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14. Januar 2026

Durrr ChatGPT (YouTube Direktlink) … rawness ist das Ding 2026. Erinnert mich aus irgendeinem Grund an die Anfangstage im Web. 😂

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13. Januar 2026

HBO max ist in Deutschland gestartet. Und natürlich habe ich Opfer mir einen Account gemacht – als wäre ich mit Magenta TV, Netflix, Disney+, Paramount+ und Amazon Prime nicht eingedeckt genug. Aber 'The Pitt', 'One Battle After Another' und 'Superman' stehen halt wirklich noch auf meiner Watchlist. Ichschwör.

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Ein Schmerz namens Google Reader

Google Reader war sowas wie eine Demokratisierung des Webseiten-Konsums. Auf dem Höhepunkt des RSS-Hypes. Ein RSS-Reader mit sozialen Funktion. Online von 2005 bis 2013 – und wahrscheinlich heute noch eines der Google-Produkte, dem die meisten Nutzer:innen nachweinen?

Das Coole an Reader damals: Es war ein Web-RSS-Reader, der RSS nutzte, aber nicht so in den Vordergrund stellte. Vor allem war er cool, weil man Menschen folgen konnte und so auch außerhalb seiner Bubble lesen konnte.
Wieso die meisten ihm aber – glaube ich – noch nachweinen: Er war da in einer Zeit, in der Medien RSS-Feeds mit allen Artikeln veröffentlichten, ohne zu realisieren, dass ihnen dadurch Impressions und Werbegelder entgehen. Es war eine Ansicht des Webs ohne die Kommerzialisierung.

Wie ich drauf komme? In der aktuellen Episode von Browser History schaut ⁠Dennis Kogel⁠⁠ auf die Geschichte des Google Reader zurück und erklärt Magdalena Pulz⁠⁠, was so faszinierend daran war. Kleiner Hörtipp.

RSS bildet heute noch immer einen bedeutenden Teil des Webs. Und Dank der Tatsache, dass die meisten kleinen bis mittleren Webseiten von WordPress angetrieben werden, kann man RSS noch immer gut nutzen.
Und sind wir mal ehrlich: Weblog ohne RSS ist kein Weblog. Isso!

Reader gibt es heute durchaus immer noch – von Apps über Programme bis hin zu Web-Readern, wie Google.
Einzig: Die soziale Komponente fehlt allen ein bisschen.

Was RSS ist. Wieso es wichtig ist. Ergooglen Sie bitte selbst, oder lassen Sie es sich von der KI Ihres Vertrauens erläutern – mit dem Zusatz "als wäre ich 5". Wer sich so richtig reinnerden will: hier gibt es eine Liste von Endpunkten, Diensten und Readern.

Anekdotisch könnte ich erzählen, dass ich im November 2003 das "RSS Verzeichnis" gegründet habe. Einen Katalog von RSS-Feeds, weil es damals einfach soooooo viele gab. Das Projekt habe ich dann irgendwann verkauft – meine Begeisterung für RSS aber ist heute noch da. UberBlogr wäre nicht so sinnvoll zu nutzen, ohne RSS; zum Beispiel. Und ohne meine FreshRSS-Reader-Instanz wäre mein News-Konsum nur halb so effektiv … Deswegen: Nutzt mehr RSS. 😉

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12. Januar 2026

Ehrlos, wer noch auf X ist

if you continue to stay on X, it tells me you care more about your so-called audience than your so-called values

Bob Wertz

Es gab seit der Übernahme des Dienstes Twitter durch Elon Musk viele gute Gründe, die Plattform zu verlassen. Und dieser Tage liefert die Gemengelage aus toxisch-perversen Männern, einer fehlgeleiteten KI und Musk selbst noch mehr dieser Gründe.

Unternehmen spielen eine Meinung zu haben. Sie agieren nach kapitalistischen Grundsätzen – wer sein Unternehmen nicht oportun leitet, ist als Unternehmensleiter nicht geeignet. That's Capitalsm, Baby.
Sehe ich als BWLer und Unternehmersohn durchaus (ein). Die Frage nur ist eben: Wo ist die Grenze?

Will ich mit Faschos, Kriminellen und Verrohrten wirklich offen Geschäfte machen?
Oder will? kann? muss? ich es mir als Unternehmen leisten, manche Zielgruppen einfach abzulehnen?

Als Kunden indes haben wir immer die Wahl.

Vielmehr müssen sich Politiker die Frage stellen.
Klar, Friedrich Merz versucht die rechte Bubble abzuholen. Mission "AfD halbieren" ist krachend gescheitert, aber man lässt sich auf X weiter lustig von Faschos beleidigen. Wieso auch nicht.
Wieso aber ist UK Primeminister Keir Starmer noch dort, während er sich derzeit als lautester Politiker gegen das Gebahren der Plattform stellt? Immerhin: Seit 8. Januar hat er nichts mehr gepostet.

Von Unternehmen erwarte ich ehrlich gesagt kaum mehr Haltung.
Der Pride Month 2025 und die Abschaffung diverser DEI-Maßnahmen in den letzten Monaten sollten jeden realistisch genug werden lassen. Von Politikern sehen wir leider die gleiche duckmäuserische Haltung mittlerweile – der Verstoß gegen das Völkerrecht in Venezuela macht das deutlich.

Wo aber ist das Gewissen in der Gesellschaft?

Wir sind in einer Gesellschaft angekommen, in der es okay ist, wenn Politiker gegen Grüne und Link hetzen, Menschen KI nutzen um Pornos von realen Menschen zu erstellen, Klimawandelleugnung Konsens wird und Milliardäre Länder faschistoid nennen.

Und wenn wir hoffnungsvoll annähmen, noch nicht in einer solchen Gesellschaft zu leben, wieso nutzt man dann noch X? Um mit Menschen zu reden, die Frauen mit KI entkleiden, einem reichen Fascho zujubeln und Firmen zu folgen, von deren Glaubwürdigkeit man sowieso nichts mehr hält?

Ich vermische hier sicherlich ein bisschen verschiedene Aspekte. Kann sein, dass ich derzeit über alle Gebühren gefrustet bin. Sorry … Aber Haltung scheint 2026 einfach nicht mehr cool zu sein. Egal, von wem.

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11. Januar 2026

Dobrindt: Rechts blind, Links zurückschlagen

»Wir schlagen zurück – und überlassen den Linksextremisten und Klimaextremisten nicht das Feld«

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will gegen Linke und Grüne zurückschlagen.
Konnte man ahnen, nachdem Friedrich Merz am Vorabend der letzten Bundestagswahl erklärte, Links und Grün seien jetzt vorbei. Dobrindt, Merz, Spahn und Söder drehen den Kulturkampf gegen Links-Grün weiter und weiter.

Dabei kommt der Druck nicht von Links. Auch, wenn sich Dobrindt am Anschlag in Berlin abarbeitet, bei dem nach wie vor vollkommen unklar ist, woher der kam.

Und während man "Klimakleber" zu Millionenstrafen verurteilt, weil sie Flugbahnen und Innenstädte blockierten, lässt man Bauern einfach Autobahnen blockieren – kann man nichts machen. Genausowenig wie gegen Rechts. Kann man leider auch nichts tun. Wegen Klientelpolitik: AfD- und CSU-Wähler braucht man als CDU nämlich. Kann man nix machen.

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10. Januar 2026

Analoges Bloggen

Im Oktober hatte ich so ein Bedürfnis, selbst mal wieder ein Zine zu machen – ich hab' meine Kreativität als Jugendlicher ja ausgelebt, indem ich ein Star Trek-Zine gemacht habe. Eigentlich also zum 60. Geburtstag meiner Lieblingsserie der perfekte Zeitpunkt 2026 mal wieder zu Stift, Schere und Kleber zu greifen. So ganz analog.

… und wie so eine Erinnerung an diesen Gedanken kommt Anne mit einem Beginner Guide für Mini Zines.

Sollen wir einen UberBlogr Zine Tauschring machen?

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9. Januar 2026

Bücher tracken: Alternativen zu Goodreads

Einer meiner Vorsätze ist ja, in diesem Jahr wieder ein bisschen mehr zu lesen.
Und natürlich ist Lesen nur halb so viel Wert, wenn man es nicht trackt – also aktiv erfasst, welche Bücher man gelesen hat und wie man die so fand. 😉

Wenn wir dann gleichzeitig über 'Digitale Souveränität' reden, sollte man sich als Buchliebhaber:in nach einer Alternative für Goodreads umschauen. Denn Goodreads kommt aus den USA und gehört zu Amazon.

Es gibt da draussen durchaus ein paar schicke Alternativen, die meisten gar mit Goodreads-Import. Persönlich tracke ich meinen Medienkonsum in meinem Recorder – mein eigenes kleines Notizbuch für Links, Filme und Bücher, dass dazu noch ein Programmier-Spielplatz ist.

Europäische Alternativen zu Goodreads

Literal.Club kommt aus Berlin und ist international orientiert. Die sind recht offen in dem, was sie tun & bieten zudem eine API zum Anzapfen.

Storygraph kommt aus UK und ist eher so die "Underdog Geschichte", weil die Gründerin eine Alternative zu Goodreads wollte.

Reado kommt – trotz des weirden Namens – auch aus Deutschland, gibt es allerdings nur als App.

Und auch LovelyBooks kommt aus Deutschland, hängt aber unmittelbar an Hugendubel.

Sagte da jemand 'Fediverse'?

Natürlich gibt es mit Bookwyrm auch eine Fediverse-Alternative, die über diverse Instanzen eine recht vielfältige Community und Nischen-Communities aufbauen kann. Zudem kann sie mit Mastodon reden.

Erwähnt werden sollte außerdem noch NeoDB. Das Open-Source-Projekt ist optisch nicht direkt so sexy wiedie anderen Seiten, fährt aber einen ähnlichen Ansatz wie ich mit meinem Recorder: Du trackst damit nicht nur Bücher, sondern auch alle andere Art v0n Medien, wie Filme, Serien, Games und Podcasts. Spannend bei NeoDB: Das Projekt kommuniziert sowohl mit dem Fediverse, als auch mit Bluesky.

 

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8. Januar 2026

Mit Vorsatz

Welcher Typ Mensch bist du eigentlich: Ziele setzen oder nicht?
Ich gebe zu, dass ich nicht zu den Menschen gehöre, die sich großartig Ziele setzen, oder die Frage beantworten kann, wo ich in 5 Jahren sein wöllte … Typische Bewerbungs- oder First Date-Fragen.

Trotzdem muss ich gestehen, dass es so ein paar Dinge gibt, die mir mit Zielen leichter fielen.
Weil sie so ein "Muss" im Leben verankern. Und sei es nur sich selbst gegenüber.

2024 hatte ich mir einige Ziele gesetzt – Mindestkilometer auf dem Fahrrad und dergleichen. 2025 bin ich dann ohne eine Ideen und Ziele ins Jahr gestartet und ließ es so dahinplätschern.

Weder die eine, noch die andere Version hat meiner Laune oder Karriere geschadet – oder auf täglicher Basis geholfen, aber am Ende des Jahres mit Zielen gab es etwas, auf das man mit "Stolz" zurück auf sich selbst schauen konnte. Zudem half es, mal etwas Neues zu wagen.

Deshalb gibt es für 2026 wieder ein paar Ziele. Einige private, andere teile ich hier einmal – Öffentlichkeit schafft ja auch einfach nochmal ein bisschen Druck.

  • 6.750 Kilometer mit dem Fahrrad – davon 1× 1.000-km-Tour 🚴
  • Jeden Tag Tagebuch schreiben ✍️
  • 7× bloggen in der Woche 📝
  • 1 Buch pro Monat lesen 📖
  • Kein Telefon mehr auf Toilette 💩
  • Weniger Instagram Zeit (weshalb ich meine Followings massiv ausgedünnt habe) ✋
  • Dankbar sein; aber auch mehr Leuten eben dieses zeigen – es ihnen sagen, schenken, teilen 😘

Einiges davon ist sicherlich nicht SMART, aber trotzdem achievable.

Irgendwelche Vorsätze, die Du so für 2026 hast, und teilen magst – vielleicht füge ich ja noch etwas der Liste hinzu.

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7. Januar 2026

Neues Jahr, Zeit die eigene 'Default'-Liste zu aktualisieren, sagt Robb.
Default-Liste? Die Liste von Tools, die ich im täglichen Leben so einsetze. Immer bestens geeignet, um Neues zu entdecken und selbst zu reflektieren, ob die ganze Abhängigkeit zu Google und Co gut ist. Passt prima in die DiDay-Thematik.

Auch hier und hier an anderen Stellen.

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