Autofriedhöfe. Von der Vergänglichkeit des automobilen Seins.

Oldtimer müssen nicht immer funkeln, um ihren Bann zu ziehen.
Eine Dokumentation begleitet Fans und Sammlern auf Autofriedhöfe in die Welt und zeigt die Faszination zwischen Moos und Rost.

Sie sind Plätze der Ruhe und des Erinnerns. Friedhöfe.
Und das gilt nicht nur für jene Orte, an denen unsere Vorfahren liegen.

Mit der Dokumentationsreihe ‚Paradis de rouille‘ („Patina-Paradies“) folgt Thierry Berrod für ARTE den Friedhöfen der modernen Kultur. Schiffe, Militärgerät und Oldtimer.

In ‚Les belles voitures au bois dormant‘ – es klingt einfach so viel schöner auf Französisch – folgt er verschiedenen Menschen auf die Friedhöfe, die automobilen Schätzen der letzten 125 Jahre als Ruhestätte dienen.

Faszination Autofriedhof

Auf Autofriedhöfen in der ganzen Welt rosten einst edle Karosserien vor sich hin und verschmelzen langsam mit der Natur.

So wie auf dem Ivansson Bilskrot in Båstnäs, Schweden – wo ich vor einiger Zeit in eine faszinierende Welt eintauchen durfte.

Eines meiner Bilder aus Schweden

Autofriedhöfe sind nicht nur eine Pilgerstätte für Fotografen, sondern oftmals auch einzigartige Kulturplätze und Biotope. Doch in den letzten Jahren werden immer mehr Autofriedhöfe geräumt und beseitigen somit einen faszinierend anderen Weg, Zeitzeugen der Automobilproduktion des 20. Jahrhunderts zu entdecken.

Auch, wenn es manchem Oldtimer-Fan Tränen in die Augen treiben dürfte. Und auch, wenn die man die letzten 60 Sekunden der Doku am Besten ignoriert (siehe unten): Die Dokumentation Berrods ist morbide und wunderschön anzuschauen – zugleich.

Einzig die letzten 60 Sekunden machen die Dokumentation ein wenig kaputt. Denn die Geschichte der „Autofriedhöfe voller moderner Fahrzeuge“ ist ausgesprochener Humbug. Das war es bereits 2014 ….

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