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· 2 min. Lesezeit

Jens.

Jens Spahn tritt (endlich) zurück. Gestolpert ist er nicht, weil er Steuerzahler Milliarden gekostet hat – sondern wegen des Nachwuchses. Bei Schwulen, die Kinder aus den USA adoptieren hört der Zusammenhalt der CDU dann doch auf …

Du kannst neben deinem politischen Amt eine Lobby-Beratung führen. Milliarden Steuergelder versenken. Eine Immobilie kaufen, bei der fraglich bleibt, wo das Geld herkommt. Ein Spendendinner durchführen, während der Rest der Republik im Corona-Lockdown hockt. Mit Peter Thiel klüngeln. Die Wahl eines Bundesrichters versauen und damit Karrieren ruinieren. Alles mit Rückendeckung von Partei und Kanzler. Aber wenn du als schwuler Mann ein Baby adoptierst, dass du von einer US-amerikanischen Leihmutter bekommst, dann musst du gehen.

In einem öffentlichen Amt musst du dich an Entscheidungen messen lassen.
Wenn du gegen Leihmutterschaft stimmst, nur um dir dann mit Geld trotzdem über Leihmutterschaft im Ausland ein Baby zu „besorgen“, dann fällst du zurecht über diese Entscheidung.

Jens Spahn geht nun also. Nachdem Kanzler Friedrich Merz ihm dies nahegelegt hat.
Der Kanzler scheint besorgt, dass ihm Spahn vor der Sommerpause ein ähnliches Debakel hinterlässt, wie 2025. Spahn scheint eher daran gelegen gewesen zu sein, das Thema bis in den September auszusitzen.

Ich mache mir keine Sorgen um Jens.
Er wird weich fallen. Ins Lobbynetzwerk von Peter Thiel.
Das ist am Ende sogar lukrativer als wenn er Kanzler geworden wäre. Wobei für jemanden, der heute 46 Jahre alt ist, auch das nicht unmöglich ist. Friedrich Merz hat auch mehr als 30 Jahre gebraucht, um der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten zu werden. Schlagzeilen, Millionenvermögen und eine seltsame Auffassung von Empathie hat da auch nicht weiter gestört, um gewählt zu werden.

Man muss sich fragen, wieso Jens Spahn überhaupt Fraktionsvorsitzender werden durfte. Jetzt ist er weg. Vorerst.
Mal sehen wie lange. So ein Leitartikel ist schnell geschrieben lassen. Die politische Bühne braucht heute niemand mehr, um Politik zu beeinflussen oder seine Meinung zu sagen. Podcast, ick hör dir trapsen. Bei Ben und Co. lässt es sich als parteiloser sowieso viel einfacher gegen die Elite, woke Linke und all den Rest hetzen. Wieso nicht Guttenberg und Spahn, Bro?

Bis bald, Jens.
Ich hoffe aber, du nimmst dir jetzt ein paar Tage Zeit.
Nicht zum reflektieren. Das ist ja sowieso nicht unbedingt dein Ding (Geschenklink). Nein, für‘s Kind. Um so ein Neugeborenes muss sich gekümmert werden. Da kann dein Partner es gut brauchen, dass du jetzt auch nach der Sommerpause vielleicht die ein oder andere Stunde mehr hast. Telefonate mit den USA finden ja sowieso meist eher Abends statt.

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