Ein Webring sie zu sammeln

tl;dr: Ein Webring für alt(gedient)e Blogger – der Wahnsinn!

Na gut. Ich bin durchaus dafür bekannt aus einer „fixen Idee“ etwas zu formen. Aus „man könnte eigentlich“-Gedanken ist meine Karriere entstanden, ebenso wie erfolgreiche Kampagnen für Kunden oder private Projekte wie das Bloghaus (Idee einst) und RSS Verzeichnis (später lohnend verkauft). Und ja, es waren natürlich auch Flops dabei – die erspar ich euch, wir haben ja nicht ewig Zeit …

Nun dachte ich neulich:

… und dann ging ich ein bisschen auf Reise im Netz und stellte erstaunt fest, dass die Idee des Webrings, in dem man sich in den jungen Tagen des Internets durch einen Ring aus thematischen Websiten hangelte, tatsächlich sowas wie ein kleines Revival erlebt.
Im Fediring zum Beispiel versammeln sich Mitglieder des Fediverse, während es unzählige Ringe gibt welche die Nostalgie des Webs von einst feiern. Über das Phänomen des Retrowebs habe ich hier geschrieben.

Und so dachte ich: Ey, wieso jetzt eigentlich nicht?

Jedenfalls: Sagt Hallo zu UberBlogr

…ich hatte erst an eeeeekkkkchrrr! gedacht – das Geräusch eines guten alten 56k Modems –, aber das ist vielleicht doch zu nerdig. UberBlogr ist eine Referenz an die gute alte Zeit, in der alles mit einem r endete (Danke Jörg); sowie an Umlaute, die keine sind.

Das Script, welches den Ring steuert habe ich an einem Abend geschrieben und es sollte den Job zuverlässig erledigen. Ich habe absichtlich auf Javascript oder iFrames verzichtet (wie in der guten alten Zeit), ebenso auf riesige Banner oder sowas. Im Grunde sind es einfach nur drei bis vier Links, die ihr in eure Website integriert.

Natürlich braucht jeder Webring einen Sinn – und Regeln.
Hier sind sie:
Du musst seit mindestens 10 Jahren bloggen. *
Du musst nett sein und deine Website nicht primär kommerziell betreiben.

Voila.
Eine Anmeldung ist einfach: Links integrieren, Mail schreiben, kurz warten, Hallo sagen.

Webrings were curated communities with dope badges that you could explore with simple `< prev` and `next >` links.
Tatiana Mac

Webringe sind eine vollkommen nostalgische Angelegenheit. Sie stammen aus einer Zeit lang bevor das Internet in den Medien präsent war. Sie vermitteln ein Gefühl von einem Abschnitt der Webgeschichte, in der Buffy- und Akte X-Fanseiten die neusten Gerüchte diskutierten, Kim Schmitz der Retter deiner Telefonrechnung war und die zaghaft aufblühende Blogszene in Deutschland sich in Beiträgen noch Hallo, Guten Morgen und Guten Nacht sagte. Wer an dieses nostalgische oder auch idealistische Gefühl glaubt ist herzlich willkommen.

Welchen Nutzen oder Hintergedanken das alles hat? Keinen. Außer ein bisschen Spaß – wie eingangs erwähnt entspringt das alles einfach einer kleinen Idee.

Noch fragen? Dann twitter‘ mich an oder schreib eine Mail an die Adresse auf der Webring-Seite!

*Ich habe ein wenig nachgedacht über diese Einzugsgrenze von 10 Jahren – ist sie zu viel? ^^


Text vom: 06.09.2022, 08:27 Uhr

Hi, ich bin Thomas

Seit mehreren Jahren schreibe ich über Mobilität, Technologie und die Digitale Gesellschaft. Wenn du magst erfährst du hier mehr über mich.