Ende von Mobile First: das mobile Internet ist das Internet

Hört endlich auf von „Mobile First“ zu reden, denn es geht an der Realität vorbei. Redet statt dessen lieber explizit vom Desktop, wenn ihr Inhalte habt, die man auf Smartphones nicht konsumieren kann …

Noch reden wir in Meetings mit Kunden und Kollegen viel zu oft vom mobilen Internet und fordern: „Mobile First„. Das offenbart, dass wir mit unserem Denken noch immer an großen Bildschirmen hängen, die auf Schreibtischen stehen.
Doch der Zeitpunkt ist gekommen, an dem wir aufhören sollten so zu reden. Lasst uns künftig lieber vom „Desktop Internet“ sprechen, wenn wir Inhalte haben, die nicht von Anfang an für mobile Geräte gedacht sind.

Denn 2017 markiert den Zeitpunkt, an dem mobile Geräte erstmals für mehr Traffic auf Webseiten verantwortlich waren als Desktop-Rechner.

Statistic: Percentage of all global web pages served to mobile phones from 2009 to 2017 | Statista

Geht man einen Schritt weiter zurück und betrachtet den Traffic im gesamten Internet, so ist dieser dank vernetzter Geräte und Streaming schon lange an einem Punkt, bei dem der Traffic für Webseiten gering ausfällt. Video-Inhalte sind heute für 2/3 des gesamten Traffics im Netz verantwortlich.

Schaut man sich den Traffic dann an, sind mobile Geräte schon lang in der Überzahl. In Asien liefen bereits 2016 mehr als 65 Prozent des Traffics über mobile Geräte. In Afrika waren es knapp 60 Prozent.
Website-Traffic zieht in dieser Entwicklung nun 2017 erstmals konsequent nach. Diese Entwicklung hat vor allem damit zu tun, dass Smartphones zunehmend auch im Billig-Segment erhältlich sind und der Ausbau des Internets über 3G, 4G und 5G insgesamt günstiger.

/via Statista