Der Begriff gefällt mir: Meat Proxy; der. Mensch, der Antworten und Ergebnisse von LLMs weiterleitet, ohne sie selbst zu lesen, zu verarbeiten, zu prüfen oder zu verstehen. Er dient lediglich als ein Relais zwischen LLM und Empfänger.
Kennt mittlerweile sicherlich jede:r. Schon nervig in Social. Noch nerviger auf Arbeit.
/von Niklas Gruhn, via Kottke, auf sf-isms
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„Was richtig lustig wird in ein paar Jahren“, schrieb ich vor einer Weile mal im Angesicht der Schlagzeilen, dass KI die Einsteigerjobs wegfrißt. Jetzt hat sich jemand mal in einem Paper damit auseinandergesetzt und man kann Firmenlenkern nur zurufen: Lest es! Denn es wird gefährlich.
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LLMs und „KI“ werden zunehmend zu Werkzeugen auch in persönlichen Blogs – und führen zur Diskussion: Wie offen will ich meinen Leser:innen gegenüber sein, wie kennzeichne ich? Denn als Leser will ich eigentlich gern wissen, ob etwas aus einem LLM kommt.
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KI und die Ausbildung der Inkompetenz:
Da rollt eine riesige Welle auf uns zu. Eine Welle ungeahnten Ausmaßes und mit verheerenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Welle der Inkompetenz.
Andreas Bulling über Studierende, die nicht mehr denken, sondern prompten.
Bei Studies hört es dann nicht auf. Die inkompetenten Studies kommen nicht mehr in den Jobmarkt rein, weil sie „durch KI“ ersetzt werden und sammeln so weder Erfahrung noch Kompetenzen.
Das wird noch lustig.
In der Zeit philosophiert Rabea Weihser darüber, dass KI sogar wholesome Inhalte ruiniert (🎁) hat – weil selbst bei bei einem verkrüppelten Waschbären mittlerweile einfach unterstellt wird, er sei KI-Slop.
Den Gegenentwurf schickt Patrick Greenfield im Guardian ins Feld. Er schreibt darüber, wie KI mittlerweile selbst in Birdwatcher-Foren dafür sorgt, dass man Sichtungen und Bilder anzweifeln muss, weil sich Menschen Dinge zurecht basteln, nur um wichtig zu tun.
Die Scheißifizierung ist mittlerweile eben vollumfänglich.
Derweil streite ich mich drüben auf Threads mit einem Typen, der eine KI-Fake-Werbung für (?) Sixt verbreitet – und dem dann am Ende sowieso egal ist, ob das echt ist oder nicht – einfach weil „es ja witzig ist” und Wahrheit nicht mehr zählt, wenn sie nicht ins Weltbild oder zur Pointe passt.
Uns entgleitet hier alles. Wahr oder Unwahr spielt keine Rolle mehr.
Die KI ist dabei ein Instrument. Der Treiber am Ende sind aber stets Menschen. Jene, die sich hervortun wollen. Jene, die meinen die Realität verklären oder verbiegen zu müssen, um einen Vorteil zu erhalten. Oder was auch sonst der Treiber sei…
Während die Familie irgendwo in Mittel-Italien vergnügt im Pool spielt, lese ich – daneben sitzend – düstere Artikel über den Niedergang von Kultur, Heimatland und Arbeitswelt … Jeder hat so seine Hobbys.
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Browser-Tabs zu KI
The fanfiction community is at war with AI — and itself, The Verge
Readers are scrambling to develop ways to detect whether generative AI was used to write fanworks. The results are questionable.
Die Linke braucht eine eigene Zukunftsvision für KI, Jacobin
Das Verhältnis der Linken zu Künstlicher Intelligenz ist geprägt von Misstrauen. Doch sie muss kein Slop-Generator, Arbeitsplatzvernichter und Instrument der Tech-Oligarchen bleiben, sondern könnte auch befreiend wirken.
AI-native startups hire fewer juniors and more elites, Harvard study finds, TNW
New research shows the firms built around AI are smaller, flatter, and stacked with senior talent from elite schools, and that the career ladder’s bottom rung is the casualty
Dazu passend:
How to help knowledge workers who lose their jobs to AI, Platformers
AI Job Grief: The Unnamed Psychological Crisis Hitting Tech Workers, Jack Maquire
KI frisst Einstiegsjobs: Warum Absolventen kaum noch Stellen finden, Telepolis
… wird auf jeden Fall noch lustig. Ich schrieb schon im November: Weil KI schon jetzt all die Junioren-Jobs wegfrißt, wird es irgendwann einen Mangel an Mid- und High-Level-Experten geben. Das ist wie in Mathe: Wenn du das 1×1 nicht lernst, dann wirst du irgendwann ein Problem haben …
The text is not the product – zumindest, wenn man Hausarbeiten und -aufgaben und Arbeitstexte schreibt. Deshalb macht es keinen Sinn, sie durch KI erstellen lassen. Denn sie sind vielmehr ein Arbeitsmittel – zum denken, urteilen und für eine Sache einstehen lernen. „AI wirkt nur dann bedrohlich, wenn man glaubt, das Ziel sei der fertige Text und nicht der Mensch, der sich durchs Lesen, Umschreiben und Scheitern bildet.“, schreibt Gerald Hensel in der aktuellen Ausgabe seines immer empfehlenswerten Newsletters.