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Die Zukunft der Jobsuche

At age 59, now 60, I was made made redundant nine months ago because, as I was told, AI can now do my job as a writer (former print journo) and comms specialist. In the past nine months, I’ve been unable to find a job, and I’ve applied for everything – supermarkets, petrol stations, call centres. Anything that will mean I can keep a roof over my head. I can’t even hand my CV to anyone (I’ve tried). You now have to go through online AI questionnaires that, for reasons I cannot fathom, keep telling me I’m the life of the party and love to be the centre of attention. I’m an introvert – nothing could be further from the truth. I’m quiet, respectful, incredibly hardworking and 100% committed to doing the best I can. But I can’t land a job. It’s soul-destroying. I’m close to being homeless. So yeah, this is not a future issue, it’s a clear and present now issue. And it’s only going to snowball. People like me are the canaries in the coal mines.

Diesen beklemmenden Kommentar eines 60-jährigen auf Jobsuche bei Johannes gelesen, darüber wie KI ihn wegfiltert und Zugänglichkeiten zu Menschen wegfiltert. Als Introvertierter hast du es auf dem Jobmarkt sowieso nicht leicht, wenn dann aber auch noch ggf. überqualifiziert ist und deine durch KI vorab ermittelten 16 Personalities, Big 5, CliftonStrengths und Myers-Briggs-Facetten erzählen, dass du introvertierter Logiker bist, wird es wohl in Zukunft wirklich schwerer …

Derweil redet unsere Politik über Vollbeschäftigung, statt mal ihren Blick darauf zu werfen, wie wir Roboter- und KI-Arbeit mit Steuern und Sozialarbeit belegen müssten, wenn sie hier langsam Jobs ersetzt und Menschen aktiv davon abhält, an Jobs zu kommen. Auch mit Blick auf den Vermittlungsdruck, den man über das neue Bürgergeld jetzt ja aufbauen will: Es sind nicht genug Jobs vorhanden und gleichzeitig blockiert die KI dich weg, weil du nicht in bestimmte Spezifika passt – selbst, wenn du dich ändern willst, sagt dein Profil ohne Gespräch und Begründung eben etwas aus, dass ggf. einen Bias der KI triggert.

Wie in allem Digitalen wird das noch spannend, weil die Politik insbesondere mit der KI-Welle nicht mehr mithalten kann.

Fiel mir auch im Wahlkampf in Baden-Württemberg jetzt auf. Am Abend der Ergebnisverkündung steht der AfD-Mann dann beim ZDF und redet darüber, dass die Industriejobs in BaWü wegfallen und die AfD da hätte was gegen machen können.
Die beiden CDU- und Grünen-Männer stehen daneben und nicken, "das werden wir anpacken!", sagen sie.
Und verdrängen, dass Deutschland sich ggf. davon verabschieden muss, überhaupt sinnvolle Industriejobs zu haben. Deutschland ist keine Werkbank mehr. Können wir uns überhaupt nicht leisten. Nur zur agilen Denkfabrik baut uns die Politik gerade auch nicht um – das ist das Problem, nicht die wegfallenden Maschienenbauer-Jobs in der Automobilbranche.

Wo war ich?
Ach, KI Filter im Bewerbungsprozess? Ja, sind Scheiße. Sollte mal jemand was gegen tun.

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