Der Ford Mustang. Unbrav.

Der Ford Mustang ist in Deutschland eine Ausnahmeerscheinung. Vor allem aber ist er alles andere brav – darauf geht ein neuer Werbespot von Ford ein.

Jeder Autobegeisterte hat so seine automobilen Steckenpferde – Autos, die er gern in seiner Garage hätte. Zweifelsohne gehört zu meinen der Ford Mustang.
Vor über 50 Jahren hat das Pferdchen eine Klasse von Fahrzeugen definiert – und für mich seit frühster Kindheit in den frühen 90er Jahren nichts an Faszination eingebüßt.

Ford Deutschland will mit dem Mustang vor allem eines: begeistern. Dafür positioniert man das Sport-Coupé als unbraven Bruder von Focus und Co. – mit einem neuen Werbespot.

Nun finde ich es ja immer ein wenig befremdlich, wenn deutsche Werbespots deutlich sichtbar in den USA spielen, dabei aber so tun, als wären sie aus dem ganz normalen, deutschen Alltag.

Der neuste Werbespot zum Ford Mustang ist leider ein solcher Spot …

Das wirklich seltsame ist schlichtweg: Der Spot kommt komplett aus Deutschland, ist also nicht adaptiert. Produziert wurde er von Erste Liebe Film, in Szene gesetzt vom Hamburger Cadmo Quintero und Michael Schnabel. Und ich frage mich: wieso sieht er dann trotzdem US-amerikanisch aus, tut aber deutsch?

Gut, wahrscheinlich ist die Erklärung ganz einfach: das ist ein deutscher Auswanderer, der seinen Mustang einfach mitgenommen hat – sieht man ja auch am Kennzeichen.

Immerhin ist der Spot nicht ganz ohne Witz …

In Deutschland noch immer eine Ausnahme-Erscheinung: der Ford Mustang

Unabhängig davon ist der Ford Mustang in Deutschland natürlich nach wie vor ein Auto mit Sonderstellung. Offiziell landete die neue Generation des amerikanischen Pony-Cars nach 50 Jahren erstmals offiziell 2015 bei den deutschen Händlern.

Hierzulande sind die GT-Version mit dem typischen 5,0 Liter-V8 Motor sowie der wesentlich kleinere, Turbo-aufgeladene 2,3 Liter EcoBoost-Benziner erhältlich.
Beide Motoren machen im Mustang eine ausnehmend gute Figur. Ich hatte bereits mehrmals die Möglichkeit den Ford als Coupé mit beiden Motorisierungen zu fahren. Dazu muss man aber natürlich einschränkend sagen: wer einmal im V8 saß, möchte das wohlige Grummeln und Blubbern des amerikanischen Aggregats nicht mehr missen.
Für ausreichend Vortrieb sorgen aber natürlich beide Triebwerke. Das kleine kommt mit 233 kW (317 PS), das große mit 310 kW (421 PS).

In den USA wurde der neue Ford Mustang vor einigen Wochen auf der Automesse in Detroit vorgestellt. Wann das Facelift auch in Deutschland erhältlich sein wird – darüber schweigt Ford Deutschland aktuell noch. In der jetzt angelaufenen Kampagne kommt noch der seit 2014 bekannte Mustang zum Einsatz. Und auch auf dem am Wochenende zu Ende-gegangenen Genfer Auto Salon stand am Ford-Stand noch der bekannte Mustang.

Ford Mustang GT - 2018
Ford Mustang GT – 2018