hinaus.
So hat wurden für Echo erst vor Kurzem Voice-Anrufe und Nachrichten-Funktionen (für die USA) angekündigt. Und die Echo-App für Smartphones unterstützt heute bereites neben Voice- auch Text-Nachrichten.

Man darf gespannt sein, ob und wie ein eigener Amazon-Messenger für Endkunden noch im Lauf des Jahres auftaucht. Konsequent wäre es – auch, wenn das Angebot auf dem Markt aktuell erdrückend scheint. Neben Messaging-Funktionen in Instagram, Twitter, Snapchat und Co. sind mit Facebook (WhatsApp, Messenger, …), Google und einer Reihe kleinerer Anbieter wie Telegram eine Vielzahl von Nachrichten-Apps verfügbar. Ob diese Erfolg haben oder nicht entscheidet vor allem die verfügbare Nutzerbasis – meine Freunde und Bekannte. Amazon könnte hier einen Vorteil haben, da die Startbasis mit Millionen von Amazon-Kunden und bestehender Reichweite über Webseite und Newsletter massiv ist.

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