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21 April 2024

Wochenendliste

Gesammelte Tabs im Browser mit Links, die es nicht zu einem Beitrag geschafft haben, aber cool sind und Raum haben sollen. / #1 / #2

Welt

Digital

Mobilität

  • Gelsenkirchen verbietet Leih-E-Scooter – Bereits ab diesem Wochenende müssen die Roller verschwunden sein. Argument der Stadt: Fehlverhalten von Scooter-Fahrern. Es ist reichlich absurd, dafür eine Art „Allgemeinhaftung“ einzuführen. Ich würde mir privat keinen Scooter kaufen, aber ich liebe die Dinger in fremden Städten, in denen ich mein Fahrrad nicht dabei habe …
  • Wir müssen raus aus dem Denken, dass Jenen Orte gehören, die schnell durch sie hindurch wollen, mit dem Auto.“ – Guter Gedanke von Katja Diehl auf Mastodon, aber stimmt: Wir gestalten unsere Städte nicht mehr für die in ihnen Lebenden, sondern für jene, die hindurch, rein oder raus wollen – und zwar schnell, das steht über allem.

Eine kleine, herzliche Geschichte ist die von Arthur – einem Hund, der den schwedischen Sportler Mikael Lindnord bei einem Extremrennen im Jahr 2014 „findet“ und begleitet. Lindnord nimmt ihn aus Ecuador mit nach Schweden, schreibt ein Buch – und sieht sein Abenteuer jetzt mit Mark Wahlberg verfilmt.

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Rumgefummelt

Ich hab‘ die Lethargie des Wochenendes – statt Radfahrens, wegen schlechten Wetters und der anhaltenden Erkältung – genutzt, um UberBlogr umzubauen. Bisher basierte der Webring auf statischen Dateien. Sprich, es gab eine Datei für die Mitglieder und 4x am Tag lief der Crawler durch die RSS-Feeds und bastelte die ganze Seite und den RSS-Feed neu zusammen.

Das war mir ein wenig zu unflexibel – auch, weil ich mehr als den jeweils letzten Beitrag eines jeden Blogs anzeigen wollte.
Deshalb läuft das jetzt alles über eine kleine Datenbank. Vollkommen overpowered aber hey, egal. Nach wie vor sammle ich jetzt 4x am Tag die letzten Aktualisierungen der RSS-Feeds ein, und die werden jetzt in einer etwas anderen Darstellungsform der Mitglieder-Liste angezeigt.


20 April 2024

One Terabyte of Kilobyte Age‘ ist die Aufarbeitung eines 1 Terabyte großen Torrents, der kurz vor dem Tod von Geocities. gezogen wurde. Es ist ein buntes Archiv des Web 1.0. Ein Schwelgen in so sah das Netz einst aus.

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19 April 2024

Joko und Klaas übernehmen ProSieben

Am Sonntag läuft das wohl schrägste TV-Experiment seit Big Brother und dem Kipp-Roll-Fall-Spektakel: ProSieben überlässt für 24 Stunden seinen Sender dem deutsche Moderatoren- und Chaos-Duo Joko und Klaas.

Die haben jetzt ihren „Programmplan“ vorgestellt und ich habe den Eindruck, ich muss den Festplattenrekorder von Magenta TV am Sonntag heißlaufen lassen …


Caroline Klidonas hat auf TikTok einen Weltraum-Abenteuer-Film veröffentlicht – im typischen TikTok-Style. Ich liebe alles daran und frage mich: Wann gibt es den ersten Star Trek-Fanfilm in dem Stil? (Youtube Direktlink) /via

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Gabriele Kantel

Wenn man seit mehr als 20 Jahren in dieses Internet schreibt, dann ist man vielen Menschen begegnet – virtuell, manchmal anschließend sogar in Person. Das „Problem“ an dieser Virtualität ist: man sieht virtuellen Ichs ihr Alter nicht an. Gesundheit, Krankheit, man nimmt manchmal nicht wahr, wenn ihre Stimmen für ein paar Tage nicht auftauchen.

Und dann, irgendwann.
Erreicht einen die Nachricht, dass die Stimmen nicht mehr erklingen werden.

Seit Ende 2000 schreibe und lese ich in diesem Internet – und spezieller: in dieser deutschen Blogosphäre.
Und manch laute, bunte, tolle Stimme nahm bereits Abschied.
Jörg-Olaf Schäfers war so eine. Robert Basic ebenso.

Eine Stimme, die nie in der Blogosphäre zu hören, stets aber irgendwie da war, ist die von Gabi Kantel. Die Frau des bekannten **Schockwellenreiter**s war nie ein aktive Stimme, stets aber eine Präsenz. Von ihr heisst es nun leider Abschied zu nehmen: „Gabriele (Gabi) Kantel ist nach kurzer, aber heftiger Krankheit im Klinikum Neukölln friedlich eingeschlafen”, schrieb ihr Ehemann Jörg heute.

Mein tief Beileid für diesen Verlust, Jörg. Jemandem nach 37 Jahren verabschieden zu müssen ist für mich wenig vorstellbar. Ich kannte Gabi nicht. Ich las nie von ihr. Sprach nie mit ihr. Und doch fühlt es sich an, als wäre da plötzlich eine Lücke. Und ich bin mir sicher, dass diese für mich – so weit, weit entfernt – viel kleiner ist; während sie so unvorstellbar groß für dich, Jörg, Familie und Freunde, sein muss.

Ich wünsche euch viel Stärke! Haltet an den schönen Erinnerungen fest und zieht Kraft aus ihnen. Stimmen mögen verstummen, Präsenz wie Gabis aber werden bleiben – mindestens so lang, wie sich Menschen an sie erinnern. Dieses ist meine Erinnerung an sie.


18 April 2024

Wie wir mit künstlicher Intelligenz das Internet vermüllen – und die Köpfe unserer Kinder

KI vermüllt uns den Kulturraum Internet – und die Köpfe derer, die sich nicht wehren können: Menschen, die nicht einmal wissen, was „KI“ ist.

Texte, Bilder, Videos, Sprache, Musik, … – kaum etwas, dass sich mittlerweile nicht mehr binnen weniger Minuten mit KI-System wie ChatGPT anderen KI-Tools erstellen lässt.

Die wahre Bedrohnung all dieser Tools indes ist nicht die damit billig erstellte Propaganda, Fake News und Deep Fake-Videos.
Denn im besten Fall wird Propaganda von Experten, Journalisten, und politischen Institutionen aufgefangen.

Deep Fakes sind die eine Gefahr der KI. Die größere ist der ganze Müll.

Die wahre Gefahr lauert dahinter: eine riesige Welle an KI-produziertem, virtuellen Müll.
Inhalte ohne Mission. Ohne Bedeutung.

Webseiten die mit tausenden KI-erstellten Artikeln gefüllt sind um Suchmaschinen-Traffic abzugreifen. Beiträge und Kommentare in Social Media, die nichts zur Diskussion beitragen. Bücher, die einfach nur Fast-Food und ohne Seele oder sprachliche Finesse sind. Musik, die für echte Künstlern aufgrund der Mechaniken der Streaming-Anbieter Einnahmequellen versiegen lassen. Und Videos, die tausendfach kopiert oder minderwertig erstellt die Plattformen fluten.

Hier liegt das Internet, ermordet durch generative KI, titelt Erik Hoel in seinem Newsletter. Und ich denke, die KI tötet nicht nur Diskussionskultur, sondern auch unsere Kulturräume und unsere Gehirne.

The amount of AI-generated content is beginning to overwhelm the internet. Or maybe a better term is pollute.Übersetzung: 1

Das Internet wird zur Müllhalde.
Und das Problem ist, dass die Wehrlosen nicht einmal erkennen, was sie da konsumieren.

Sadly, the people affected the most by generative AI are the ones who can’t defend themselves. Because they don’t even know what AI is. Yet we’ve abandoned them to swim in polluted information currents. 2

Menschen ohne Medienbildung und Kinder haben keinerlei Chancen sich gegen die massive Welle an dummen Inhalten zu stemmen.

Youtube Kids Videos mit KI: Als würde ich Kids Kacke zum Essen geben

Und von hier aus nimmt uns Hoel ins Rabbit Hole der KI-generierten Videos mit.
Klettern wir ihm einfach einmal hinterher.
Reden wir über Videos, die speziell für Youtube Kids erstellt werden. Tausende Videos ohne ein Ziel, ohne korrekte Sprache, ohne Charakter und ohne Seele. Inhalte, gegen die Teletubbies, Paw Patrol und die lange Liste der billig erstellten Barbie-Filme wie Shakespeare’sche Literatur anmuten.

Wir füllen die Gehirne unseres Nachwuchs nicht erst als Jugendliche über TikTok sondern schon früher über Youtube Kids mit einer alles verklebenden Substanz, die bunt und süß ist, aber keinesfalls nahrhaft. Unsere Eltern haben uns im schlimmsten Fall vorm Fernseher abgesetzt in dem Eine Familie zum Verlieben, das A-Team oder Praxis Bühlowbogen liefen. Immerhin Inhalte, bei denen Autoren zuletzt irgendwie bemüht waren Werte wie Freundschaft, das Gute siegt, oder Familie zu zeigen. Inhalte, in denen wir zumindest sahen, wie echte Menschen sich unterhielten. Serien, die ein Fenster in die Welt waren.

Das hier hingegen ist als würde ich einem Kind einfach ein Haufen Kacke zum Essen hinstellen:

Dieses Video hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags 195.634.933 Aufrufe – innerhalb von 8 Monaten. Und nein, das ist kein Tippfehler. Und es gibt Tausende solcher Videos – eine kurze Suche zeigt eine wahre Flut.

Hoel schreibt:
For the first time in history developing brains are being fed choppy low-grade and cheaply-produced synthetic data created en masse by generative AI, instead of being fed with real human culture. No one knows the effects, and no one appears to care. 3

Und das wirklich Dramatische an der Sache ist: Niemanden scheint es zu interessieren.
Die Plattformen machen gute Klicks damit. Die Betreiber anscheinend gute Umsätze. Der Kapitalismus treibt und die Kultur hat ihm nichts entgegen zu setzen. Youtube hätte die Wahl pädagogisch minderwertige Videos mit AI Inhalten zu verbannen.

Die Social Plattformen fangen langsam an, AI Inhalte markieren zu wollen.
Dabei haben sie vor allem Angst wegen Deep Fake- und Propaganda-Inhalten. Das sind Gefahren getrieben von Politik und Kapital. Was KI uns kulturell antuen wird – jenseits der Frage, ob Kreative demnächst noch Arbeit haben – ist die andere Frage. Und wenn ich mir Youtube-Videos wie das oben anschaue, habe ich da wirklich eine gruselige Version unser aller Zukunft vor Augen …



Übersetzung der Zitate:
1Die Menge an KI-generierten Inhalten beginnt das Internet zu überschwemmen. Oder vielleicht sollte man besser sagen: verschmutzen.
2Leider sind die Menschen, die am meisten von generativer KI betroffen sind, diejenigen, die sich nicht wehren können. Denn sie wissen nicht einmal, was KI ist. Und doch haben wir sie im Stich gelassen, um in verschmutzten Informationsströmen zu schwimmen.
3Zum ersten Mal in der Geschichte werden die sich entwickelnden Gehirne mit abgehackten, minderwertigen und billig produzierten synthetischen Daten gefüttert, die massenhaft von generativer KI erzeugt werden, statt mit echter menschlicher Kultur. Niemand kennt die Auswirkungen, und es scheint niemanden zu interessieren.)


16 April 2024

Demokratie stirbt an der Paywall

Die Demokratie stirbt an der Paywall titelt der von mir durchaus geschätzte The Atlantic. Und packt den Artikel hinter der Überschrift hinter eine Paywall.

Mit Tools wie archive.md kann man derlei Artikel ja „spenden“ und der geneigte Leser sie abrufen: https://archive.md/ZmI2i – hier der Atlantic Artikel.

Und so sehr ich das Dilemma des Journalismus verstehe. Aber gerade dieser Artikel beweist einfach, wie absurd das alles gerade ist.

Dasd Problem existiert auch in Deutschland.
Und es ist zuletzt das, was Rechtspopulismus so erfolgreich macht. Wie titelte Stephan Pfeiffer vor ein paar Tagen: Propaganda ist kostenlos, gut recherchierte Information kostet – das Elend der Paywalls

Das fängt damit an, dass rechte Portale oft kostenfrei sind.
Es setzt sich vor allem da fort, wo Aufklärung angebracht wäre. AfD und Co. kübeln ihre Falschbehauptungen in alle Äther, und die Faktenchecks passieren hinter den Paywalls. Erst an diesem Wochenende wieder passiert mit dem unsäglichen „TV Duell“ zwischen CDU und AfD in Thüringen: Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD). Die Faktenchecks bei WELT: hinter der Paywall. Bei SPIEGEL: Hinter der Paywall. Zumindest im Redaktionsnetzwerk Deutschland und im FOCUS gibt es den Faktencheck frei; wobei man gerade im Online-Bereich sich die Frage stellen muss, auf welcher politischen Seite der Focus da agiert.

Klar, Abonnenten fängt man nur mit Themen die gesellschaftlich relevant sind.
Aber zwischen gesellschaftlich relevant und gesellschaftlich notwendig gibt es unterschiede. Und ähnlich wie Katastrophenlagen sollten politische Aussagen und Faktenchecks nicht hinter Paywalls verschwinden. Das zerstört Diskussionskultur und Faktenlagen. Und die zerstören demokratische Prozesse – und sei es nur der zur freien Meinungsbildung.
So muss auch die unsägliche Angewohnheit, Interviews mit amtierenden Ministern hinter Paywalls zu stecken und dann nur mit Fragmenten dafür in Presseaussendungen Werbung zu treiben, enden.

Nun.
Was ich eigentlich sagen wollte: Über den Atlantic-Artikel, der sich hinter einer Paywall über Paywalls ausläßt, musste ich heute herzlich lachen. Auch, wenn es eigentlich traurig ist.


15 April 2024

Blitzermarathon & Abzocke? Fahrt einfach normal, Ihr Idioten!

Ein Kommentar gerichtet an Menschen, die meinen der „Blitzermarathon“ sei Abzocke …

Dieser Text erschien ursprünglich am 10.10.2013 in meinem Auto-Weblog ‚autokarma‘. Er war damals ein Kommentar zum 1. großen Blitzermarathon in Deutschland. In der Woche vom 15. bis 19. April 2024 wiederholt sich die Aktion. Und scheinbar haben weder Autofahrer, noch Social Media Nutzer noch Medien irgendetwas gelernt in den letzten 11 Jahren. Ich veröffentliche den Text unverändert.

Der #Blitzermarathon der deutschen Polizei ist seit einigen Tagen das Thema unter deutschen Autofahrern. Aller Orten wird man mit Warnungen konfrontiert, an genau diesem Tag nur ja vorschriftsmäßig zu fahren. Schließlich seien Radarfallen Abzocke – vor allem, wenn sie so geballt auftreten!

All Ihr Autofahrer, die ihr euch über den geballten Radar- und Laser-Einsatz heute aufregt: “Schnauze, und fahrt ordentlich!”
Nicht nur heute, sondern 365 verkackte Tage im Jahr!

Ich habe genug von Menschen, die sich wegen Blitzern aufregen!

Wir sind hier im Blog unter uns, und können ja mal ehrlich sein: Natürlich gehöre ich auch zu jenen Autofahrern, die sich nicht immer an die ausgewiesene Geschwindigkeit halten. Steht ein 110 km/h auf der Autobahn, reize ich die von der deutschen Gesetzgebung großzügig eingeräumte, punktefreie Zone von 20 km/h plus durchaus auch gern aus. Und auf den Hauptstraßen deutscher Städte fahren sicherlich die wenigsten tatsächlich genau 50 km/h.
Interessanter Weise ist dieses Ausreizen aber auffällig vor allem in Deutschland zu beobachten. Und selbst als deutscher Autofahrer entdeckt man die Gelassenheit des vorschriftsmäßigen Fahrens, sobald man im Ausland unterwegs ist. Schließlich wird es dort in der Regel bei Übertritten teuer.

Ich habe einen einzigen Punkt in Flensburg. Weil mich vor rund fünf Monaten ein Blitzer auf der A7 kurz nach einem 120 km/h Schild mit 21 km/h zu viel erwischt hat.
Mist!
Bezahlen. Nachdenken. Abhaken.
Update 2024: Ich habe keinen einzigen Punkt in Flensburg.

Es gibt Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht umsonst. Und wir als Autofahrer haben zumeist überhaupt nicht den Einblick, ob diese an bestimmten Stellen nun gerechtfertigt sind oder nicht. Ginge man nach der Meinung der Autofahrer währen wohl 90 Prozent der Geschwindigkeitsbegrenzungen Unsinn.
Unabhängig von unserem subjektiven Empfinden allerdings: Wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung existiert, haben wir sie zu befolgen. Ende. Tun wir es nicht, werden wir unter Umständen bestraft. Und das verdammt noch einmal zu Recht!

Es ist kein bürgerliches Aufbegehren, wenn wir uns nicht an eine Begrenzung halten und statt dessen zu schnell fahren. Nein, das ist Dummheit, Selbstüberschätzung und Egozentrik.
Ich habe kein Verständnis für Menschen, die wegen des Bildes einer Radar”falle” (“Falle”, welch’ Wort schon) zum Anwalt rennen. Es besteht kein Diskussionsbedarf bei derlei Dingen. Fahrt ordentlich, schon wäre die Diskussion erledigt.

Blitzer und Laser mögen viele gern als Abzocke sehen. Aber diese Behauptung ist anmaßend. Fährt man vorschriftsmäßig wird man nicht geblitzt. Eine ganz einfaches und durchaus auch praktisch zu handhabendes Leitmotiv.

Funktioniert in anderen Ländern übrigens durchaus.
Kein Blitzer wird euch mit 3 km/h zu viel erwischen, den allein schon Tachovorlauf und Messtechniken können die im laufenden Verkehr kaum richtig ermitteln. Nicht umsonst gibt es prozentuale Abzüge. Nicht umsonst gibt es eine ziemlich großzügig ausgelegte Regelung, bevor es erste Punkte und empfindlich finanzielle Strafen gibt.

Ja, ich bin durchaus ein Verfechter des Blitzers.
Und das, obwohl ich Autofahrer bin. Und das, obwohl ich die freien Abschnitte deutscher Autobahnen nicht missen will. Und das, obwohl ich Geschwindigkeitsbegrenzungen zuweilen auslote.

Wir alle sind im Straßenverkehr keine Engel – das hat viele Gründe (Aktualisierte Studie von 2023). Aber man kann sich im Griff haben. Bin ich mit Testwagen unterwegs zum Beispiel, fahre ich natürlich wesentlich bewusster – und vorschriftsmäßig. Schließlich habe ich eine Verantwortung.

Und genau diese Verantwortung sollten wir alle nie vergessen, wenn wir unterwegs sind. Verantwortung und Respekt – mir selbst ebenso wie anderen gegenüber. Zur Verantwortung gehört auch: wer sich nicht an Regeln hält, hat die Konsequenz zu tragen. Und anschließend kein Recht, über die Konsequenz zu schimpfen.

Das hat übrigens nichts mit Obrigkeitshorsamkeit zu tun. Kommt man sich schlecht behandelt vor, oder denkt eine bestimmte Geschwindigkeitsregelung an einem Ort sei falsch gibt es demokratische Wege darauf aufmerksam zu machen. Eine Geschwindigkeitsvorschrift aber einfach aus Prinzip zu ignorieren, anschließend – so man erwischt wurde – laut fluchend von Abzocke zu reden und anwaltliche Schritte einzuleiten, gehört nicht dazu. Das ist dumm und dreist.

Blitzmarathon? Ja, gern. Denn dann haben wir mal einen Tag im Jahr, in dem wir das Thema kurz besprechen können.

Ich bin nicht dafür an jeder Ecke einen “Blitzer” aufzustellen. Ich bin dafür, dass wir als Autofahrer Verantwortung übernehmen. Und wer in eine Radar”falle” tappt, der sollte eben zu dieser Verantwortung stehen. Man nehme es als Ehrenschuld, zahle und reflektiere anschließend das eigene Verhalten – statt ‘Abzocke’ zu monieren. Oder noch einfacher: Fahrt einfach vorschriftsmäßig!

Welche Meinung habt ihr zum Thema Blitzer und Blitzmarathon – schreibt es in die Kommentare, ich bin gespannt!


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