Alice Schwarzer ist beleidigt. Darüber, dass Menschen ihre Äußerungen der letzten Jahre als grenzwertig empfinden, weil Alice offenbar die weibliche Version eines alten weißen Mannes geworden ist.
Und weil Alice beleidigt ist, stellt sie ihre EMMA jetzt ein.
Vielleicht 10 Jahre zu spät, um noch ruhmreich zu gehen. Und 10 Jahre zu früh, um nicht beleidigt zu wirken.
Ans Ruder hat sie bei EMMA nie jefraund anderes gelassen.
Zuletzt sei Emma das „weltweit letzte und einzige professionelle Publikumsmagazin am Kiosk in Feministinnenhand“ gewesen, sagt Schwarzer. Da klingt sie wieder durch, die alte Frau. Weil sie Profession herabwürdigt, Print über alles erhebt und verklärt, dass Feminismus heute nicht mehr rein weiblich ist.
Wer die EMMA wirklich vermissen mag, der kann sie ja hier einmal umschauen – alle anderen übrigens auch –, um tolle feministische Print- und Online-Medien zu entdecken, die im heute und morgen Zuhause sind, statt im Schwarzer‘schen gestern.
UPDATE Damit ich mir hier nicht vorwerfen lassen muss, dass nur ich als alter, weisser Mann (der ich definitiv bin) den Abgesang auf die EMMA mache: Warum „Emma“ dem Feminismus zuletzt mehr schadete als nutzte von Carolina Schwarz in der taz.
Eine gewisse Häme habe ich übrigens keinesfalls gegenüber dem Feminismus oder der EMMA, sondern einzig und allein gegen die letzten peinlichen Auftritte von Alice Schwarzer. Darüber hinaus halte ich den feministischen Kampf nicht für beendet – im Gegenteil. Eine neue, laute „EMMA“ ist heute nicht weniger wichtig als vor 50 Jahren.
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Streaming, Presse, Software – die Zeiten, in denen das Netz „kostenlos“ war, sind schon länger vorbei. Ich bin in der priveligierten Situation, dass ich mir um „Kleinvieh“-Abos keinen Kopf machen muss, weshalb ich hier und da durchaus ein Abo lasse.
Aber man kennt es natürlich: „Kleinvieh macht auch Mist”, pflegte Papa zu sagen. Und so erwächst bei mir aus „ein paar Abos” monatlich durchaus ein nennenswerter Betrag. Zeit, den Stall auszumisten.
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Krankenkassen dürfen Daten von Versicherten auswerten, um individuelle Gesundheitsrisiken zu erkennen. Dem kann man widersprechen. Mike Kuketz erklärt, wie es geht.
Aus diesem Interview der ZEIT mit Ed Zitron würde ich einfach gern die Hälfte als Direktzitat hier posten. Es ist vor allem auch für jene lesens (oder hörens-)wert, die nur ein paar Schlagzeilen um KI mitbekommen. Zitron zerlegt die Tech-Gläubigkeit und zeigt die finanziellen Verzweigungen auf, die nicht nur die KI-Branche, sondern uns alle gefährden.
Das Beste zum Thema KI-Sicherheit, -Zukunftserzählung und -Glaube in zwei Absätzen:
Es gibt kein wirklich stichhaltiges Argument dafür, dieses Zeug [LLMs] zu bauen, außer: Die Industrie muss ewig wachsen. […] Wenn die Firma tatsächlich Sicherheitsbedenken hätte, würde sie sich wegen schwerer Computerkriminalität selbst bei der Polizei anzeigen. […] Die Techbranche tut, was sie will, auch sehr zerstörerische Dinge. Das kommt davon, wenn man eine Branche nicht reguliert. Eigentlich müssten ein paar Leute ins Gefängnis!
Ist das wirklich die Branche, von der ich glauben soll, dass sie den digitalen Gott erschaffen wird? Diese Vollpfosten sind die Leute, denen ich vertrauen soll? Mark Zuckerberg? Ich soll Mr. Metaverse ernst nehmen? Es tut mir leid, aber die Versprechen, die sie machen, haben keinen Bezug zur Realität.
(Geschenklink, keine Ahnung wie oft er funktioniert)
Vorsicht, Nerd-Thema.
Um mir die Abo-Gebühren von Obsidian Sync zu sparen, habe ich jetzt ein sehr spezielles Setup meines Obsidian-Vaults realisiert: Apple-Geräte syncen via iCloud und ein Mac synct mit dem Nicht-iCloud Geräte mit Syncthing.
Die größte Hürde dabei war, den korrekten Pfad zum iCloud-Vault rauszubekommen, weil sowohl macOS Finder, als auch das LLM meiner Wahl die falschen Pfade angaben bzw. aus dem Ordner kein Terminal öffneten. Jedenfalls ist‘s in Terminal und Syncthing: /Users/[NUTZER]/Library/Mobile Documents/iCloud~md~obsidian/Documents/[VAULTNAME]/
… wäre hiermit festgehalten.
Obsidian nutze ich jetzt übrigens seit mehr als drei Jahren und bin ausgesprochen happy. Markdown, File-basiert (und damit einfach zugänglich für das LLM auf dem Rechner), über mehrere Geräte nutz- und jederzeit portierbar. Templates. Wird aktiv weiterentwickelt.
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Die Downside von vibecoding ist ja: Alle Websites sehen gleich aus – Farbschema, gerundete Ecken … Macht den Inhalt dieser Website aber nicht schlechter: Eine Sammlung von Tools und Diensten rund um RSS. Auch auf github. /via Stefan
Ich hab‘ am Wochenende Claude kochen lassen … ein browserbasiertes Mail-Programm. Einfach, weil ich neugierig war – und es geht. Verzeiht mir.
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In Frankreich und Italien demonstrieren Menschen. Die Linken, rufen die einen. Die Migranten, rufen die anderen. Und in Deutschland erklärt die CDU gleichzeitig die politisch Linke zum Feind.
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