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· 2 min. Lesezeit

EntEMMAt

Alice Schwarzer ist beleidigt. Darüber, dass Menschen ihre Äußerungen der letzten Jahre als grenzwertig empfinden, weil Alice offenbar die weibliche Version eines alten weißen Mannes geworden ist.

Und weil Alice beleidigt ist, stellt sie ihre EMMA jetzt ein.
Vielleicht 10 Jahre zu spät, um noch ruhmreich zu gehen. Und 10 Jahre zu früh, um nicht beleidigt zu wirken.

Ans Ruder hat sie bei EMMA nie jefraund anderes gelassen.

Zuletzt sei Emma das „weltweit letzte und einzige professionelle Publikumsmagazin am Kiosk in Feministinnenhand“ gewesen, sagt Schwarzer. Da klingt sie wieder durch, die alte Frau. Weil sie Profession herabwürdigt, Print über alles erhebt und verklärt, dass Feminismus heute nicht mehr rein weiblich ist.
Wer die EMMA wirklich vermissen mag, der kann sie ja hier einmal umschauen – alle anderen übrigens auch –, um tolle feministische Print- und Online-Medien zu entdecken, die im heute und morgen Zuhause sind, statt im Schwarzer‘schen gestern.

UPDATE Damit ich mir hier nicht vorwerfen lassen muss, dass nur ich als alter, weisser Mann (der ich definitiv bin) den Abgesang auf die EMMA mache: Warum „Emma“ dem Feminismus zuletzt mehr schadete als nutzte von Carolina Schwarz in der taz.
Eine gewisse Häme habe ich übrigens keinesfalls gegenüber dem Feminismus oder der EMMA, sondern einzig und allein gegen die letzten peinlichen Auftritte von Alice Schwarzer. Darüber hinaus halte ich den feministischen Kampf nicht für beendet – im Gegenteil. Eine neue, laute „EMMA“ ist heute nicht weniger wichtig als vor 50 Jahren.

Ein Kommentar

  • Peter Lohren – 22.10.2026, 07 Uhr

    Frau Schwarzer hat zuletzt nicht nur für die BILD geschrieben, sondern darüber hinaus auch für eine mindestens kontroverse Seite.

    Und auch wenn ich mit ihren Thesen größtenteils wenig anfangen kann, hat sie doch einige Verdienste. Leider hat sie den Absprung, wie so viele herausragende Persönlichkeiten, zu spät geschafft.

    #Antworten

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