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14. Juni 2026

The text is not the product – zumindest, wenn man Hausarbeiten und -aufgaben und Arbeitstexte schreibt. Deshalb macht es keinen Sinn, sie durch KI erstellen lassen. Denn sie sind vielmehr ein Arbeitsmittel – zum denken, urteilen und für eine Sache einstehen lernen. „AI wirkt nur dann bedrohlich, wenn man glaubt, das Ziel sei der fertige Text und nicht der Mensch, der sich durchs Lesen, Umschreiben und Scheitern bildet.“, schreibt Gerald Hensel in der aktuellen Ausgabe seines immer empfehlenswerten Newsletters.

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Diese REWE Werbung mit diesem Fussball-Gedöns macht mich aggressiv: „Mach besondere Momente noch besonderer“

MEINE FRESSE, 'besonders' ist ein Adverb und kann nicht gesteigert werden!!! Ich hasse es, wenn Werber so einen Quatsch schreiben.

14. Juni, 16:38 Uhr ↦

Erste autonome Drohne tötet Menschen

Glückwunsch, der nächste Schritt in humanitärer Grenzüberschreitung ist getan: Im Ukraine-Krieg wurde der erste Soldat autonom von einem Roboter getötet.

The event has been kept under wraps for two years, Ukrainian drone maker Alexander Kokhanovskyy said. The device itself was a quadcopter drone designed to zip to the front line, loiter around a perimeter for roughly 10 minutes, then launch into “terminator mode.” This mode, the Ukranian drone expert explained, involves the use of an unidentified AI model to automatically seek out and attack human targets.

Das Ding dabei ist der letzte Satz: Das war nicht "Selbstschutz" in dem zufällig ein Soldat im Weg war. Es war eine autonome Drohne, die gezielt „suchen und attackieren“ sollte.

Glückwunsch, liebe Menschheit.

Israel nutzt im Gaza-Konflikt auch KI, ebenso wie die USA im Irankrieg. Die ukrainischen Militärs dürfen sich jetzt aber wohl damit rühmen, den ersten dokumentierten Fall eines autonomen Terminators für eine Tötung zu haben.

Ach, was soll's … Wir haben es als Rasse einfach nicht verdient noch irgendwie sinnvoll weitermachen zu dürfen.

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KI-Slop quasselnde Politiker

Falsch verstandene Innovation ist, wenn Politiker wie Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und Digitalminister Karsten Wildberger sich Reden und Artikel "teilweise, manchmal komplett" von der KI schreiben lassen. Bei Voigt hat man sich nicht einmal die Mühe eines Fact-Checks gemacht und Fake-Zitate verbreitet.

Wieso?
Weil es faul, leer und  Weil dann die Frage gestellt werden darf, worin genau ein repräsentativer Job besteht, wenn die Repräsentation durch KI übernommen wird.

Na klar gab es bisher auch Redenschreiber.
Wenn aber Mario Voigt nicht davor zurückschreckt Reden zum KZ-Gedenktag von einem Automaten schreiben zu lassen, dann müssen wir über Moral und Menschlichkeit reden. Politiker sind Vermittler – und gerade in aktuellen Zeiten sind sie mehr denn je gefragt, Politik an die Wähler zu vermitteln. Wenn sie das faul mit KI erledigen, erfüllen sie ihren Job nicht. Es ist unmoralisch.

Wenn eine Gedenktagrede oder Gedenken im Kopf erstellt und vorgelesen wird, dann stell doch einfach direkt die KI ans Mikro. Das wäre zumindest transparent.

Wenn ich als Wähler es nicht einmal mehr Wert bin, dass sich jemand Gedanken macht, was und wie er mir etwas erklärt, dann brauche ich mir keine Zeit nehmen, um dir zuzuhören. Ich halte das für gefährlich, wenn Politiker das Signal senden, dass ich als Wähler nur noch lästig bin und man nicht einmal mehr die Zeit investiert, um zu überlegen und auszuarbeiten, was man mir erzählt. Und wenn diese Überlegung bei Politikern nicht stattfindet zeugt es von nicht vorhandener Sensibilität und Ignoranz.

Stichwort: KI-Etikette. Wenn du kommunizierst, lass die Finger von KI!

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10. Juni 2026

Keiner klickt mehr blaue Links

Keiner klickt mehr blaue Links – in der Ergebnisliste von Google: 68% der Google-Suchen enden ohne einen Klick. Und von den Klicks, die noch passieren, landen 27% beim AI Overview oder in Google Produkten.

Die ziemlich kalte und bittere Empfehlung von SparkToro: „Replace traffic as a KPI for your digital marketing efforts.

Am Ende ist 2026 ein spannendes Erwachen. In Social sind Follower keine Reichweiten-Garantie mehr. Im offenen Web bricht Google ein Jahrzehnte andauerndes stilles Abkommen zwischen Suchmaschine und Content-Erstellern. Und OpenAI und Co. ist sowieso egal, wo Inhalte her kommen.

Die große Herausforderung ist jetzt nicht "noch mehr Content", sondern "noch mehr Verbindung" – Community und echte Beziehungen jenseits der großen Plattformen werden wichtiger, wenn du nachhaltige Reichweite und Umsätze haben willst.

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9. Juni 2026

Siri, KI und diese dumme EU

Apple kündigt auf seiner sehr underwhelming abgelaufenen Entwicklerkonferenz Siri AI an – eine Weiterentwicklung der kognitiv zurückgebliebenen Apple-Assistentin, bei der ich mich schon in den Jahren vor ChatGPT gefragt habe, wieso der reichste Konzern der Welt ein Produkt seit 2011 im Grunde nicht mehr weiterentwickelt. Nun tut man es endlich – und greift dabei auf die Hilfe von Google zurück.

Bei der Vorstellung sagt Apple dann – im gleichen Atemzug! –, in der EU und in China rolle man Siri AI auf iOS erstmal nicht aus.
Damit impliziert man, die EU und China seien beides Regionen, die es mit der Freiheit von Software nicht so cool nähmen wie alle anderen. Fies von Apple, die damit der aktuellen US-amerikanischen Politik nach dem Mund reden. Die EU, das Bollwerk gegen Free Speech, genauso schlimm wie China.

In der Pressemitteilung macht man es dann etwas spezifischer und erwähnt, man habe mit der EU gesprochen und die EU wolle einfach nicht, dass man seine KI sicher mache. Aber indem man sein geschlossenes System für Wettbewerber öffne, erzeuge man eben Sicherheitslücken.
Böse EU.

Dummerweise gibt es eben Menschen, die das schlucken – und in Social Media dann Apple verteidigen, ohne Details zu kennen.
1:0 für Apple. So läuft PR.

Nun tritt die EU Kommission entschieden dagegen an: „Anstatt nach einer Lösung zur Einhaltung der Vorschriften zu suchen, habe Apple die Europäische Kommission einfach gebeten, das Unternehmen für mindestens 18 Monate von seinen Verpflichtungen zu befreien.“ … ja, so nämlich.

Und grundsätzlich kann ich Apple ja verstehen.
Wenn man überhastet Dinge einbaut um überhaupt noch gegen den Wettbewerb ankommen will, weil man das KI-Rennen seit drei Jahren verpasst, dann ist sowas wie Gesetze halt echt nicht in den Kram. Wer braucht schon Datenschutz, Marktoffenheit und Transparenz, wenn er KI haben kann? Da nervt so ein Gesetz nur – und braucht natürlich Zeit, um das alles sicherzustellen.

Der Move von Apple also, einfach eine Ausnahme zu wollen ist total fein.
Die Ablehnung der EU auch.

Das Problem ist wieder einmal nur, dass hier derjenige die Kommunikation bestimmt, der als erstes mit ihr startet. Wahrheit hin oder her. Aber der größte Mangel liegt darin, dass die EU und wir (Experten) offenbar nicht schaffen, Typen wie @knique zu erklären, wieso diese Vorschriften gut sind. Oder die sich dafür auch nur interessieren – denn wer braucht schon Datenschutz, Marktoffenheit und Transparenz, wenn er KI haben kann?

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6. Juni 2026

Leseliste (zwischendurch)

Leseliste (zu mehr komme ich gerade aus beruflichen Gründen nicht neben meinem Newsletter) – bisschen Strategie, bisschen Politik, …

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5. Juni 2026

1. Juni 2026

Volljähriger Podcaster, quasi

Manchmal hab' ich so nostalgische Anwandlungen und blättere durch's Blog-Archiv.
Und dann merkt man schnell, was für ein Zeitreisender man eigentlich ist – und wie lange manche Dinge schon entfernt liegen.

Meine Podcaster-Tätigkeit wurde dieser Tage volljährig: Vor 18 Jahren starteten Daniel Große und ich unseren ersten Podcast – zur Leipziger Automesse AMI. Und tatsächlich muss ich sagen, dass ich froh bin die Aufnahmen aus den ganz frühen Tagen nirgendwo im Netz mehr zu finden. Puh. 😅

Ich erinnere mich aus der Zeit daran, dass wir mal eine ganze Episode auf Helium aufgenommen haben (was war mir schlecht danach). Und in einer anderen Episode habe ich mich für den Podcast und eine Sendung bei Radio PSR mal live betrunken und dann in einen Fahrsimulator begeben. Als Audio-Erlebnis. Anders wild. Damals waren halt noch andere Zeiten … man hatte ja Nichts, nicht mal einen vernünftigen YouTube Kanal (den startete die Leipziger Messe 2009).

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200 Puls bei Haken Dran

Kurze Notiz aus dem Off:

Ich durfte im Haken Dran-Podcast zu Gast sein und habe mich ein wenig aufgeregt – über die unreflektierte Forderung der Bundesfamilienministerin Karin Prien nach einem pauschalen Medienverbot für Kinder unter 3 Jahren.

Wer hören will, wie ich Puls hab'
bei YouTube
bei Podigee
…oder überall, wo es Podcasts gibt.

Außerdem haben wir in der Episode den Haken Dran Verfahrenstracker vorgestellt, an dem ich die letzten Wochen technisch gebastelt habe. Das kleine Projekt liefert einen Überblick über alle aktuellen Verfahren die gegen die großen Plattformen und TechBros laufen. Fantastisch!

Und wenn Du auf meinen hohen Puls keinen Bock hast, solltest du dir zumindest die Haken Dran-Episode vom Freitag (YouTube) anhören. Dort sprachen Gavin Karlmeier und Stefan Schulz über die päpstliche Enzyklika zur Künstlichen Intelligenz. Das ist eine wirklich fantastische Folge, in der man die wichtigsten Eckpunkte zu einem Papier bekommt, dass nicht nur für Christen eine Rolle spielen sollte.

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