Eine Million Euro für die linken Socken
Am bundesweiten 'Holocaust-Gedenktag' warnt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU vor dem zunehmenden politischen Extremismus – von links. "Wir rüsten auf im Kampf gegen den Linksextremismus", sagt er und will Behörden weitere Befugnisse geben.
Dobrindt sieht sich in der Notwendigkeit für diesen Kampf durch den Brandanschlag in Berlin mit tagelangem Stromausfall bestärkt. Er sieht darin einen linksterroristischen Anschlag – und scheint nach wie vor als einzigen Hinweis darauf ein fragwürdiges Bekennerschreiben zu haben. Oder wie kann man anders interpretieren, dass er die aberwitzige Summe von einer Million Euro für Hinweise auf die sogenannte "Vulkangruppe" auslobt – ziemlich vergleichlos, tatsächlich.
Die Bundesregierung versucht also Linksextreme jetzt mit viel Geld zu locken und sagt tatsächlich, Rechtsextreme seien bereit für weniger Geld zu reden.
Mal zum Vergleich: Am Ende der Ermittlungen zur NSU wurde die Summe für Hinweise von 30.000 auf 300.000 Euro erhöht.
… vielleicht liegt die höhere Summe einfach auch daran, dass es deutlich mehr rechtsextreme Taten gibt und man das Geld da breiter aufteilen muss. Über Rechtsextremismus schweigt Dobrindt immer gern. Er könnte auch einfach grundsätzlich von "Extremismus" reden, aber mit "gegen Links" könnte man eben noch eher beim AfD-Publikum punkten …
Was soll man von einem CSU-Innenminister, der so drauf ist wie Dobrindt, auch anderes erwarten. Fehlt nur, dass sich die Union mit Trumpisten verbrüdert. Der kämpft auch vehement und ebenso vergeblich gegen die Antifa. (so geil)