26 April 2022

elon, mark und ihre ziele

[Elon Musk] mag zur ISS fliegen können und womöglich bald auch zum Mars. Die Lösung für ein gerechtes Internet wird Elon Musk dort nicht finden. Genauso wenig wie im Metaverse, an dem Mark Zuckerberg gerade arbeitet.
– Richard Gutjahr in einem Text zur Twitter-Übernahme von Musk

25 April 2022

elon kauft twitter

Nach ewigem Hin und Her kauft Elon Musk jetzt Twitter. Für 44 Milliarden.
Ich bin absolut kein Fan des Deals. Musk ist ein narzistisches Arschloch. Und Twitter ein Opfer dieses Narzismus. Das Risiko, dass sich seine 82 Millionen Fans jetzt der Plattform mit einem Selbstverständnis annehmen ist riesig. Bin echt gespannt. Insgesamt aber ob dieser Entwicklung vor allem besorgt, dass mein Lieblings-Social Network sehr anders wird.

Wie formuliert es TechCrunch gerade: Alright Elon, don’t fuck it up. Yeah, bitte.

24 April 2022

erik spieckermann über design und fahrräder

Über die Fahrrad-Manufaktur Urwahn bin ich vor einer Weile einmal zufällig per Instagram gestolpert. Ich fand den Rahmen einen echten Hingucker. Hinzu kommt: Für ein E-Bike ist das Design unheimlich schlank. Und dann war da nich der Fakt, dass die Dinger in meiner Heimat Thüringen aus dem 3D-Drucker kommen.

Nun stolperte ich über ein Interview mit Erik Spiekermann wieder über die Marke.
Und das nicht zufällig. Denn die Schrift-Ikone Spiekermann hat für Urwahn und den Design-Handel Magazin ein Bike designed. Dabei ist ein Design basierend auf dem so untypischen, schicken Rahmen des Urwahn „Platzhirsch“ entstanden.

Es ist übrigens nicht die erste Design-Kooperation Spiekermanns mit einem Radhersteller. 2021 gab es bereite ein von ihm gestaltetes Canyon.

In dem Interview gibt der Fahrrad-Fan Spiekermann dann so manchen Eindruck von Designprozess bis Einblick in die Fahrradkultur.

Für jeden ernsthaften Designer gibt es jetzt aber ja wohl kein Vorbeikommen mehr am thüringischen Fahrrad-Startup. Oder?

Ein wunderbares Zitat aus dem Interview will ich an dieser Stelle allerdings ablegen. Denn ich lebe mit dem Rad ebenfalls nach folgender Devise:

Ich fahre oft nicht auf dem Fahrradweg, weil die dort meist eine Katastrophe sind. Ich halte mich an die Regeln, aber nicht an alle, denn die sind immer noch sehr autospezifisch. Ich glaube, wir müssen uns daran gewöhnen, dass alle Verkehrsteilnehmer das gleiche Recht haben.
Erik Spiekermann, 75

wie künstler arbeiten

Big feature from the NY Times with how various artists work and what advice they might have for other artists, feat. Yo-Yo Ma, Saweetie, Tony Kushner, Jacqueline Woodson, Eileen Myles, Annette Bening, and many others.

23 April 2022

bücherliebe

Millionen von Büchern werden gekauft, ohne je gelesen zu werden. Doch das ist nicht unbedingt bedauerlich. Denn da ist ja noch der Zauber der eigenen Vorstellungskraft.

Zum Welttag des Buches schreibt Roland Schulz in der Süddeutschen die perfekte Entschuldigung für alle (wie mich), die gern mehr Bücher kaufen als sie lesen (können).

22 April 2022

klimastreikburnout

In „I Am Tired of Being Sustainable“ beschreibt Brooke LaMantia ihren ‚Burnout‘, der auf die Erkenntnis folgt, dass sie im Kampf gegen die Klimakatastrophe gegen Windmühlen rennt.

Ich kann das durchaus nachvollziehen. Umweltfreundlich zu leben ist angesagt und in manchen Aspekten vielleicht einfacher, aber am Ende ist es nach wie vor nicht so einfach, wie es sein könnte. Allein auf Plastik verzichten zu wollen wird einem als normaler Konsument im Supermarkt faktisch unmöglich gemacht. Dass Bio-Gurken dann in Folie gepackt wird, damit sie nicht mit den Pestiziden der Gurken aus konventionellem Anbau in Kontakt kommt, ist dann schon sowas wie ein Treppenwitz.

Ohne massives Eingreifen der Politik kommen wir nicht voran. In der VWL lernst du, dass der Konsument den Markt regelt. Das Problem ist allerdings ist, dass der Markt uns manipuliert und sich die wenigsten Konsumenten mit jedem Griff ins Regal nach der Klimabilanz fragen. Können wir auch gar nicht, dass überfordert den Einzelnen zwischen Job, Familie, Corona und Supermarkt irgendwann nämlich schlichtweg. Und Firmen werden sich immer nur so bewegen, wie es zwischen Markt, Politik und Wirtschaftlichkeit eben lohnt – kann man ihnen im Kapitalismus übrigens nicht mal vorwerfen.

Zum heutigen #EarthDay wird wieder betont, wie wichtig jedem Unternehmen die Klimaziele sind. Gleichzeitig wird aber von uns Konsumenten ein immenser Einsatz verlangt. Wir sollen uns aufs Fahrrad schwingen und in eine Infrastruktur begeben, die darauf nicht ausgelegt ist. Wir sollen auf Plastik verzichten in einer Warenwelt, die gar nicht auf Plastik verzichten darf. Wir sollen am Regal nicht auf grüne Blätter auf der Verpackung oder die vielen selbst ausgedachten Bio-Siegel reinfallen, nebenher noch auf Zucker, Kilokalorien und nicht verwendetes Palmöl achten.

Ich schiebe nicht alle Verantwortung auf die Politik. Aber die Politik kann nicht gebetsmühlenartig wiederholen, dass der Markt das regelt.

Und uns als Konsumenten kann man zum Earth Day eigentlich nur Mut zusprechen, und Kraft. Die Kraft „durchzuhalten“, nicht nachzulassen. Aber sich vielleicht im Leben auch mal eine Auszeit von der ganzen Awareness zu nehmen. Denn ja, wir müssen die Klimakatastrophe abschwächen (fürs stoppen ist es im Grunde ja dann doch schon zu spät), aber wir sind dafür nicht allein verantwortlich. Auch, wenn jeder ein bisschen beitragen kann. Und vielleicht ist es am Ende eben auch ein bisschen mit den kleinen Dingen getan: Strom sparen, statt Chia eher Leinsamen kaufen …

20 April 2022

170 km

Osterwoche. Zweimal vier Arbeitstage und zwischendrin Last-Minute-Änderungen für den Kampagnenstart vom Kunden. Bisschen was zu tun also. Aber trotzdem Zeit mein erstes sportliches Ziel des Jahres anzugehen: 170 Kilometer mit dem Fahrrad.

Das war im letzten Jahr einmal von Berlin nach Leipzig – meine längste Strecke. In diesem Jahr soll es die Vorbereitung für eine noch längere Reise sein. Statt von Berlin nach Hause ging es diesmal von Zuhause aus in die alte Heimat: von Leipzig nach Eisenberg, Jena, Naumburg. Auf den leeren Straßen zum Oster-Sonntag lief das wunderbar – und dazu schien die Sonne perfekt. Schöner hätte es nicht laufen können. Gut, weil die Sonnencreme dann nicht den ganzen Tag hielt hab ich etwas Sonnenbrand – wie ein Noob. Am Ende dann war ich gar schneller als auf der letzten Tour. Am

Ostermontag dann nochmal eine kleine Ausroll-Runde von 30 Kilometern gemacht. In den nächsten Tagen wird es bunt: 2x nach Berlin ins Office, 1x nach München – alte Freunde besuchen. Ich freue mich auf eine ereignisreiche Woche. Los geht’s.

Nebenbei bastle ich übrigens am neuen Blog. Fühlt sich an wie „damals“ in den goldenen Blog-Jahren 2000 bis 2006, denn es wird nicht mit Wordpress laufen …

18 April 2022

eintritt für in 150 jahren

Der Yellowstone National Park feiert seinen 150. Geburtstag und hat sich dazu etwas wunderbares ausgedacht: ein Erb-Pass. Das ist ein Jahrespass für $1.500 – allerdings wird er erst in 150 Jahren gültig.
Das so eingesammelte Geld geht in eine Stiftung, die sich um den Fortbestand des Yellowstone Parks kümmert.

16 April 2022

sev

Die Mobilitätswende sieht hier auf dem Dorf so aus: SEV zu Ostern, statt S-Bahn. Und weil auf der Bahn-Seite gar stand, dass der SEV auch ausfällt, bin ich heute halt meinen eigenen SEV gefahren: mit dem Rad nach Leipzig zum Frisör und zurück.
Gibt Schlimmeres. Vorglühen zum für morgen geplanten Ausflug, der mich auf 160 Kilometern von Naumburg nach Jena und meinen Heimatort Eisenberg zurück nach Hause führen soll. Wetter gut, mal sehen, wie sich das anfühlt … Damit wäre dann aber eines meiner sportlichen Ziele für 2022 erledigt.

15 April 2022

sanft und sorgfältig

Mit „Fest und Flauschig“ haben Jan Böhmermann und Olli Schultz den dienstältesten Spotify Originals Podcast.
Den Vorgänger „Sanft und Sorgfältig“ gab es im Radio – und davon hat jetzt jemand alle Episoden ins Netz gepackt – Hör-Nostalgie quasi.

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