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Von der Roboter-Zukunft

Humanoide Roboter sind der nächste heiße Scheiß. Physische KI auf vielen Beinen, die uns überrennt – Entschuldigung, helfen soll. Boston Dynamics hat jetzt den neuen Atlas vorgestellt. Und wir sollten uns schleunigst um Regeln kümmern.

Roboter sind nach einer recht langen Anlaufphase der nächste Hype – in Verbindung mit KI gibt es da gerade einen gewissen "Tech-Optimismus", dass Roboter uns in die nächste nicht nur industrielle, sondern gesellschaftliche Revolution katapultieren könnten. In dem Umwelt bewegen sich auch viele Scharlatane*, aber auch realistisch durchaus viele.

Boston Dynamics gehört zu den Vorreitern auf dem Gebiet. Früher mal gehörte die Firma mal Google, vor ein paar Jahren wurde sie von Hyundai gekauft. Und die Koreaner glauben fest an eine Robot-Gesellschaft: Der Gesamtkonzern Hyundai sieht sich nicht als Mobilitätsunternehmen, sondern als eines, dass die Menschheit voran bringt. Da gehören Autos, Wasserstoff und Roboter zusammen in der Gesamtstrategie.

Auf der CES nun hat Boston Dynamics die nächste Evolutionsstufe seines Atlas-Roboter – seinem Humanoiden – vorgestellt. Und ich muss sagen: So aufgeschlossen ich dem Thema gegenüberstehe, die Bewegungen, die Atlas macht, indem er bspw. stehend die Ausrichtung seines Körpers um 180° wendet, geben mir ein bisschen Grusel-Vibes. Terminator oder iRobot, ick hör dir trapsen 😅 Mega-faszinierend aber auf jeden Fall. Und ich versuche mich mit dem Gedanken zu tragen, dass ich in 50 Jahren dann von genau so einem "Typen" gepflegt werde.

60 Minutes hat sich das angeschaut.

* Zu den Scharlatanen würde ich jene Firmen zählen, die schon heute behaupten, Roboter würden künftig in jedem Haushalt für jeden den Wohlstand erarbeiten. Ja, auch Elon Musk gehört dazu. Oder sowas wie NEO, der vor ein paar Monaten vorgestellt wurde. NEO soll dieses Jahr für 20.000 Euro in den Verkauf gehen – und wird dann von einem Remote-Worker irgendwo in Indien gesteuert, weil er selber nichts kann. Ungefähr so, wie bei Tesla der Optimus … Moderne Tele-Sklaverei eines Hausangestellten, nur, dass der eben im Schichtbetrieb in einem Call-Center in der 3. Welt sitzt, statt Zuhause ein Zimmer zu belegen. Also immer schön vorsichtig sein, bei dem Thema. Boston Dynamic traue ich indes mit dem jahrelangen Vorsprung und getrieben von einem profunden Unternehmen zu, wirklich brauchbare Dinge zu veranstalten … Und dann sollten wir schleunigst über sowas nachdenken wie der Besteuerung von Roboter- und KI-Arbeit, oder der Erweiterung der Menschenrechte und Genfer Konventionen um zu militärische Nutzungen, Polizei-Overrides oder sonstige Späße zu unterbinden, die sich die dystopische Hälfte meines Gehirns gern ausmalt.

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