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· 2 min. Lesezeit

Ulrich mag überhaupt nicht

„Eine Stimme mehr ist mir ein bisschen wackelig. Ich brauche eine stabile Mehrheit“

sagt der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vier Tage vor der Wahl am Sonntag in Sachsen-Anhalt.

Wird kein AfD-Wähler hier lesen. Wird AfD-Wähler wahrscheinlich nicht mal zum Nachdenken bringen.
Aber wer sein Kreuz wirklich bei der AfD macht sollte sich dann eigentlich schon mal fragen. Denn diese Worte offenbaren, dass Siegmund überhaupt nicht daran interessiert ist zu regieren. Weil er genau weiß, dass die Opferrolle viel besser ist als die in Verantwortung.

Weil er bei einer Koalition aus CDU, SPD und GRÜNE, die von der LINKEN geduldet ist (Merz setzt LINKE und Faschisten ja noch immer gleich), sich viel besser verkaufen kann, als wenn er wirklich den Ministerpräsidenten geben müsste.

Hinzu kommt: Wenn ein Ministerpräsident so wenig Vertrauen in seine eigene Fraktion hat, das ihm eine Stimme mehr nicht reicht, sagt das viel über den inneren Zusammenhalt der AfD aus …

Meinen Wahlzettel habe ich vorgestern bei der Gemeinde eingeworfen. Und antifaschistisch gewählt. Aus Überzeugung. Und Verpflichtung.

Ansonsten halte ich es mit Dr. Kristina Hitzfeld und den anderen, die hier im Spiegel (archive.md) erzählen, wie sie zwischen Verzweiflung und Nicht-Aufgeben pendeln: „Allein dass ich in Sachsen-Anhalt bleibe, ist ein Akt des Widerstandes“, sagt Hitzfeld. Und ich schließe mich an. Man kann die Demokratie nicht aufgeben, nur weil 40 % meinen eine gesichert rechtsextreme Partei wählen zu müssen.

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