Jegliches hat seine Zeit, singen die Ost-Rock-Legenden Puhdys (erstmals 1973). Und so ist es nicht nur im Leben, sondern auch im Bloggen.


Deshalb schließt nach 12 Jahren das Weblog medienrauschen sein digitalen Tore. Gegründet am 01. Juli 2004 – zwei Jahre, bevor es „Weblog“ in den Duden schaffte – war es ein echtes Abenteuer.


Rückblick auf medienrauschen


Gemeinsam mit tollen Autoren wie Daniel Fiene, Daniel Große, Johannes Mirus, Igor Schwarzmann sowie dem unvergessenen Jörg-Olaf Schäfers habe ich in den ersten Jahren die deutsche Medienlandschaft auf medienrauschen begleitet – mit viel Freude, böser Zunge und sich daraus ergebenden tollen Gesprächen.
Nach einigen Jahren gründete ich meine kleine Agentur medienrauschen aus dem Weblog heraus und schrieb fortan allein – über Social Media, digitale Kommunikation und dieses Internet im Allgemeinen.


Es war eine tolle Zeit. Wir gewannen 2004 direkt den Jurypreis bei den Weblog Awards der Deutschen Welle. Gehörten über Jahre zu den erfolgreichsten Weblogs Deutschlands. Und selbst, als es das großartige Autorenteam dann nach einigen Jahren zu anderen Projekten trieb und ich allein weiter schrieb erreichte medienrauschen stets einige hunderte Leser. Am Ende bleiben zum Beispiel 10.500 Twitter-Follower, die keine schlechte Zahl sind, wenn man Erfolg messen mag.


2016 markiert nun jedoch das Ende des Weblogs.
Für mich ist es eine Konsultation, deren Entscheidung ich mir nicht leicht gemacht habe. Doch in den vergangenen Monaten hat sich vieles für mich verändert: Nach 11 Jahren endet meine Selbständigkeit und ich widme mich neuen Herausforderungen. Ich bleibe meinem Bereich Social Media und Content Marketing treu. Bisher jedoch ließ mir die Selbständigkeit so manche Freiheit, die ich nun anders definieren muss. Das liegt nicht primär an den tollen Kollegen meiner neuen beruflichen Heimat TLGG, sondern am Faktor Zeit.


12 Jahre sind eine verdammt lange Zeit.
Vielen Dank an alle, die an dieser Dekade plus 2 Jahre als Autoren, Leser, Unterstützer und Gesprächspartner dabei waren.


Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu’n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau’n,
Leben und sterben und Streit.


28. Dezember 2016