Hungrig bleiben: wie ich jeden Tag versuche etwas Neues zu entdecken

Neugierig und enthusiastisch beim Lernen zu bleiben ist etwas, dass ich täglich von meinen Kindern lerne. Und ich versuche es ihnen gleich zu tun: Neugier zu bewahren. Hier ist mein Weg.

Neugier (auch Neugierde) ist das als ein Reiz auftretende Verlangen, Neues zu erfahren und insbesondere Verborgenes kennenzulernen (Wikipedia)

Das Spannendste am Leben ist die Neugier. Sie ist, was wir als Menschen nie verlieren sollten.
Damit meine ich jetzt nicht diese nervende Neugier von Nachbarn, die unbedingt rausfinden müssen, was die Familie gegenüber da eigentlich im Garten treibt. Ich meine die kindliche. Die Form von Neugier, die uns weiter bringt – weil wir etwas aufsaugen, um es zu wissen und zu lernen.

Warum ist der Himmel blau?
Wieso leuchtet die Sonne?
Wer war eigentlich der erste westliche Entdecker Amerikas, wirklich?

Neugier ist übrigens etwas, dass man Kindern nicht austreiben sollte. Man sollte sie von ihnen eher wieder lernen. Das innehalten, das entdecken wollen und Frage stellen können.

Neugier bringt uns voran

Es war Neugier, welche die Menschen zu ihren großen Entdeckungen trieb.

Nun können wir nicht alle jeden Tag ein Entdecker sein und uns auf die Suche nach den universellen Antworten des Universums machen. Auch die Frage, ob es unendliche viele Primzahl-Zwillinge gibt werden wir vielleicht nicht direkt am Frühstückstisch endgültig klären können.
Aber wir können von dem Privileg zehren, in einer Zeit zu leben, in der uns Information und Wissen in nahezu unendlicher Form zur Verfügung stehen.

Deshalb versuche jeden Tag etwas Neues lernen.
Nicht, dass ich mir alles merke. Aber ich will neue Ansichten kennenlernen und meinen Kopf fit halten. Vor allem versuche ich aber Dinge wahr zu nehmen, die jenseits meines Berufs und meines Alltags liegen.

Und so steuere ich jeden Morgen einen Link an: den Wikipedia Zufallsartikel. Mit diesem geöffneten Fenster gebe ich mir fünf Minuten Zeit um ein wenig darin zu stöbern und etwas zu lernen. Möglichst jeden Tag.

Die zeitliche Begrenzung erlege ich mir auf, um mich nicht in einem Thema zu verlieren.
Die deutsche Wikipedia hat oftmals eine sehr verkopfte Erklärweise. Die zeitliche Begrenzung hilft mir, im Dickicht das wesentliche mitzunehmen.

Am Abend dann versuche ich mich zu erinnern und notiere das heute gelernte dann in meinem Tagebuch. So rufe ich es noch einmal ab. Natürlich bleibt nicht immer alles hängen. Und ab und an notiere ich mir Abends auch andere Dinge, schließlich begegnen einem am Tag durchaus auch weitere spannende Sachen. Aber so starte ich mit etwas Wissenswertem in den Tag …

Am Ende ist auch recht egal ob man mit einem Kalenderblatt, einem täglichen Lexikon-Artikel oder einer kurzen Geschichte aus Büchern wie What if … startet. Solange man eines tut: Neugierig bleiben.

Bleibt hungrig …

Das übrigens sind schon 50 Prozent dessen, was Steve Jobs in seiner Rede den Studenten in Stanford einst zurief: „Bleibt hungrig, bleibt tollkühn!
… das mit dem tollkühn übe ich derweil noch ein wenig.