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Virtual Reality ist schon seit 1992 tot

Meta stellt seine Metaverse-Welt Horizon ein

Sind wir mal ehrlich: Virtual Reality war schon tot, lange bevor Mark Zuckerberg meinte, es werde das nächste große Ding. Spätestens seit der Verfilmung von Stephen Kings "Rasenmähermann" von 1992 kann doch niemand mehr ernsthaft ans Metaverse geglaubt haben? Ok, vielleicht ist Mark einfach zu jung … Zum Zeitpunkt, als Pierce Brosnan in der sagenhaft schlechten Kinoversion zu sehen war, war Mark gerade einmal 8 Jahre.

Trotzdem hielt es Mark für eine gute Idee, seinen ganzen Konzern im Hoch der Corona-Pandemie in "Meta" umzubenennen und "all-in" zu gehen. Mir stellt sich die Frage: Wenn er morgens am Firmenschild vorbeigeht, ist ihm das peinlich oder spürt man mit 222 Mrd. US-$ Vermögen sowas wie Peinlichkeit und Scham sowieso nicht mehr?

Egal. Wahrscheinlich.
Meta jedenfalls begräbt das Verse. Und vielleicht hofft tatsächlich irgendwo ein kleiner Teil in Mark, dass man ihn darauf nie wieder anspricht. Oder – und das halte ich eigentlich für wahrscheinlicher – ihn interessiert sein Gewäsch vom Metaverse ebenso wenig wie seine Aussagen zu Privacy, Post-Privacy und anderen Themen. Auch ein Genie darf sich im Selbstverständnis sicherlich das ein oder andere Mal irren.

Nicht umsonst ist das Motto bei Meta ja "Move fast and break things". Diesmal brach die eigene kleine, virtuelle Welt.

( Dieses ist meine Einleitung zur morgigen Ausgabe meines Social Media Newsletters )

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