Instagram: Upload jetzt über Browser möglich

Instagram öffnet den bisher strikt an die eigene App gehaltenen Upload-Vorgang von Bildern. Bilder lassen sich nun auch über den Browser hochladen.

Es ist nur ein kleines Update, aber ein massiver Bruch mit dem bisherigen Vorgehen: Instagram öffnet sich, was das Hochladen von Bildern anbelangt. Künftig können Nutzer auf instagram.com auch direkt über einen (mobilen) Browser ein Foto hochladen.

Instagram: mobiler Upload möglich

Bisher war der Upload einzig und allein über die App von Instagram möglich. Jetzt öffnet man das Verfahren.

Über den neuen Weg lassen sich aktuell nur Einzelfotos teilen. Ein Video-Upload steht ebenso wenig zur Verfügung wie die Möglichkeit Alben anzulegen, Filter anzuwenden oder Stories und Direktnachrichten zu nutzen.

Bilder auf Instagram über Browser hochladen – Mobil und Desktop

Richtig möglich ist der Upload aktuell nur über den mobilen Browser. Wahrscheinlich allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein findiger Programmierer mit dem ersten Browser-Plugin für Desktop kommt, um den mobilen Upload auch auf Rechnern zu erlauben.

UPDATE, 25. Mai 2017
Und zack, da ist eine App.
Für MacOS Nutzer steht mit Poster ein Tool zur Verfügung, welches mit Hilfe von zwei Open Source-Projekten die mobile Oberfläche von Instagram als native OS App auf dem Mac baut. Diese kann somit genutzt werden, um Bilder zu liken, zu kommentieren und eben auch hochzuladen.
Poster ist aktuell nur für Mac erhältlich, eine Windows-Version ist jedoch in Vorbereitung.

Wer kein Programm benötigt, der kann über die Entwickler-Tools in den Browsern Safari und Google Chrome auch über den Desktop hochladen. Hierzu reicht es, die mobile Ansicht innerhalb der Entwickleransicht einzustellen.

Wie du die Entwicklertools aktivierst:
in Safari,
in Google Chrome.

Die Frage ist nun, wohin der Weg von Instagram führt.
Nach der Verfügbarkeit eines Offline-Modus für die Android-App könnte der nächste Schritt eine Lite-Version der App sein, mutmaßt TechCrunch.

Für viele Unternehmen spannender dürfte allerdings die Verfügbarkeit des Uploads über die API von Instagram sein. Da für die Redaktionsplanung im professionellen Umfeld oft Dienste von Drittanbietern genutzt werden, wäre die Öffnung Instagrams hin zur Professionalisierung des Uploads wünschenswert. Auf der anderen Seite hofft man bei Instagram wohl, durch die Begrenzung die Nutzung der App forcieren und das Spam-Aufkommen kontrollieren zu können.
Mit dem nun vorgestellten Upload über den mobilen Browser verabschiedet man sich jedoch von diesem Argumentationspfad.

In den vergangene Jahren sind diverse Dienste entstanden, die den Upload über Webtools und damit auch den Desktop eines Computers zulassen. Diese verstoßen aktuell jedoch noch immer gegen die Nutzungsrichtlinien von Instagram.