Cursor Drifter ist ein kleines Spiel, das sehr viel Spaß macht: du steuerst ein Micro Machines-Auto per Cursor über einen Track und musst Zeiten von 5 bis 10 Sekunden unterbieten. So einfach, so schön.
6. März 2025
Musk: Empathie als Schwäche
Elon Musk meint, die „fundamental weakness of Western civilization is empathy". Charles Darwin – ihr wisst, der Typ, der sich mit Evolution auseinandergesetzt hat – hat hingegen nachgewiesen, dass wir uns ohne Empathie nie zu einer Gesellschaft entwickelt hätten. Aber was weiß Darwin schon?
Aber klar, Typen wie Trump und Musk fehlt jegliche Empathie und sie sind erfolgreich. Wie könnte ihr Schluss auch anders lauten? Dabei ist gerade die fehlende Empathie, was die ganze Situation seit 2016 im Grunde so zum Eskalieren brachte. Während Corona die Maske zu verweigern hatte nie etwas mit Freiheit sondern mit fehlender Empathie und massivem Egoismus zu tun.
5. März 2025
Das ewige Hin und Her um das sogenannte "Verbrenner-Aus"
Rückwärts immer, vorwärts nimmer.
Die EU will das "Verbrenner-Aus" zu 2035 jetzt früher prüfen als eigentlich anvisiert. So sieht das aus, wenn die neue konservative Regierung in Deutschland genug Druck auf Parteimitglied und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ausübt. Die war sich bei der Ankündigung der Überprüfung – im ursprünglichen Gesetz erst für 2026 vorgesehen – nicht zu blöde, zu betonen, man wolle das Gesetz "technologieoffen" prüfen.
Die Betonung ist eigentlich vollkommener Quatsch. Denn das in Deutschland oft als "Verbrenner-Verbot" titulierte Gesetz ist bereits technologieoffen. Es schreibt lediglich vor, dass Neuzulassungen ab 2035 "lokal emissionsfrei" fahren müssen – Biosprit und selbst irgendwo produzierter Wasserstoff wären als durchaus denkbar und könnten verbrannt werden. Dummerweise kostet das halt nur ordentlich und ist beides nicht sinnvoll als Massenprodukt wie Benzin herzustellen. Wichtiger aber – in dem aufgeheizten Diskurs –: Bestandsfahrzeuge sind vom "Verbot" ausgenommen. Sprich: vorhandene Verbrenner darf das Volk noch ewig weiter fahren.
Die ganze Show ist natürlich ein bisschen Populismus. Zum anderen ist es halt auch so: Die deutsche Autowirtschaft wird auch über das Jahr 2035 Verbrenner bauen; weil im Rest der Welt – außerhalb von China und Europa – der Verkauf munter weiter geht. Natürlich wissen die Autobauer auch, dass sie um die Elektrifizierung ihrer Flotten nicht umhinkommen. Nicht zuletzt, weil sie mit 30% ihres Absatzes an China hängen und mit den voll auf Elektro setzenden chinesischen Herstellern Schritt halten müssen. Auf der anderen Seite importieren die chinesischen Hersteller jedoch nur einen minimalen Anteil an Verbrenner-Fahrzeugen, sprich: durch den Verbrenner haben die europäischen Hersteller noch einen Heimvorteil vor den Chinesen. Quasi: Heimvorteil durch Umweltverschmutzung.
Daher also weht der Wind. Und daher, dass Konservative Ottos und Helgas eben an ihren kleinen Viertaktern hängen, auch wenn ein Elektroauto keinerlei Komforteinbußen für sie mitbringen würde …
Naja. Schauen wir mal, was wird. Im Moment jedenfalls ist die ewige Diskussion um das "Verbrenner-Aus" etwas, das eigentlich weder Industrie noch Verbraucher brauchen – weil es auf beiden Seiten statt Fakten wieder Unsicherheiten schafft. Und was wir man schon im VWL-Basiskurs lernt ist, dass keiner dieser beiden Seiten für Investitionen eines mag: Unsicherheiten.
#WMDEDGT am 5. März
Was mach‘ ich denn den ganzen Tag? An jedem fünften Tag eines Monats blogge ich, als wäre das hier ein Tagebuch.
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Während sich Donald Trump mit seiner 1. Rede vor dem Kongress als König der Vereinigten Staaten durch die Realität lügt, scheint nach 8 Wochen des entsetzten Zusehens auch die amerikanische Bevölkerung langsam zu erwachen. Und so tut es die Blogwelt: Nach Kottke.org schwenkt jetzt auch Techdirt um und berichtet nicht mehr über Spaß und Tech, sondern die autokratische Bro-Dynastie, die sich da in den USA gerade an der Demokratie vergeht.
4. März 2025
Warum du ChatGPT nicht als Suche nutzen solltest
Immer mehr Menschen lieben ChatGPT – vor allem auch als Antwort-Maschine. Gerade wenn es jedoch darum geht, Fakten zu recherchieren sind ein Large Language Modell wie ChatGPT oder Claude.Ai nicht vertrauenswürdig.
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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur macht einen Teil ihres Fotoarchivs digital zugänglich: 65.000 historische Aufnahmen, die ost- wie westdeutsche Fotografen gemacht haben. Für die nicht-kommerzielle Nutzung sind die Bilder zudem kostenfrei.

Zurückrudern mit Friedrich Merz
„Die Aufgabe erfordert eine Führungspersönlichkeit mit einer Vision für die Zukunft. Leider ist das nicht Herr Merz. Mit seinem Engagement für Steuererleichterungen für Wohlhabende, strengeren Beschränkungen für Migranten und Kürzungen für Sozialhilfeempfänger ist er eine rückwärtsgewandte Figur. Sein Programm läuft darauf hinaus, die Uhr zurückzudrehen in eine Zeit, in der sich das Land auf billige Energie und reichhaltige Exporte verlassen konnte, um sich auf der Weltbühne zu behaupten. Heute braucht Deutschland dringend einen Wandel. Stattdessen bekommt es Herrn Merz: einen Mann von gestern, mit den Ideen von gestern.“, schreibt Lukas Hermsmeier zutreffend in der New York Times über Friedrich Merz.
Und es ist genau das, was mich seit Jahr und Tag an Merz stört.
Über die vollkommene Abwesenheit einer politischen Vision habe ich mich ja schon in den letzten beiden Bundestagswahlkämpfen beschwert. Olaf Scholz immerhin stand für "weitermachen" nach der Ära Angela Merkel. Friedrich Merz, der eigentlich nur Kanzler werden wollte, weil sein gekränktes Ego das eben verlangte, fehlt es an allem: Kompetenz, Führungsqualität, Vision und dem Willen zur Veränderung. Merz will zurück. Zurück zum Zwei-Geschlechter-Weltbild. Zurück zu Atomstrom. Zurück zum Verbrennermotor. Zurück zur Ölheizung. Zurück zu Briefen mit Füllfederhalter.
Zurück passt aber nicht nur ins Denk-, sondern auch ins Aktionsmuster von Merz.
Er gehört zu den Menschen, die Dinge auf einer Bühne einfach mal sagen. Keine Ahnung ob aus Unbedachtheit oder Kalkül. Und wenn dann Gegenwind kommt, rudert man eben zurück – ungezählte Treffer gibt es bei Google zu "Merz rudert zurück" - bei Gesagtem zu quasi allen Themen: Wasserstoff, Stahl, Rente, Frauen, Linken und Grünen, Rechten, Steuern, Schwulen, …
Friedrich Merz, der Ruderer. Halt nur in die verkehrte Richtung. Immer.
2. März 2025
Ach kommt … wir legen jetzt einfach den Schalter um, damit das hier endlich mal losgeht – wer Fehler findet ignoriere sie einfach. Hiermit zieht das Blog nach ein paar Jahren mit Textpattern auf ClassicPress um. Der Rest dann am lebenden Objekt, sozusagen. Better Done Than Perfect.
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28. Februar 2025
Sensationelle Live-Interpretation von David Bowies 'Heroes' von Peter Gabriel, live in Verona 2010.