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21. März 2026

„Die einzige Zukunft, die wir erschaffen, ist die, die wir uns vorstellen können“

Die einzige Zukunft, die wir erschaffen, ist die, die wir uns vorstellen können. Wir müssen uns eine positivere und hoffnungsvollere Zukunft ausmalen, damit wir sie auch bauen können. […]

Wir neigen dazu, zu überschätzen, wie sehr sich die Dinge kurzfristig verändern, und zu unterschätzen, wie sehr sie sich langfristig verändern werden. In der Realität bedeutet das, dass wir meistens mehr Zeit haben, als wir denken, um Innovation und Disruption richtig anzugehen.

Führungskräfte setzen sich selbst enorm unter Druck, ständig alles umwälzen zu wollen. Das Ergebnis ist, dass sie Chancen verpassen, weil sie zu sehr darauf fixiert sind, dem hinterherzujagen, worüber alle anderen gerade reden. Echte Innovation und Disruption sind strategisch und entstehen im Laufe der Zeit durch die Verpflichtung, eine Veränderung wirklich herbeizuführen – nicht indem man einfach dem folgt, was alle anderen tun.

Rohit Bhargava im Interview mit Thomas Knüwer.

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20. März 2026

Grüne Schuld

Stau auf der A9? Bier zu teuer? Schlechtes Wetter? Dieser Chatbot erklärt dir mit messerscharfer Logik, warum wirklich an allem die Grünen schuld sind.

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Social-Media-Verbot: Mehr Tempo gefordert

Jeder Monat, den wir warten, schadet Kindern und Jugendlichen“, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther, und erneuert seinen Aufruf für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. Er könne sich sogar ein Verbot für alle unter 18 vorstellen.

„Beim Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche muss mehr Tempo rein“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Mehr Tempo.

Dem 'Focus' erzählt Bildungsministerin Karin Prien derweil, dass Kinder in Sozialen Medien „faktisch völlig unreguliert“ zum Beispiel mit Gewalt und Pornografie konfrontiert seien – und bringt auch WhatsApp Klassenchats ins Spiel. Es sei „Meine feste Überzeugung ist, dass wir auch ein Social-Media-Verbot brauchen“, sagt sie.
Wie sehr kann man da noch Ernst nehmen, dass Prien eine 'unabhängige' Kommission einsetzte, die bis zum Sommer ihre Ergebnisse und Vorschläge präsentieren soll, ob und wie ein Social-Media-Mindestalter kommen soll, wenn der Auftraggeber doch schon eine vorgefertigte Meinung hat?

Allen dreien ist bei ihrem lautstarken "Aber denkt doch mal jemand an die Kinder"-Populismus offenkundig egal, was Experten sagen. Die führen nämlich meist an, dass es an belastbaren Studien fehle, ebenso wie an Bildung für Medienkompetenz – der Grundlage.

Ich frage mich auch: Wieso reden wir eigentlich dauernd darüber, Menschen auszusperren – statt Plattformen zu regulieren?
Es gibt kein Recht darauf, abgehackte Köpfe, Gewalt, Pornographie, Hass, Beleidigungen, Dickpicks und Mobbing zu sehen. Auch nicht für mich als Erwachsener. All das dürfen TV, Radio und Zeitung auch nicht verbreiten. Wie wäre es mal damit, Plattformbetreiber und Täter zu bestrafen, statt Opfer auszusperren?

Prien denkt nicht nur an ein Kinder-Verbot für Social Media.
Fast möchte aufhorchen, wenn sie das Wort "Regulierung" in den Mund nimmt. Aber ich befürchte, das nutzt sie als Synonym für "Verbot": „Ich glaube, wir müssen nicht nur über Social-Media-Regulierung, sondern auch über Messengerdienstregulierung sprechen.“

Ich wundere mich immer.
Von Social Media habe ich ein bisschen Ahnung – die Politik offenkundig ein bisschen weniger und diskutiert es trotzdem mit einer Chuzpe, die ich bisweilen erstaunlich finde. Wenn die Politik von anderen Themen, von denen ich keine Ahnung habe, genauso agiert … hui.

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Ich überlege jetzt seit drei Minuten, welchen Satz ich aus jawls Text über Menners zitiere, um dir zu sagen, dass du den lesen sollst. Die sind alle gut – und beschreiben im Grunde das Problem: Wir Männer leben konsequenzlos und überschreiten dann Linien, weil wir es entweder cool finden, oder nie gelernt haben, dass etwas Konsequenzen hat – mit denen müssen sich meist nämlich Frauen auseinandersetzen. Also lesen. Trifft ja – nicht nur, aber vor allem – auch im Umgang mit Frauen zu.

Hashtag Ulmen.

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19. März 2026

U(lmen)ff

Schauspielerin Collien Fernandes kämpft gegen Onlinemissbrauch: Sie sucht seit Jahren diejenigen, die Fake-Pornografie von ihr verschicken. Jetzt geht sie an die Öffentlichkeit und stellt Anzeige gegen ihren Ex-Mann, den Moderator und Schauspieler Christian Ulmen – der soll ihr gegenüber und in einer E-Mail an seinen Strafverteidiger zugegeben haben, dass er dahinter steckt. Das habe ihm ein Gefühl von Macht gegeben und Lust bereitet. (SPIEGEL, archive.md-Link)

Das ist so derb … ich bin sprach- und fassungslos.

Und jetzt muss hier niemand Kachelmann, Ofarim oder sonstwas rufen. Der SPIEGEL hat auch mit dem Anwaltsteam von Ulmen ein Hintergrund-Gespräch gehalten – aus dem darf nicht zitiert werden, aber gäbe es einen Zweifel, würde man die Story nicht bringen, da vertraue ich durchaus den beteiligten Journalisten und Fernandes, die als Medienprofi sehr wohl weiß, was sie hier auslöst …

Nicht alle Männer sind ekelhafte, frauenfeindliche Schweine – aber die meisten derer sind Männer.
… und wieder zeigt sich zudem, dass man vom öffentlichen Bild dummerweise fehlgeleitet wird.

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18. März 2026

Virtual Reality ist schon seit 1992 tot

Meta stellt seine Metaverse-Welt Horizon ein

Sind wir mal ehrlich: Virtual Reality war schon tot, lange bevor Mark Zuckerberg meinte, es werde das nächste große Ding. Spätestens seit der Verfilmung von Stephen Kings "Rasenmähermann" von 1992 kann doch niemand mehr ernsthaft ans Metaverse geglaubt haben? Ok, vielleicht ist Mark einfach zu jung … Zum Zeitpunkt, als Pierce Brosnan in der sagenhaft schlechten Kinoversion zu sehen war, war Mark gerade einmal 8 Jahre.

Trotzdem hielt es Mark für eine gute Idee, seinen ganzen Konzern im Hoch der Corona-Pandemie in "Meta" umzubenennen und "all-in" zu gehen. Mir stellt sich die Frage: Wenn er morgens am Firmenschild vorbeigeht, ist ihm das peinlich oder spürt man mit 222 Mrd. US-$ Vermögen sowas wie Peinlichkeit und Scham sowieso nicht mehr?

Egal. Wahrscheinlich.
Meta jedenfalls begräbt das Verse. Und vielleicht hofft tatsächlich irgendwo ein kleiner Teil in Mark, dass man ihn darauf nie wieder anspricht. Oder – und das halte ich eigentlich für wahrscheinlicher – ihn interessiert sein Gewäsch vom Metaverse ebenso wenig wie seine Aussagen zu Privacy, Post-Privacy und anderen Themen. Auch ein Genie darf sich im Selbstverständnis sicherlich das ein oder andere Mal irren.

Nicht umsonst ist das Motto bei Meta ja "Move fast and break things". Diesmal brach die eigene kleine, virtuelle Welt.

( Dieses ist meine Einleitung zur morgigen Ausgabe meines Social Media Newsletters )

Update, 19.03.2026: Meta will seine 3D-Welt jetzt doch nur ein bisschen abschalten – quasi als nicht mehr weiterzuentwickelnden Zombie laufen lassen. LOL

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Gute Präsentationen entstehen auf dem Weg zum Kunden.
So will es das Gesetz.

( Ich liebe diesen Flow und wie sich alles fügt, wenn es einen gewissen Streß gibt ❤️. Dann komme ich in diesen Modus, in dem alles wie in Zeitlupe wirkt. Funktioniert natürlich nur, wenn man schon vorher zig Tage damit verbracht hat – bewusst und unbewusst – auf dem Thema rumzukauen und weiß, was man sagen will. )

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16. März 2026

15. März 2026

13. März 2026

Micdrop vom Umweltminister zu Atomkraft

Respekt:

Es spricht Bände, dass der Kern dieser rückwärtsgewandten Strategie aus neuen Subventionen für Atomkraftwerke besteht. Wenn eine Risiko-Technologie nach einem dreiviertel Jahrhundert noch immer am staatlichen Tropf hängt und es längst bessere Alternativen gibt, sollte man daraus Konsequenzen ziehen. Stattdessen noch mehr Steuergeld für neue Risikoreaktoren auszugeben, lehne ich ab.

– Umweltminister Carsten Schneider zur neuen Debatte um das Revival der Atomkraft, ausgelöst durch Emmanuel Marcron und Ursula von der Leyen. Dass wir Atomkraft überhaupt als "Grüne Energie" bezeichnen, ist ein Treppenwitz.

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