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19. Juni 2026

18. Juni 2026

Wozu gibt es 2026 eigentlich noch immer die Caps Lock-Taste auf Tastaturen?

 

7 Kommentare / 18. Juni, 14:47 Uhr ↦

17. Juni 2026

16. Juni 2026

Sorge um Regionalzeitungen

Die Regionalzeitungen haben nicht die Ressourcen, die Digitalisierung zu umarmen”, sagt Rainer Esser, frühere Geschäftsführer der Zeit.

Ich halte das für eine Binsenweisheit. Wer es schafft einen Redaktionsschluss mit Print und Auslieferung zu organisieren, kann auch online machen. Was Verlage bis heute nicht verstanden haben: Dass lokaler Journalismus über Community und Leserbindung vor Ort funktioniert und nicht über "Abverkauf". Das Bedürfnis von Lesern, zu wissen, was vor der Haustür passiert ist nicht plötzlich abhanden gekommen. Statt einen fetten Mantel aus dem Einheitsbüro zu produzieren und seine Seite mit Nachrichten vollzustopfen, die Leser:innen sowieso andernorts besser bekommen, sollten sich Regionalzeitungen auf das konzentrieren, was ihr Alleinstellungsmerkmal ist: Lokale Verbindungen und Nachrichten.

Und dann lauert da noch ein anderes Problem: Jede lokale Zeitung die stirbt oder ihren Job nicht gut macht, öffnet die Lücke nach rechts.

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Ein Handy von Commodore …

Könnte direkt aus einer Parallelwelt kommen, in der die Tech-Geschichte vor 40 Jahren eine andere Abbiegung genommen hat: Commodore ist zurück und bringt ein Klapp-Dumb-Phone namens Callback raus.

Nein, kein Scherz – auch, wenn die Bilder auf der Webseite so wohlklingende Namen wie „Screenshot-2026-06-16-at-00.47.02-1024x580.png” haben …

Wer sein Daumen und Ohr an das Retro-Phone schmiegen möchte, der muss immerhin 430 Euro auf den Tisch blättern. Was ungefähr 300 Euro mehr sind, als ich für sowas als Gag auf den Tisch legen würde. Dafür kann man zwischen vier Farben wählen – wobei natürlich einzig und allein beige die richtige Entscheidung. /via

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15. Juni 2026

UK verbannt Social und KI für Jugendliche

Dieser Text stammt aus meinem Social-Media-Newsletter vom 16. Juni 2026.
Ich bin gegen ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. Statt Plattformen zur Verantwortung zu ziehen und in Medienbildung für Kinder und Eltern zu investieren, drängen wir Jugendliche in Nischen des Internets und tun so, als würde sich ein Problem lösen, weil wir fünf Apps für sie verbieten.


Großbritannien macht ernst: Wie erwartet hat der britische Premier Keir Starmer ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige angekündigt und bezeichnet es als weitreichendstes weltweit. Als Vorbild dient Australien – aber mit „Plus“, so Starmer. (BBCTechCrunch)

Betroffen sind alle großen Plattformen: TikTok, Instagram, YouTube, Snapchat, Facebook und X. Messenger wie WhatsApp und Signal sollen ausgenommen werden. Anders als in Australien sollen auch KI-Chatbots künftig nur noch für Volljährige erreichbar sein. In Kraft treten sollen die Regeln im Frühjahr 2027, dazu muss die Medienaufsicht Ofcom nun jedoch ein System zur Altersverifizierung aufbauen.

Die Regierung begründet den Schritt mit Suchtmechanismen, Mobbing und schädlichen Inhalten. Sie beruft sich auf eine Konsultation, in der über 83 % der teilnehmenden Eltern die Risiken höher gewichteten als den Nutzen. Befragte Jugendliche selbst wünschten sich laut Regierung primär mehr Schutz statt eines pauschalen Verbots. Offenbar gewichtet die Regierung jedoch das Anliegen der Eltern höher. (Sky)

Nicht nur von Jugendlichen gibt es Gegenwind: Plattformbetreiber reagierten wenig überraschend mit Ablehnung. Gleichzeitig wirbt Starmers Regierung bei der Trump-Administration aktiv um Rückendeckung – das Gesetz schütze Kinder und sei kein Angriff auf US-Tech. Trumps Regierung hatte Starmer vor einer Woche bereits vor einem Gesetz gewarnt. Und Elon Musk nannte das Vorhaben ein Zensur-Gesetz. (GuardianSky)

Vorbild für Großbritannien ist Australien, wo ein Verbot seit Dezember 2025 in Kraft ist. Nach wenigen Monaten zeigt sich dort, wie schwer die Durchsetzung ist. Laut Erhebung nutzen im März 2026 noch rund 61 % der zuvor aktiven Jugendlichen die eigentlich gesperrten Plattformen. Bei Eltern bleibt das Verbot dennoch beliebt, auch wenn Fachleute zweifeln, ob ein pauschaler Bann überhaupt wirkt. (Sherwood)

Für alle, die jüngere Zielgruppen ansprechen, wird die Frage nach Reichweite und Plattformwahl zunehmend zur Strategiefrage. Auch innerhalb der EU gibt es seit Monaten Diskussionen um ein Social-Media-Mindestalter. Zuletzt hatte die irische Regierung angekündigt, die kommende EU-Ratspräsidentschaft für eine stärkere gesetzliche Regulierung sozialer Netzwerke nutzen zu wollen. (heise)

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14. Juni 2026

The text is not the product – zumindest, wenn man Hausarbeiten und -aufgaben und Arbeitstexte schreibt. Deshalb macht es keinen Sinn, sie durch KI erstellen lassen. Denn sie sind vielmehr ein Arbeitsmittel – zum denken, urteilen und für eine Sache einstehen lernen. „AI wirkt nur dann bedrohlich, wenn man glaubt, das Ziel sei der fertige Text und nicht der Mensch, der sich durchs Lesen, Umschreiben und Scheitern bildet.“, schreibt Gerald Hensel in der aktuellen Ausgabe seines immer empfehlenswerten Newsletters.

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Diese REWE Werbung mit diesem Fussball-Gedöns macht mich aggressiv: „Mach besondere Momente noch besonderer“

MEINE FRESSE, 'besonders' ist ein Adverb und kann nicht gesteigert werden!!! Ich hasse es, wenn Werber so einen Quatsch schreiben.

14. Juni, 16:38 Uhr ↦

Erste autonome Drohne tötet Menschen

Glückwunsch, der nächste Schritt in humanitärer Grenzüberschreitung ist getan: Im Ukraine-Krieg wurde der erste Soldat autonom von einem Roboter getötet.

The event has been kept under wraps for two years, Ukrainian drone maker Alexander Kokhanovskyy said. The device itself was a quadcopter drone designed to zip to the front line, loiter around a perimeter for roughly 10 minutes, then launch into “terminator mode.” This mode, the Ukranian drone expert explained, involves the use of an unidentified AI model to automatically seek out and attack human targets.

Das Ding dabei ist der letzte Satz: Das war nicht "Selbstschutz" in dem zufällig ein Soldat im Weg war. Es war eine autonome Drohne, die gezielt „suchen und attackieren“ sollte.

Glückwunsch, liebe Menschheit.

Israel nutzt im Gaza-Konflikt auch KI, ebenso wie die USA im Irankrieg. Die ukrainischen Militärs dürfen sich jetzt aber wohl damit rühmen, den ersten dokumentierten Fall eines autonomen Terminators für eine Tötung zu haben.

Ach, was soll's … Wir haben es als Rasse einfach nicht verdient noch irgendwie sinnvoll weitermachen zu dürfen.

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