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Fueling

Pünktlich zum Start der Tour de France (die ich ja langweiliger finde, als das derzeitige Race Across Germany, das startende Bright Midnight und bevorstehende TCR – alles Ultracycling Events) schreibt die ZEIT einen kleinen Artikel: Diese Nahrungsergänzungsmittel helfen Radsportlern (Geschenklink).

Darin nimmt man einmal die meistgenutzten Dinge unter die Lupe, die im Radsport-Bereich so hipp sind: Carbs (Kohlenhydrate), Koffein, Kreatin, Beta-Alanin, Natron und Nitrat.

Was nutze ich eigentlich so?

Kohlenhydrate sind der Treibstoff auf Touren schlechthin.
Sie sorgen dafür, dass das Motor läuft. Ich komme mit 80g auch über lange Ausfahrten super hin. Statt teurer Gels und Co. mische ich mir meine Verpflegung selbst: 44 g Maltodextrin + 36 g Fructose + ~1 g Salz ins Wasser, fertig. Die 80g pro Stunde. Damit kann ich dann wirklich quasi unendlich fahren.

Koffein gehört per Kaffee in meinen Alltag, ob das wirklich einen Effekt hätte – wohl nur, wenn ich mich müde fühle. Bisher habe ich aber keine Erfahrung gemacht.

Kreatin nehme ich tatsächlich seit einiger Zeit – 5 Gramm pro Tag. Und stelle zumindest subjektiv fest, dass mir kurze, rasche Antritte seitdem leichter fallen.

Beta-Alanin und Natron … nein. Der ZEIT Artikel verbannt die zwei Dinge eher in das "wenn man noch zwei Prozent Leistung rauskitzeln will"-Lager.

Nitrat – in Form von Sauerkirsch- oder Rote Beete-Saft – ist der neue Hype im Radsport-Game. Die ZEIT schreibt: Hobby-Radfahrer, zeigten Studien, profitieren mehr vom Rote-Beete-Saft als Profis. Scheint, als hätte ich da noch was für die Liste. 😂

»Die meisten Hobby-Radfahrer haben mehr davon, Training, Schlaf und die sonstige Ernährung zu verbessern«, zitiert die ZEIT den Ernährungsberater Podlogar. Und ich würde zustimmen, außer beim Thema Kohlenhydrate. Wer auf eine Tour über mehr als zwei Stunden geht ohne einen Blick auf die zu werfen, macht sich das Leben selbst unnötig schwerer.

Neben den fett gedruckten Sachen oben nehme ich zudem noch zu mir:

Kollagen I und II – weniger für meine Haut als für Knorbel (dafür das Kollagen II). Die wissenschaftliche Evidenz ist uneins, soweit ich das lese. Aber ich bilde mir zumindest ein, dass es einen kleinen Effekt auf meine Knie hat.

Zudem – natürlichProteinpulver. Nicht täglich, aber vor allem nach sportlichen Belastungen. Soweit ich es überblicke sind Proteine grundsätzlich nicht falsch, ich nutze das Pulver vor allem nach dem Training (also nicht täglich) und habe den Eindruck, es hilft mir Muskelkater zu vermeiden.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Nahrungsergänzungsmittel in den letzten Jahren massiv den Werbedruck anziehen. Das Versprechen, mit 15 Pillen am Tag dem Ziel des langen gesunden Lebens nahe zu sein, zieht.

Man sollte dabei hinterfragen. Was schadet, was hilft, wo kann man überdosieren. Ich habe mich mit den Dingen, die ich einwerfe recht lang beschäftigt. Vitamin D oder anderes nehme ich beispielsweise absichtlich nicht. Im Herbst geht es sowieso mal zum Hausarzt um das große Blutbild mit Markern zu Gesundheit, Prostata und Co. zu machen. Und dann schauen wir mal, ob ich vielleicht doch noch Testosteron, Zink, Magnesium, Vitamin D oder sonstwas brauche um im Alter durch den Tag zu kommen…

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