Es gibt 27 Trappenarten auf der Welt. In Deutschland kümmert man sich vor allem um Großtrappen („sie gehören mit bis zu 16 kg zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt“). Sie haben nur in der DDR überlebt. […] Zwar gibt es auch heute noch keine Großtrappen in Westdeutschland (sie werden schon wissen, warum), aber auf dem Territorium der DDR leben laut „Förderverein Großtrappenschutz e. V.“ nun 302 Großtrappen.
Mehr als 200 Beiträge sind dieses Jahr in meinem kleinen Weblog bereits entstanden – so viel wie seit 2008 schon nicht mehr. Das ist schon etwas …
Die letzten beiden Jahre war ich schon fleißiger als in den 9 Jahren davor, aber dieses Jahr scheine ich richtig im Rausch. Noch immer kein Vergleich zu dem, was Bloggen vor der Erfindung von Twitter war. 2003 schrieb ich satte 861 Beiträge im Blog. Mit den Jahren nahm die Zahl dann kontinuierlich ab. Zum einen, weil es Twitter gab. Zum anderen, weil ich beruflich immer mehr in die Tasten griff – für Kunden-Blogs von BMW zur Leipziger Messe bis hin zu den Netzpiloten; mal ganz abgesehen von eigenen Projekten wie Medienrauschen und dem Autoblog Autokarma.
Die Leserzahlen meiner kleinen Banalitäten hier kommen bei Weitem nicht an das heran, was ich durchschnittlich mit meinen Posts auf Threads erreiche, von denen von vor 20 Jahren ganz abgesehen. Aber darum geht es hier am Ende nicht. Mit manchen Posts erreiche ich ein bisschen Aufmerksamkeit; andere dienen dem reinen Seelenheil.
Die Zeiten, in denen mir Suchmaschinen-Traffic oder irgendeine Optimierung für dieses private Kleinod hier wichtig waren, sind längst vorbei. Dafür hat es in fast 24 Jahren schon zu viel gesehen …
Twitter hat mein Blog kaputt gemacht. X hat es wieder geheilt.
Am Ende hat Elon also durchaus etwas Positives geschafft.
„Im Harz sind mittlerweile zwei Drittel der Fichten abgestorben. Insgesamt sind […] rund 21.000 Hektar Wald im Harz kahl“, schreibt der mdr im Februar 2023. Den überwiegenden Flächenverlust rechnet man dem Borkenkäfer und dem Klimawandel zu. Zwar erholt sich der Wald – vor allem weil man die massiven Verluste an Fichten durch Mischwald ersetzt –, auf Jahrzehnte dürften die Flächen aber noch eher „Buschlandschaft“ bleiben, weil Bäume nun mal vor allem eines brauchen: Wasser und Zeit.
Das ZDF hat Jana Kesenheimer und Joschka Völkel beim Ultracycling-Event ‚Transcontinental Race‘ begleitet. 4.000 km auf dem Fahrrad, allein. Die Doku geht weniger um Vorbereitung und Training, als um die beiden Menschen. Macht richtig Bock diese Herausforderung selbst anzugehen …
Ich bin in der DDR geboren. Deshalb bin ich noch kein Ossi.
Das schrieb ich vor 10 Jahren in mein Blog. Und fühle noch immer so.
Was sich geändert hat: ich glaube, dass doch ein paar damals geborene noch immer nicht verstanden haben, wie Demokratie geht und was sie daran haben.
35 Jahre ist der Mauerfall bald her.
Und noch nie zuvor war ich in einem Jahr mehrfach so erschrocken vor dem, was aus Menschen die unter gleichen Bedingungen aufwuchsen wie ich, geworden ist. Menschen, die vor allem „gegen“ sind – gegen Freiheit, Liebe, Ausländer, Arme, Demokratie, Klimaschutz, die Selbstbestimmung von Menschen und ganzen Staaten (Ukraine).
Viele Radfahrende halten sich auf Straßen sehr weit rechts – oftmals zu weit, denn damit „ermutigen“ sie Autofahrende zum engen überholen. Insbesondere auf engeren Straßen oder viel Gegenverkehr orientiere ich mich eher Richtung Mitte der Straße bzw. Mitte meiner Spur.
Das mag manchen Autofahrer stören, der mich dann hupend überholt – aber ich werde lieber angehupt als deutlich zu eng überholt.
Dass das okay ist, hat neulich das Amtsgericht Dresden bestätigt.
Nicht ganz rechts am Fahrbahnrand zu radeln, kann völlig legitim sein, stellt das Gericht fest – und sieht einen sich genötigt gefühlten Autofahrer nicht im Recht.
Das Rechtsfahrgebot lässt Verkehrsteilnehmern Beurteilungsspielraum, solange sie sich so weit rechts halten, wie es im Straßenverkehr „vernünftig“ ist, urteilt das Gericht. Dabei sollte man Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand zu halten, der eigene Pendelbewegungen und sich am Rand sammelnden Dreck meidet ist also vollkommen legitim. Wichtig dabei: am Überholen darf man niemanden hindern, wohl aber sich um die eigene Sicherheit sorgen.
In seiner Foto-Serie „They don’t look like me“ porträtiert der Fotograf Niccolò Rastrelli Cosplayer in ihren Outfits im elterlichen Haus mit ihren Eltern daneben. Wunderbar dieser Kontrast. Im Interview mit der arte-Sendung Twist meinte Rastrelli, Cosplayer zum mitmachen zu finden war gar kein Problem – deren Eltern schon mehr.
Christoph Krachten ist der „Ur-Papa“ der deutschen Youtube Szene – er war der Erste, ohne ihn wären Namen wie Y-Titty, Freshtorge, LeFloid oder Unge weniger groß als sie es heute sind. In seinem neusten Video setzt sich Aaron Troschke ins Wohnzimmer von Krachten und schwelgt einmal in den Erinnerung von einst – dem Aufstieg, Fall und Nachwirken von Mediakraft.
Emma ist eine virtuelle Travel-Influencerin. Sie lebt in einem KI-generierten Abbild von Deutschland und soll Touristen ins reale Land locken. Aber was für ein Problem will man bei der Zentrale für Tourismus damit eigentlich lösen?
950 im Straßenverkehr Verletzte Menschen gibt es in Deutschland – pro Tag. Rund 80 Prozent davon gibt es durch motorisierten Verkehr.
Und noch eine Zahl: Autofahrende stellen ein Viertel aller Verurteilten in Deutschland.
Wäre man der Friedrich Merz unter den Verkehrspolitikern, müsste man den nationalen Notstand ausrufen. Tatsächlich ist das aber der akzeptierte Normalzustand in all seiner Brutalität: der Preis, den die Gesellschaft stillschweigend zu zahlen bereit ist, damit wir alle Auto fahren können.