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25. Februar 2026

Die CDU erfindet grünes Öl, weil sie Habeck hasst

Die CDU erfindet jetzt "grünes Öl", nur weil man beschlossen hat, die Wärmepumpe als das ultimativ Böse zu sehen. Ein Konzept, dass überall auf der Welt umweltfreundlich und gut funktioniert.

Willkommen in einer Welt konservativer Idiotie, die mich atemlos macht.

Saubere Kohle.
Saubere Atomkraft.
Grünes Öl.

Wir leben in einer Gesellschaft, die nicht einmal mehr Wissenschaft als Konsens nutzt. Eine Gesellschaft, die ignoriert, dass Klimaschutz nicht weniger als eine Überlebensstrategie ist. Stattdessen ist Umweltschutz heute Kulturkampf.

Die bisher zentrale Vorgabe, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, soll entfallen. Künftig sollen wieder alle Heizungsarten zulässig sein.

Die CDU schafft damit ein Gesetz ab, dass sie mit dem Staatsfeind Nummer 1 assoziiert: diesem Grünen Robert Habeck! Was die CDU vor lauter populistischer Hetze dabei vergisst: Das Gesetz hat überhaupt nicht Habeck sondern die CDU/CSU/SPD-Regierung unter Angela Merkel beschlossen – also sie selbst.
Aber das sind Details. Die mag sowieso niemand.

Stattdessen arbeitet sich die Konservative an imaginären Feindbildern von links ab. Robert Habeck sollte die CDU wegen Stalkings anzeigen, die Obsession mit dem Mann ist krankhaft.

Wir leben in einer Welt, in der Politik nicht mehr die Auseinandersetzung mit Argumenten ist, sondern nur noch Hetze.
Wie sich Söder, Merz, Linnemann und Spahn an einzelnen politischen Gegnern links von ihnen abarbeiten zersetzt unsere Demokratie. Wenn Söder der Linken Heidi Reichinnek ganz nach Trump'schen Vorbild Spitznamen wie "Rote Heidi" gibt, bricht er mit Dämme, die früher einmal Diskurs, Anstand und Respekt waren.

Zurück zum Gesetz. Die einzige Hoffnung steckt jetzt im rückwärtsgewandten Gesetz selbst: Bis 2029 soll die Förderung klimaschützender Technologie weiterbestehen. Damit hätte eine neue Regierung nach Amtsantritt noch Zeit, das Gesetz wieder zu kippen ohne massive Änderungen für die Branche.

In Zeiten, in denen Unsicher das Gefühl Nummer 1 in Wirtschaft und Bevölkerung ist, erweist die Regierung – wie bereits beim Thema Elektroauto – der Gesellschaft einen Bärendienst. Statt Planungssicherheit zu bieten kämpft man lieber einen Kulturkampf und feiert sich für Pyrrhussiege.

Und parallel beschimpft man Kranke, Arbeitslose, Arbeitende, Ausländer und den politischen Gegner. Ich frage mich: Was, liebe CDU, ist eigentilch er Plan?

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24. Februar 2026

In der ARD Mediathek versteckt sich noch bis 26.03.2026 der Film, der Sandra Hüller ins Rampenlicht stieß: Anatomie eines Falls.

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LEGO Idiot Brick

Ich komme gerade aus dem Lachen nicht mehr raus … obwohl man eigentlich vor Wut schäumen müsste, über den Weg, wie LEGO versucht Eltern und Kindern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Zur CES stellten die Dänen ihren "Smart Brick" vor. Einen LEGO-Stein mit Sensoren, Akku, Lautsprecher und Licht (wobei das eigentlich nur blinkt um zu zeigen: Ich funktioniere). Anlässlich der Vorstellung schrieb ich: „Der smarte Baustein von LEGO ist das Dümmste, das ich diese Woche gesehen habe“ – und es scheint, als behielte ich Recht.

Die ersten Sets sollen ab 1. März im Handel sein, aber dummerweise hat LEGO ein paar erste Sets an YouTuber verschickt. Und wenn man denen sonst vorwirft, alles Zugeschickte gut zu finden; hier hat sich der Konzern ein Ei gelegt.

Das ist das wohl Übelste, was ich seit Langem als überteuertes Produkt gesehen habe.

Auf YouTube /via

Hier und hier gibt es die Reviews der Sets vom YouTuber MandRproductions.
… und ich komme aus dem Lachen nicht mehr raus.

Na klar kann in einem so kleinen Stein irgendwie kein guter Lautsprecher stecken. Und irgendwie wird mir erst jetzt bewusst, dass die Figuren natürlich nicht in einer echten Sprache sprechen können, weil sie dann lokalisiert werden müssten.
Aber mal ehrlich: Man zahlt LEGO-Preise für den 8-Bit-Sound, der noch mieser klingt als mein erstes Elektronika IM-02 vor 40 Jahren? Das Licht kann man überhaupt nicht als Feature zählen, weil es einfach nur als Indikator blinkt. Und die Reaktionsgeschwindigkeit in den verlinkten Videos ist auch eher mau …

Das sich ein Konzern 2026 tatsächlich traut sowas auf Kunden loszulassen und dafür pro Set um die 100 Euro verlangt ist – ich sag es, wie es ist – schamlos.

LEGO hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie elektrische Dinge nicht können.
Statt sich aber in Zeiten der Digitalisierung bewusst im Gegentrend zu positionieren, versucht man es mit sowas … Ich kann wirklich nicht anders, als die Dänen auszulachen.
Anstelle solcher Grütze könnte man in gute Drucke, Beleuchtung, Steine-Qualität und sinnvolle LEGO TECHNIK-Sets investieren und auf diese Weise Begeisterung und Qualität kombinieren. Mit sowas verprellt man aber lieber alte Fans mit sinkender Qualität und veräppelt Eltern und Kinder mit Enttäuschungen. Wow! Das ist ein Desaster.

Hinzu kommt, dass die ach so smarten Bricks keinerlei Schnittstellen bieten. Es ist also nicht vorgesehen, dass man sich mit ihnen kreativ austobt – zum Beispiel, indem man sie selbst besprechen kann, eigene Actions definiert, oder sie koppelt … wie auch immer. Wenn schon digital, dann eben kreativ.

LEGO geht es gut. Man macht Unsummen mit Lizenzen und überteuerten Erwachsenen-Sets.
Wahrscheinlich ist genau das ein Problem. Kreativität entwickelt sich in Dänemark nicht aus einer Stärke heraus.

Ich bin gespannt, wie lange LEGO die Steine jetzt mitschleift, bis man sie heimlich wieder aus dem Katalog entlässt. Zwei Jahre hat man sie jetzt sicherlich am Hals, damit es nicht zu würdelos wirkt.

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23. Februar 2026

Bill Kaulitz lässt AD in sein Haus – ein Frank Lloyd Wright-Haus über Los Angeles.
Ich liebe alles: das Haus, den Umbau, den Ausblick über L.A. ebenso wie in Jared Letos Haus, und den super-symphatischen Bill.

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Russen, Attacken, Manipulation: Der Fall Archive.today

Archive.today (oder Archive.md) nutze ich fast täglich – primär, um schwache Registrierungs-Walls wie die von Bloomberg zu durchbrechen. Ich nutze den Dienst, obwohl ich vor Jahren mal einen Blogbeitrag von Jani Patokallio las, demzufolge hinter Archive.today ein paar Russen stecken, die ihre Identität wohl nicht nur verschleiern, weil ihre Webseite in einer rechtlichen Grauzone operiert.

Für Wikipedia ist Archive.today eine legitime Website um auf Snapshots von Seiten zu verweisen. Ähnlich wie die Wayback Machine von Archive.org.

Nun allerdings kickt die englischsprachige Wikipedia Archive.Today.
Denn offenbar richteten die Menschen hinter der Website jetzt eine virtuelle Attacke gegen Patokallio aus, nachdem dessen Recherchen im November 2025 wohl dazu führten, dass sich das FBI nun mit der Archive.Today beschäftigt und im Zuge dessen Patokallios Blogpost erneut Aufmerksamkeit erfuhr.

Nicht nur die Mühlen des Gesetzes, sondern auch die des Internets mahlen langsam, scheint es.
Die ganze Geschichte kann man bei Patokallio lesen.

Aufgrund dieser Attacken überprüften einige Wikipedianer die Snapshots von Archive.Today und – jetzt wird es uncool – fanden heraus, dass „Archive.today offenbar die Integrität seiner Snapshots korrumpiert hat. Beweise deuten darauf hin, dass der Betreiber gezielt Inhalte in archivierten Seiten veränderte, um Patokallio zu diskreditieren. So wurde etwa in archivierten Blogposts der Name einer anderen Person durch den Namen des verhassten Bloggers ersetzt“, schreibt heise.

Das führt nun dazu, dass Wikipedia der Seite nicht mehr vertraut und sie kickt.
Komplett. Was für die Seite nicht nur ein emanzipierter Schritt ist, sondern die Wikipedia auch vor Probleme stellt. Denn Archive.Today kann hinter Paywalls schauen, auch weil Nutzer:innen Inhalte selbst zur Verfügung stellen können.

Wohl rund 400.000 Wikipedia-Seiten verweisen mit mehr als 695.000 Links auf Archive.today.

Der Aufbau eines eigenen Wikipedia-Archiv-Dienstes, wie es Patokallio hofft dürfte aus rechtlicher Sicht schwierig sein. Gerade deshalb nahm man Archive.Today ja so dankbar an … Bin gespannt, wie es weitergeht.

Aber es macht klar: Archive.Today ist ein Dienst, den man mit Vorsicht nutzen sollte.
Nicht nur, weil Daten nach Russland wandern, sondern auch, weil – in der Natur des Dienstes liegend, wenn er sichtbar macht, was Du nicht sehen kannst – er Inhalt unerkannt manipulieren kann.

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22. Februar 2026

Meine Inspiration der Woche: Alysa Liu.
Mit 16 vom Eiskunstlauf zurücktreten, mit 18 zu den eigenen Regeln zurückkommen, Weltmeisterin werden und jetzt 2x Gold holen. Ich schaue kein Olympia, aber beim zappen blieb ich ob ihrer puren Ausstrahlung auf dem Podium hängen. Und dann schaute ich diese Kür …. Muss ich nur mal festhalten. War mein Freude-, Inspirations- und (einziger) Olympia-Moment diese Woche.

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21. Februar 2026

Extremes Bergsteigen als Dekadenzerscheinung

In Innsbruck stand ein Bergsteiger vor Gericht. Er hatte seine Freundin im Januar 2025 am Großglockner zurückgelassen – wohl in einer Situation (gute Erklärung im Video), in der er mit seiner Kompetenz am Ende war.
Fünf Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe wegen grob fahrlässiger Tötung.

Das Urteil mag als Laie seltsam milde klingen. Für Bergsteiger eventuell sogar zu hart.
Ich kenne mich beim Bergsteigen nicht aus, aber ich finde spannend, was Reinhold Messner bei Welt TV  erzählt, dass beim Verständnis hilft – und das ich spannend fand (Vollzitat ab hier):

Also ich glaube, dass extreme Bergsteigen können Laien am Küchentisch oder auch vor dem Gesetz nicht verstehen und nicht folgen. Was wir tun, ist erstens egoistisch, zweitens ist es eine Dekadenzerscheinung der letzten 200 Jahre und daraus ist der traditionelle Alpinismus entstanden. Genau das Gegenteil von dem, was jetzt bei der Winterolympiade läuft: Da gibt es keine Regeln, sondern wir folgen unseren Instinkten. Und unsere Instinkte wollen, dass wir Partner und Partnerinnen retten, wenn es irgendwie möglich ist. Wenn das nicht mehr möglich ist, dann ist es nicht mehr möglich. Natürlich kann man diese Tätigkeit nicht loben. Diese Tätigkeit kritisiere ich selber, indem ich eben sage, es ist eine Dekadenzerscheinung und keine Heldentat. Über Jahrzehnte – nein, über zwei Jahrhunderte – wurde das extreme Bergsteigen heroisiert. Damit haben wir aufgeräumt.

Nun ganz kurz zu meiner Definition von extremem Bergsteigen, was am Großglockner eigentlich nicht der Fall war: Wir gehen freiwillig, wohlbewusst dessen, was wir tun, dorthin, wo wir umkommen könnten – und um nicht umzukommen. Das Nicht-Umkommen ist die große Kunst. Und es ist nur eine Kunst, wenn man wirklich dabei umkommen könnte. Wenn ich das ausschalte, wenn ich das herausnehme, ist es was anderes.

Heute wird Tourismus und Sport in das traditionelle Bergsteigen hineingenommen. Was am Everest passiert, ist Tourismus. Was am Großglockner bei normalen Verhältnissen passiert, ist Tourismus. Was in der Kletterhalle passiert, ist Sport. Das ist alles messbar, das ist kontrollierbar, da gilt das Gesetzbuch.

Aber was wir tun, wir extremen Bergsteiger, das ist nicht greifbar, das ist nicht definierbar. Das passiert wie der Tod meines Bruders. […] Deswegen auch meine Aussage: Ich bin zum Glück nicht der Richter. In diesem Fall gibt es sehr viele Ungereimtheiten, wie mein Freund Peter Habeler auch deutlich sagt. Aber wenn ich selber nicht dabei war, wenn ich die psychologischen Hintergründe, das Verhältnis dieser beiden Menschen zueinander nicht im Detail kenne, kann ich hier kein Urteil sprechen. Und ich bin froh – ich wiederhole das – dass ich das in diesem Fall nicht muss.

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20. Februar 2026

Mit MapToPoster kann man eigene Orts-Poster im Browser erstellen und in Druckqualität runterladen. Das Tool greift auf OpenStreetMap-Daten zurück, ermöglicht ein paar verschiedene Styles. Das sieht mit großen Städten ein bisschen beeindruckender aus, als mit kleinen. Aber ist wirklich recht cool, wenn man seine Stadt selbst auswählen kann. /via

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