Ein neues Kapitel: Premiere für das BMW 8er Coupé.

Ein Jahr lang hat uns BMW mit Teasern, Tests und Tarnfotos hingehalten – nun ist es endlich soweit: Die Münchner enthüllen das neue BMW 8er Coupé. Und das kann sich sehen lassen …

Ein gutes Jahr nach der Premiere des BMW 8er Concept Coupé stellen die Münchner die Serienversion des BMW 8er Coupé vor. Und das sieht nicht weniger atemberaubend als die Studie aus – auch, wenn es natürlich deutliche Unterschiede gibt.

Knapp 20 Jahre nach dem Produktionsende der legendären BMW 8er Reihe lässt BMW die Idee eines hochemotionalen High-End-Sportwagens neu aufleben. Das BMW 8er Coupé feiert im Rahmen des 24-Stunden-Rennen von Le Mans seine Weltpremiere. 

Neues Kapital im Design für BMW

Der neue BMW 8er ist ein hochmoderner 2+2-Sitzer, mit dem BMW ein neues Kapitel in seiner Formensprache beginnt.
Die Dynamik des Fahrzeugs wird hier stärker als bisher über den Fahrzeugkörper betont. Dabei interpretiert das Team um Chef-Designer Adrian van Hooydonk die bekannte BMW Design-Ikonie neu. Sowohl Nierengestaltung als auch Hofmeister-Knick unterscheiden sich deutlich von bisherigen BMW Modellen. Auch wurde die bislang dominierende Sickelinie durch ein ausdrucksstarkes Flächenspiel ersetzt. Jetzt dominieren wenige präzise Linien, klare Flächen und ein muskulös ausgeformtes Heck.

Auch auffällig sind die neue Gestaltung der Front- und Heckleuchten. An der Front interpretieren die Designer die mittlerweile ikonischen Corona-Ringe neu und in einer bisher nie gesehenen, extrem flachen Form. Die Heckleuchten sind – wie schon beim neuen X4 und X5 – ebenfalls sehr flach ausgeführt, die L-Form ist ausgestellt und schick.

Nüchtern gesehen ist der neue Achter natürlich der Nachfolger der bisherigen BMW 6er Serie, die nun allein mit dem BMW 6er Gran Turismo auskommen muss.
Die neue Positionierung verweist lediglich auf die veränderte Position – nach oben ins Luxussegment. Dabei ist der neue 2+2-Sitzer sogar etwas kürzer, niedriger und kompakter ist als das bisherige BMW 6er Coupé.

Digitaler und großzügiger Innenraum

Der Innenraum strahl viel Luxus aus.
Auch dort aber macht BMW den neuen 8er zum Leuchtturm-Modell.
Zur Serienausstattung gehört das Anzeige- und Bedienkonzept BMW Operating System 7.0. Das BMW Live Cockpit Professional kommt mit vollständig digitalem Instrumentenkombi und 10,25 Zoll großem Control Display. Dabei versorgt eine situationsabhängige und individualisierbare Anzeige den Fahrer mit den passenden Informationen zur richtigen Zeit.

Beim Bedienkonzept bleibt sich BMW treu und wartet mit einer multimodalen Nutzung über Touch-Display, iDrive Controller, Lenkradtasten, Sprach- und Gestensteuerung auf.

Starke Motoren für BMW 8er Coupé

Die Serienproduktion startet mit zwei Motor-Varianten.
Der BMW M850i xDrive Coupé kommt mit einem 4,4-Liter-V8-Benziner mit 390 kW/530 PS und einem maximalen Drehmoment von 750 Nm. Aus dem Stand auf die 100 km/h kommt er in 3,7 Sekunden. Damit ist der 1,900 kg schwere Top-Achter schneller im Sprint als der BMW M4 – der braucht 4,3 Sekunden.
Die zweite Variante ist das einzige Diesel-Aggregat im Wettbewerb: der BMW 840d xDrive Coupé. Das Herz hier ist ein 3-Liter-6-Zylinder-Diesel mit 235 kW/320 PS und einem maximalen Drehmoment von 680 Nm. Der Selbstzünder ist in 4,9 Sekunden von 0–100 km/h gesprintet.

Das Wettbewerbsumfeld des BMW 8er Coupé ist vielfältig.
Die Münchner treten mit dem Neuen gegen Aston Martin V8 Vantage, den  Maserati Gran Turismo oder die beiden Mercedes-Benz S-Klasse und AMG GT an. Auch der Porsche 911 dürfte aber im Jagdrevier des Achter liegen. 
Dabei versucht das BMW 8er Coupé den Spagat zwischen Fahrdynamik, Konnektivität und Komfort zu schaffen. Erste Berichte von Fahrten mit den Prototypen  weisen darauf hin, dass BMW diesen Spagat durchaus schafft.

Ab November steht das BMW 8er Coupé bei den Händlern und wird in den kommenden Monaten noch um ein Cabriolet sowie um ein Gran Coupé – also eine 4-türiges Coupé – ergänzt. Von allen drei Varianten sind dann in 2019 auch M-Versionen zu erwarten.
Preislich dürfte der 8er bei deutlich über 100.000 Euro starten – Luxussegment eben.