Visionen sind wenig greifbar, oft anstrengend, nicht direkt umsetzbar – aber fundamental wichtig.
… schreiben Carline Mohr und Bob Blume im aktuellen Newsletter, in dem sie sich (zurecht, verdammt!) über die vollkommene Plan- und Ideenlosigkeit der Bildungspolitik in Deutschland auf das PISA-Ergebnis aufregen.
Visionen (schrieb ich ja schonmal) – sowohl politische, wie auch gesellschaftliche – fehlen in Deutschland vollständig.
Statt Vision gibt es aktuell nur Depression. Und dann wundert man sich, wenn Faschisten gewinnen.
Leander schrieb neulich auf Threads so wunderbar:
Bei uns damals: Wende, Ende der Geschichte und Zukunft voller Optimismus.
Bei den Kids heute: stetig beschworener Weltuntergang wegen AfD, Krieg, Klimawandel und KI.
Bin dankbar, die gute Stimmung erlebt zu haben. Bisschen mehr Optimismus täte uns heute aber auch wieder gut.
Ja.
Man hält sich gern an Helmut Schmidts Satz fest: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen” und blendet dabei aus, dass Schmidt mit dem Zitat gegen seinen parteiinternen Gegner Willy Brandt und dessen Vision des „Wandels durch Annäherung“ schoss. Er hielt Brandt für einen Träumer. Die Geschichte lehrte etwas anderes und zeugt davon, dass der Visionär Brandt nicht falsch lag.
Jeder Coach erklärt dir, du sollst ein Visionboard erstellen. Ich würd‘ gern mal das von Friedrich Merz, Katharina Reiche und Katrin Prien für Deutschland sehen.