Ein Tesla-Killer von Jaguar: I-Pace Concept überrascht

Die Überraschung der Los Angeles Motor Show 2016: Jaguar präsentiert mit dem I-Pace sein erstes pures Elektro-SUV. Noch ist es nur ein Concept Car, doch das kann so einiges und soll schon in zwei Jahren als Serienfahrzeug die Straßen erobern.

Tesla-Killer. Mit diesem Attribut wurden in den letzten Jahren schon diverse neue Konzepte und Fahrzeuge bezeichnet. Aber hier kommt der erste, den ich persönlich tatsächlich als solchen bezeichnen würde: Der Jaguar I-Pace.

Noch ist das Auto, welches da auf der Los Angeles Motor Show vorgestellt wird, nur ein Concept Car. Doch im Gegensatz zum – beispielsweise – Mercedes EQ Concept lässt sich der Hersteller nicht lumpen: Jaguar verspricht die Präsentation des Serienmodells für 2017. Die ersten Fahrzeuge sollen dann bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf den Straßen rollen.

Elektro-SUV soll echter Jaguar werden

Das Design des I-Pace Concept scheint indes recht seriennah.
Jaguar betont in der Pressemitteilung, der I-Pace sei von Anfang an konsequent als E-Auto gedacht. Und das sieht man ihm durchaus an. Das SUV-Coupé Crossover ist 1,56 Meter hoch und üppige 4,68 Meter lang, bietet entsprechend viel Platz im Innenraum (fünf Sitze). Vorn wie auch hinten verzichtet der I-Pace auf zu viel Motorhaube oder zu langgezogene Kofferraumklappe.
Wie bei der „Life/Drive-Architektur“ von BMW ist auch bei Jaguar das Akkugehäuse aus Aluminium ein integrales Bauteil der Karosseriestruktur.

Technisch klotzt Jaguar und bringt ziemlich dicke Zahlen aufs Papier.
So gibt das indisch-britische Unternehmen eine NEFZ-Reichweite von 500 Kilometer an, bei einer Leistung von rund 400 PS und einem maximalen Drehmoment von 700 Newtonmetern. Angetrieben werden beide Achsen, die das wahrscheinlich wohl annähernd zwei Tonnen schwere Geschoss in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.
Eine Höchstgeschwindigkeit offeriert die Pressemitteilung zur Vorstellung noch nicht, im Gegensatz zur Leistung der Lithium-Ionen-Batterie: Der im Wagenboden untergebrachte Energiespeicher hat eine Kapazität von 90 kWh.

Außer gewöhnlich

Im Innenraum folgt der I-Pace der typischen Jaguar-Designsprache und mischt diese mit einem gewissen Tesla-Feeling: große Knöpfe, großer Bildschirm und viel freier Raum für ein weites Raumgefühl. Dazu die notwendige Schippe Premium indem man nicht am Material – aka Leder und Glas – spart.

Jaguar Elektro-SUV soll bereits 2018 kommen – der Wettbewerb hinkt hinterher

JLR (Jaguar Land Rover) stürmt hier wirklich mit viel mehr als einer puren Idee an. Mit dem ehrgeizigen Zeitplan dürfte der Autobauer aber so manchen anderen Hersteller – insbesondere unter den Premium-Wettbewerbern – mächtig unter Druck setzen. Denn Mercedes verspricht sein als Concept EQ vorgestelltes Mid-Size Elektro-SUV für 2019. Audi will zeitgleich zu Jaguar sein Elektro-SUV Q5 e-tron in Serie schicken. Und bei BMW hinken sie nach dem enormen Vorsprung, den die Münchener sich 2013 mit BMW i verschafft haben, indes ein wenig hinterher. Das erste elektrisierte Modell der Kernmarke wird der BMW X3 2019 sein. Vielleicht gibt man angesichts des Wettbewerbs in München ja noch ein wenig deutlicher Gas … oder besser: Strom.

Ein Gedanke zu „Ein Tesla-Killer von Jaguar: I-Pace Concept überrascht“

  1. Mir gefällt dieses Elektroauto von Jaguar, ich habe mich schlichtweg verliebt. Was ich ebenfalls gut finde, ist die Fähigkeit mit bis zu 150 kW laden zu können. Gut, die Ladestationen bieten dies noch nicht…

    Premium? Sicher und ich kann mir schon jetzt gut vorstellen wie es sich anfühlt und wie es riecht in dem Jaguar I-PACE Concept. Schlichtweg angetan…

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