popkultur ist tot?

Die Popkultur ist tot deklariert Dazed jüngst in einem Artikel.
Ich bin mir nicht sicher. Wenn man die Hypes um Stranger Things oder die absurden Memes um Morbius anschaut, kommt man zu einem anderen Ergebnis. Allerdings: Popkultur ist schon lang nicht mehr so nachhaltig und konzentriert wie früher. Das liegt nicht an Aufmerksamkeitsspannen, sondern der Zersplitterung von Plattformen.

Niemand steuert mehr, was Popkultur ist. Niemand hat mehr eine Hoheit. Internet User ‚entscheiden sich zunehmend für hausgemachte Inhalte in Form von Twitch-Streams, Podcasts und Substacks. Online-Gemeinschaften oder mimetische Netzwerke […] gedeihen über eine Reihe von Plattformen, Hashtags und Threads. Diese Verbreitung ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Menschen zunehmend bereit sind, für unabhängig produzierte digitale Inhalte zu bezahlen, aber auch auf die parasozialen Beziehungen, die die Menschen in den sozialen Medien pflegen, wo Künstler:innen, Autor:innen von Inhalten auf Discord-Servern direkt mit ihrer Fangemeinde kommunizieren“, ist der eigentliche Wandel.

Wenn alle Sender und Empfänger zugleich sind, jeder mit dem eigenen Drang den passenden Inhalt zu finden oder zu erstellen, dann entstehen aus diesen individuellen Bedürfnissen massiv viele Nischen. Diese zu finden, die passgenauen Kanäle zu finden und authentisch zu bespielen ist für Creator wie auch Marken die Herausforderung der kommenden Jahre.

Ein Inhalt für alle Plattformen war noch nie die passende Lösung. In Zukunft wird die Zersplitterung und passgenaue Produktion von Inhalten jedoch weiter zunehmen und insbesondere Firmen vor dicke Herausforderungen bei der Produktion stellen.


Text vom: 15.08.2022, 11:24 Uhr / Letzte Aktualisierung: 15.08.2022, 11:25 Uhr

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