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Das C in CDU steht für 'Coach'

Die CDU führt den Laden hier, als wäre er ein mittelständischer Hähnchenschlachthof im Sauerland. Sie weiß, wie man Menschen motiviert – wie Coach Kevin.

Anders kann ich mir nicht mehr erklären, was in dieser Partei vor sich geht.
Nachdem Merz und seiner Truppe das Bundesarbeitervolk schon als faul und zu oft krank beschimpft hat – das gefälligst mehr und länger arbeiten gehen und die Zähne selbst zahlen soll – kommt jetzt der nächste um die Ecke: Der aus wahltaktischen Gründen seit 11 Tagen im Amt befindliche CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt will die faulen Hartz IV-Säue zum Reichsarbeitsdienst antreten lassen. Straßen bauen fegen und sowas. (tagesschau)

… zumindest mal einen Sprachkurs belegen könnten sie, legt Schulze nach und impliziert damit, dass die meisten betroffenen wohl primär nicht integrierte Ausländer seien. (Screenshot: BILD)

Schulze hatte den Vorschlag schonmal im Januar gemacht. Da verfing er offenbar nicht wie gewünscht, weshalb er ihn trotz Kritik einfach jetzt als Ministerpräsident wiederholt.

Die CDU ist an Widerwärtigkeit mittlerweile nicht mehr zu überbieten. Das Framing, dem man sich bedient, um auszuloten wie weit man den Sozialstaat so in den kommenden Jahren trimmen kann, ist rechtem Populismus entlehnt und setzt Menschen schlichtweg herab.

So sehr wir die Debatte um Reformen um Rente, Sozialreformen und – eigentlich auch! – Vermögenssteuern brauchen; das Framing und die Worte mit denen die CDU diese führt lässt mich staunend zurück. Permanent tritt man nach unten und blickt auf den Bundesbürger nicht als mündigen Menschen, sondern zur Leistung verpflichtete Arbeitskraft zum Wohle des Bruttosozialprodukts. Und das alles, während Reallöhne sinken und Kapitalerträge steigen …

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