Hopptornet (Zehn-Meter-Turm)

Der Kurzfilm „Zehn-Meter-Turm“ von Axel Danielson und Maximilien Van Aertryck ist eine erstaunliche Dokumentation über die Überwindung der Angst.

Dieses Gefühl kennt jeder von uns, der im Sommer mit Freunden schon im Schwimmbad war. Irgendwann im Lauf des Sommernachmittags schaukelt man sich unter Einwirkung von Sonne, Freude und Selbstüberschätzung hoch. Irgendwann steht die Frage in der Gruppe: Wer traut sich, vom 10 Meter-Turm zu springen?

Genau diese Versuchsanordnung haben die beiden Filmer Maximilien Van Aertryck und Axel Danielson in einem Schwimmbad in Göteborg hergestellt: Sie haben 67 Menschen 30 Euro gezahlt um zum 1. Mal in ihrem Leben auf einen 10-Meter-Turm zu klettern.
Und ihnen dann die eine Frage gestellt: Springen oder Nicht-Springen?

Trailer zu Hopptornet

Den ganzen, 15 Minuten langen Film gibt es auf der Seite der New York Times.

Das Faszinierende an der kurzen Doku ist die Objektivität, die Van Aertryck und Danielson herstellen. Die Kamera ist still auf die Plattform gerichtet, der Ton allein auf die Protagonisten eingestellt. Und dann ist da die Fragen im Kopf der Zuschauer: Was lässt Menschen springen? Was bedeutet die Höhe? Und was erfordert mehr Mut – springen oder rückwärts wieder runterklettern?

47 Menschen im Experiment sind gesprungen, 20 nicht.

Übrigens: Hopptornet ist ein wunderbares Wort aus dem Schwedischen. Denn Hopp heisst sowohl Sprung, als auch Hoffnung. Und Tornet eben Turm. Man kann den Titel des Films also als „Hoffnungsturm“ aber eben auch einfach als „Sprungturm“ übersetzen …

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