Ent-Erziehungsberechtigt
Die letzten Stunden meiner wohl größten Rolle des Lebens brechen an.
Morgen wird das letzte Kind 18 Jahre. Und meine Rolle als Erziehungsberechtigter endet.
Die letzten Stunden meiner wohl größten Rolle des Lebens brechen an.
Morgen wird das letzte Kind 18 Jahre. Und meine Rolle als Erziehungsberechtigter endet.
Jeden Monat geht der Bloggerschnack um … ich beteilige mich eigentlich nie daran, aber diesmal geht es um das älteste eigene Weblog-Posting. Und als alter Blogger-Sack kann ich da nicht widerstehen.
Also rückt näher, Kinder. Opa erzählt von damals.
Irgendwann im Sommer 2000 schrieb‘ ich auf einer längst vergessenen Website schon einmal Tagebuch. Am 05. Januar 2001 fing ich dann auf Blogspot an zu bloggen. Und nach bereits wenigen Tagen legte ich meine eigene Domain mit Blog an. Davon erhalten sind meine ältesten Blogbeiträge aus dem Februar 2001.
Irgendwann, denke ich immer, muss ich die auch mal noch in mein Archiv holen.
Die Frage, die beim Bloggerschnack-Thema mit aufkommt: Was würdest du heute anders machen? Die Frage kann ich überhaupt nicht beantworten, weil sowohl ich als auch das Internet etwas vollkommen anderes waren damals. Ich abstrahiere heute Dinge mehr. Ich versuche Links, die ich poste, zu beschreiben (statt immer nur „hier“ zu schreiben). Ansonsten ist das Blog gestern wie heute mein Spielplatz auf dem ich wenig darüber nachdenke, wann, was oder wie ich etwas veröffentliche. Das sieht man meinem Blog 2001 noch mehr an – damals gab es aber auch noch kein Social Media oder Microblogging-Dienst wie Twitter, der mir ab 2007 viel von dem „spontanen, kurzen“ Posten abnahm. …auch das könnte ich vielleicht einfach mal irgendwann ins Archiv packen?
Naja. Genug von vor 25 Jahren. 😂
Das alte Netz ist sowieso tot, begraben und vergessen.
Was mach‘ ich denn den ganzen Tag? An jedem fünften Tag eines Monats blogge ich, als wäre das hier ein Tagebuch.
Als ich im Dezember vor fast vier Jahren den Job in der britisch-deutschen Agentur annahm, verbrachte ich das erste Jahr jeden Monat ein paar meiner Arbeitstage in London. Dann änderte sich meine Rolle ein wenig, weshalb die Trips nach London seltener wurden. Aber am zurückliegenden Wochenende habe ich zum ersten Mal tatsächlich zweieinhalb freie Tage gemeinsam mit der Frau in Londonium verbracht.
Ich könnte darauf jetzt lang und breit antworten. Hab‘ aber keine Lust.
Ich kritisiere den Einsatz von KI überhaupt nicht pauschal. Für mich existieren zwischen „ein paar Zeilen CSS-Code mit KI [1]“ und „Fake-News erstellen & verbreiten mit KI [2]“ aber dann doch winzige Unterschiede. Selbst, wenn man es über den gleichen Kamm scheren mag – ist nicht die einzige Ambivalenz in meinem Leben. Kannste glauben.
Im März 2025 habe ich diese kleine Website von Textpattern auf ClassicPress umgestellt. Davor sah es schon bisschen altbacken hier aus, seitdem aber noch mehr. In den letzten 14 Monaten habe ich insgesamt drei Website-Designs gebastelt – und jedesmal – wenn sie so bei 90% waren –, dachte ich: Och, nee.
Frisch gemalert (hier im Blog) … Aller paar Jahre mal notwendig. Hier und da hängt noch Kreppband und es riecht etwas. Aber im Großen und Ganzen eigentlich okay.
Luna Möbius meint, man müsse das „Ostdeutsch“ reclaimen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich darauf Lust habe …
Schon wieder sechs Monate rum 2026.
Der Start in meinen 45. Sommer war wahrscheinlich der kühlste der verbleibenden Sommer – und der heißeste. Schöne neue Klimawelt.
Wenn ich so auf meine Now-Seite schaue und die mit den letzten zwei Jahren vergleich, dann scheint 2026 bisher einigermaßen gemächlich dahin zu rollen … zur Realität gehört aber, dass dort nicht erwähnt ist, was mich beruflich in den letzten Monate beschäftigt hat. Das Projekt wurde Anfang der Woche abgeliefert – der Rest obliegt nicht mehr mir. Zuletzt hatte ich so ein Mammut-Ding 2018. Aller acht Jahre ist so ein Stretch also durchaus mal erlaubt, binnen dem man am Wochenende vielleicht nicht richtig abschalten kann. Dass ich von Arbeit geträumt oder Nachts aufgewacht bin und an etwas arbeitsbezogenes dachte jedenfalls ist schon eine ganze Weile her.
Streßlevel heute nun dann endlich wieder Null.
Und Ende nächster Woche geht es in den Urlaub.
Meine große „Errungenschaft“ im ersten Halbjahr: Ich habe mich nach zwei Jahren ringen endlich entschieden, mit einem Personal Trainer an meiner Fitness zu arbeiten. Weniger im Bereich Ausdauer, die durch das ständige Radfahren sowieso gut ist. Eher im Bereich Muskel und Stabilität. Mann wird ja nicht jünger.
Dazu kommen Ausflüge mit dem Rad nach Berlin und auf den Brocken, neue Carbonlaufräder für den Ofen und nackte 2.800 Euro, um den Mustang einmal „auf Null“ zu setzen (neue Stoßdämpfer, Querlenker, Reifen, Flüssigkeiten, …).
Zwischenzeitlich waren wir eine Woche in Ägypten, die ich nur am Meer verbracht habe um in Ruhe drei Bücher zu lesen, die nichts mit dem Job zu tun haben.
Und das war es im Groben auch schon. Manchmal gibt es Phasen im Leben, die einfach so schwinden, ohne groß Erinnerungen zu hinterlassen.
Mein Plan für die kommenden sechs Monate: Ein paar mehr Erinnerungen, ein bisschen weniger hinter dem Computer.
Als nächstes entschwinden wir für zwei Wochen nach Italien. Danach geht es mit dem Fahrrad nach Schweden. Und dann schauen wir mal, was der September bringt. Am Ende ist es eine Definitionsfrage: Ist 2026 erst oder schon zur Hälfte vorbei? 😉
Drei Kreuze.
Größtes und wichtigstes Projekt des Jahres mit Bravour abgeliefert. Alle happy. Jetzt muss nur noch das Ergebnis stimmen.