Facebook sperrt Status-Updates für Profile über Dritt-Apps

Status-Updates für das eigene Facebook-Profil können Nutzer künftig nicht mehr über Dienste wie Hootsuite, Buffer und Co machen. Die Plattform sperrt die API.

Es ist eine kleiner Änderung, mit großer Wirkung. Bereits Ende April kündigte Facebook eine API Änderung an, die für viele Social Media Profis nach dem Urlaub eine Änderung ihres Nutzungsverhaltens mit sich bringen wird.

Ab 01. August wird es nicht mehr möglich sein, über Dritt-Apps wie Buffer oder Hootsuite auf private Profile zu schreiben.

The publish_actions permission will be deprecated. This permission granted apps access to publish posts to Facebook as the logged in user. Apps created from today onwards will not have access to this permission. Apps created before today that have been previously approved to request publish_actions can continue to do so until August 1, 2018. No further apps will be approved to use publish_actions via app review. Developers currently utilizing publish_actions are encouraged to switch to Facebook’s Share dialogs for web, iOS and Android.

Während sich manch Intensiv-Nutzer über die Änderungen etwas ärgern wird, ist sie eine gute Neuigkeit für Menschen, die technisch nicht versiert sind. Denn die Änderung hat vor allem eines: Eine Signalwirkung.

Updates über Dritt-Apps nicht mehr möglich 

Facebook will, dass nur echte Personen selbst künftig auf Profil-Seiten schreiben dürfen. Somit gibt es keine Fragen mehr, welche App aus seltsamen Gründen ein Profil füllt.

Vorbei also die Zeiten, in denen Spiele und Apps Profilupdates schreiben konnten. Für Intensiv-Nutzer bedeutet das jedoch auch, dass sie Updates auf ihrem Profil künftig nur noch über den bekannten „Teilen-Dialog“ direkt auf Facebook teilen müssen.

Wer bisher – wie ich auch – also Dienste wie Hootsuite oder Buffer genutzt hat, um Status-Updates zu teilen, wird dies künftig nicht mehr können. Davon betroffen sind auch Dienste, die das automatisierte Teilen von Blog-Beiträgen oder Tweets vornehmen – Pocket, Zapier, IFTTT sind wohl nur einige. Wohl nicht betroffen sein dürfte der Facebook-eigene Dienst Instagram.

Facebook will Unsicherheiten beseitigen

Auch, wenn ich Buffer als Dienst wirklich mag, so begrüße ich als Verfechter einer kanalspezifischen Update-Strategie das Vorgehen von Facebook hier.

Der Schritt ist ein eindeutiges Zeichen im Kampf gegen Spam, Fake-News und Fake-Nutzer. Facebook erschwert das automatisierte Teilen von Inhalten über Bots und externe Dienste. Insbesondere nach dem Vertrauensverlust durch Cambridge Analytica und Fake News ist das Update als Update als Signal wichtig. Aber auch die Qualität des Streams für jeden einzelnen Nutzer kann sich so verbessern.

Zudem ist dem Netzwerk natürlich daran gelegen für mehr Nutzer nicht nur „Teil-Plattform“ sondern auch Interaktions-Plattform zu sein. Insofern ist das Update absolut nachvollziehbar und für uns als Nutzer gar etwas Begrüßenswertes.

Nicht betroffen von der Änderung sind übrigens Seiten und Gruppen.

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