Endlich ist Deutschland übrigens mal unter den Top 3, wenn es um ein digitales Thema geht: Irland (71%), Deutschland (67.5%) und Mexiko (42.8%) hatten die höchsten Traffic-Anteile von Bots.
Der Report von Thales macht vor allem auch Large Language Modelle für den Traffic verantwortlich, weil die das Netz nach Informationen und Lehrmaterial abgrasen. Einen weiteren hohen Anteil haben schlichtweg Angriffe über Bots. Die Thales-Experten erwarten, dass der Bot-Traffic in Zukunft den Anteil an durch Menschen verursachen Traffic überholen wird.
Joko und Klaas übernahmen am Sonntag für 24 Stunden ProSieben und machten ihn zu ihrem Sender.
Das war vor allem eins: Ein Event. Anarchie.
Ich gebe zu: ich saß vorm Fernseher, als Joko & Klaas am Sonntag Morgen um Mitternacht den Sender ProSieben einnahmen. Um 1 Uhr ging es ins Bett. Um 09:30 Uhr saß ich dann wieder vorm Fernseher, nur um zu sehen, wie die beiden erst joggen gingen und dann kurzerhand im Studio von Sat.1 einfach auch noch eine Stunde Sendezeit auf dem Schwestersender übernahmen.
Und ab da lief ProSieben eigentlich stets im Hintergrund mit. Trash-Talk-Wiederholungen aus den 90ern, eine Partie Uno im Olympiastation, eine Stunde End-90er-Jahre TV von Steven Gätjen und schließlich eine neue Quiz-Show, in der irgendwann der ProSieben-Senderchef anrief und fragte: „Wollen wir die nicht einfach regelmäßig senden?“.
Mich interessierte vor allem eines – wie es Klaas irgendwann im Lauf des Tages mal formulierte: trägt das?
Nachdem die Quoten jetzt raus sind kann man sagen: „Und wie!“.
Nun kann man – sollte man das! – nicht jeden Sonntag machen. Und auch nicht denken, dass das jeden Sonntag trägt.
Aber es zeigt vor allem eines: Lineares Fernsehen kann noch was. Und ist immer dann groß, wenn es Dinge live macht und sich was traut.
Und natürlich ist fraglich, ob so ein Sonntag mit Chaoten auf der ARD auch tragen würde. Knossi und Co. haben mit ihrem Angelcamp gezeigt, dass es nicht mal Fernsehen braucht, wenn man die richtigen Menschen sammelt und irgendwie live dreht.
Aber es ist spannend zu sehen, dass ein junges Publikum mit den richtigen Zutaten dermaßen in die FOMO getrieben werden kann, dass sowas dann als Sendung funktioniert. Und am Ende mit billigsten Mitteln, teilweise wirklich mieser Audio- und Bildqualität sowie einer Briese Anarchie etwas schaffen kann, dass junge Menschen durch den Tag trägt.
Glückwunsch, ProSieben. Glückwunsch, Joko und Klaas.
Nicht übermütig werden, aber bitte. Das funktioniert aber nur in großen Abständen. Macht bitte nicht den Fehler wie bei Masked Singer und macht das jetzt 3x pro Jahr …
Sex and Drugs and Produktempfehlungen – wie die Abwesenheit eines Mainstreams in der Musik dem Vorzeige-Glamour-Festival Coachella das Leben schwer macht.
Gelsenkirchen verbietet Leih-E-Scooter – Bereits ab diesem Wochenende müssen die Roller verschwunden sein. Argument der Stadt: Fehlverhalten von Scooter-Fahrern. Es ist reichlich absurd, dafür eine Art „Allgemeinhaftung“ einzuführen. Ich würde mir privat keinen Scooter kaufen, aber ich liebe die Dinger in fremden Städten, in denen ich mein Fahrrad nicht dabei habe …
„Wir müssen raus aus dem Denken, dass Jenen Orte gehören, die schnell durch sie hindurch wollen, mit dem Auto.“ – Guter Gedanke von Katja Diehl auf Mastodon, aber stimmt: Wir gestalten unsere Städte nicht mehr für die in ihnen Lebenden, sondern für jene, die hindurch, rein oder raus wollen – und zwar schnell, das steht über allem.
Eine kleine, herzliche Geschichte ist die von Arthur – einem Hund, der den schwedischen Sportler Mikael Lindnord bei einem Extremrennen im Jahr 2014 „findet“ und begleitet. Lindnord nimmt ihn aus Ecuador mit nach Schweden, schreibt ein Buch – und sieht sein Abenteuer jetzt mit Mark Wahlberg verfilmt.
Ich hab‘ die Lethargie des Wochenendes – statt Radfahrens, wegen schlechten Wetters und der anhaltenden Erkältung – genutzt, um UberBlogr umzubauen. Bisher basierte der Webring auf statischen Dateien. Sprich, es gab eine Datei für die Mitglieder und 4x am Tag lief der Crawler durch die RSS-Feeds und bastelte die ganze Seite und den RSS-Feed neu zusammen.
Das war mir ein wenig zu unflexibel – auch, weil ich mehr als den jeweils letzten Beitrag eines jeden Blogs anzeigen wollte.
Deshalb läuft das jetzt alles über eine kleine Datenbank. Vollkommen overpowered aber hey, egal. Nach wie vor sammle ich jetzt 4x am Tag die letzten Aktualisierungen der RSS-Feeds ein, und die werden jetzt in einer etwas anderen Darstellungsform der Mitglieder-Liste angezeigt.
‚One Terabyte of Kilobyte Age‘ ist die Aufarbeitung eines 1 Terabyte großen Torrents, der kurz vor dem Tod von Geocities. gezogen wurde. Es ist ein buntes Archiv des Web 1.0. Ein Schwelgen in so sah das Netz einst aus.
Am Sonntag läuft das wohl schrägste TV-Experiment seit Big Brother und dem Kipp-Roll-Fall-Spektakel: ProSieben überlässt für 24 Stunden seinen Sender dem deutsche Moderatoren- und Chaos-Duo Joko und Klaas.
Die haben jetzt ihren „Programmplan“ vorgestellt und ich habe den Eindruck, ich muss den Festplattenrekorder von Magenta TV am Sonntag heißlaufen lassen …
Wenn man seit mehr als 20 Jahren in dieses Internet schreibt, dann ist man vielen Menschen begegnet – virtuell, manchmal anschließend sogar in Person. Das „Problem“ an dieser Virtualität ist: man sieht virtuellen Ichs ihr Alter nicht an. Gesundheit, Krankheit, man nimmt manchmal nicht wahr, wenn ihre Stimmen für ein paar Tage nicht auftauchen.
Und dann, irgendwann.
Erreicht einen die Nachricht, dass die Stimmen nicht mehr erklingen werden.
Seit Ende 2000 schreibe und lese ich in diesem Internet – und spezieller: in dieser deutschen Blogosphäre.
Und manch laute, bunte, tolle Stimme nahm bereits Abschied. Jörg-Olaf Schäfers war so eine. Robert Basic ebenso.
Eine Stimme, die nie in der Blogosphäre zu hören, stets aber irgendwie da war, ist die von Gabi Kantel. Die Frau des bekannten **Schockwellenreiter**s war nie ein aktive Stimme, stets aber eine Präsenz. Von ihr heisst es nun leider Abschied zu nehmen: „Gabriele (Gabi) Kantel ist nach kurzer, aber heftiger Krankheit im Klinikum Neukölln friedlich eingeschlafen”, schrieb ihr Ehemann Jörg heute.
Mein tief Beileid für diesen Verlust, Jörg. Jemandem nach 37 Jahren verabschieden zu müssen ist für mich wenig vorstellbar. Ich kannte Gabi nicht. Ich las nie von ihr. Sprach nie mit ihr. Und doch fühlt es sich an, als wäre da plötzlich eine Lücke. Und ich bin mir sicher, dass diese für mich – so weit, weit entfernt – viel kleiner ist; während sie so unvorstellbar groß für dich, Jörg, Familie und Freunde, sein muss.
Ich wünsche euch viel Stärke! Haltet an den schönen Erinnerungen fest und zieht Kraft aus ihnen. Stimmen mögen verstummen, Präsenz wie Gabis aber werden bleiben – mindestens so lang, wie sich Menschen an sie erinnern. Dieses ist meine Erinnerung an sie.