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7. Februar 2026
Deep Space Nine ist nicht nur meine liebste Star Trek-Serie. DS9 ist mein Zufluchtsort. Das meine ich Ernst. Diese Serie, diese Station ist mein Tempel – so seltsam sich das für manch eine:n anhören mag.
Nun hat sich Star Trek: Starfleet Academy S01 S05 die Aufgabe gesetzt eine "Ode an DS9" sein zu wollen.
Und naja, hier sitze ich nun an einem Samstag Vormittag auf der Couch und verdrücke ein paar Tränchen. Denn irgendwie schafft es die Episode die richtigen Knöpfe zu drücken. Sie setzt nicht nur Benjamin Sisko ein Denkmal, sondern Avery Brooks. Dass sie gleichzeitig Cirroc Lofton als Jake Sisko zurückbringt und uns versichert, dass es ihm gut ging, ist umso schöner. Im Englischen Original dann die letzten Sätze von Brooks gesprochen zu hören, brach mich dann leider …
War das einigermaßen "billig"? Ja.
Brauchte ich das? Nein. Und doch!
Einen fetten Minuspunkt gibt es für Tawny Newsome. Die liefert als Autorin der Episode zwar hervorragende Arbeit ab, aber ich kann dann nichts anderes als eine pure Marry Sue-Ego-Nummer darin sehen, wenn sie sich auch noch als Schauspielerin in die Episode schreibt – und dann auch noch die Rolle spielt, die sie spielt*. Schade, wirklich… All meine Gedanken hier.
Nach nun 5 Episoden setze ich mich als jemand, der seit 1991 Trekkie ist, offenbar deutlich von anderen Alt-Trekkies ab, wenn ich sage: Academy überrascht mich bisher. Seit 30 Jahren dachte ich, dass es eine solche Serie nicht braucht, dafür habe ich richtig viel Spaß an ihr.
Bernd Schneider schreibt in seiner jüngsten Kritik: „So if I'm asked whether SFA is the worst Trek series, based on what I've seen so far, I have to say yes“ – und ich kann überhaupt nicht LAUTER WIDERSPRECHEN, wenn ich bspw. das Debakel anschaue, dass alle Seasons von Picard oder das meiste von Discovery war. Diese Serien habe ich ebenfalls geschaut, immer auch gesehen, was sie versuchen, aber zu keinem Zeitpunkt hatte ich mit ihnen so viel FREUDE wie mit Academy in den ersten 5 Episoden.
* Spoiler: Newsome spielt einen Cardassianer-Trill-Mix der rein zufällig natürlich ein Dax-Symbiont ist.
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6. Februar 2026
Ich bin – als dreifacher Vater – ja gegen ein Social-Media-Verbot für Kids. Überall auf der Welt (Australien voran, Frankreich, Spanien, Niederlande, Indien, …) machen es sich Politiker gerade ziemlich einfach, indem sie genau so ein "Social Media-Mindestalter" fordern.
Als nächstes wird die CDU auf ihrem Parteitag am 20.02 wohl darüber abstimmen …
Das Ding ist: Auch als Erwachsener will ich den süchtig machenden, manipulativen und schrecklichen Dingen auf Social nicht ausgesetzt sein. Wenn ein Schutz dann zusätzlich mit einer faktischen Ausweispflicht in einem öffentlich digitalen Raum verknüpft wird, dann bewegen wir uns schnell in sehr dystopischen Welten.
Dabei haben wir bereits Gesetze und Hebel, um gegen genau die Mechanismen vorzugehen, die hier immer als "Jugendschutz" vorgeschoben werden.
Wenn man Social Media derzeit immer mit Alkohol vergleicht und deshalb einen Jugendschutz fordert, dann halte ich dagegen: Bier ist verboten, weil du den Alkohol nicht rausbekommst. Alkoholfreies Bier indes kann lt. Gesetz auch ein Kind kaufen.
Wer bitte will denn manipulative Algorithmen? Lass uns doch lieber für alle das Gift aus den Algorithmen holen, wenn wir wissen, dass sie nicht nur Kindergehirne, sondern auch erwachsene Meinungen und Demokratien zerfressen.
Insofern freut mich die heutige Meldung, wenn die EU Kommission feststellt, dass TikTok mit seinem "süchtig machenden Design" gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste verstößt. Weil es eben deutlich macht, dass das nicht nur für Kinder Scheisse ist, sondern für uns alle.
Jetzt bitte nur eben die richtigen Konsequenzen daraus ziehen, liebe EU.
(Zuerst veröffentlicht auf LinkedIn)
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5. Februar 2026
Was mach‘ ich denn den ganzen Tag? An jedem fünften Tag eines Monats blogge ich, als wäre das hier ein Tagebuch.
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Wann hast du zum letzten mal richtig hart nachgedacht?
Eine Unsitte geworden ist ja, dass alles, was ein bisschen Hirnschmalz erfordert, mittlerweile von KI wiedergekäut wird. Den Satz "Ich hab' mal ChatGPT gefragt" kann ich nicht mehr hören – vor allem nicht im Arbeitskontext.
Klar werde ich bezahlt, um Powerpoints zu bauen. Und einen noch mehr erfundenen Job gibt es ja nicht, als den eines Strategen. Aber Hey, du bezahlst mich vor allem fürs nachdenken – nicht das, was auf dem Slide steht, sondern die Denkarbeit davor!
Und selbst mit KI ist's noch immer die Kopfarbeit, ob es sein kann und was damit anzustellen ist.
Nachdenken ist einfach nicht mehr cool. Das zieht sich mittlerweile durch alle Branchen. Beispielsweise im Coding: Vibe Coding ist ja cool, aber es bringt niemanden von uns weiter – weil das reinnerden in Probleme und das Erschaffen echter kreativer Lösungen für (technische) Probleme nicht von der KI geleistet werden kann: I miss thinking hard.
… und man verstehe mich nicht falsch.
Im beruflichen Kontext liebe ich die Vorzüge der KI, wenn sie mir exakt sagen kann, wo ich etwas gelesen habe, Kontexte schaffen kann, synthetische Audiences Antworten auf Fragen geben können, … Jaja, alles gut. Das ist aber eben auch, weshalb ich KI aus gewissen Aspekten meines Schaffens und meines Lebens raushalten will. Weil ich es genauso liebe, nachzudenken.
Update
- Felix "formt" Gedanken eher über Zeit – und ich funktioniere vor allem bei Kreativ- und Strategie-Fragen ebenso; meine Working-Decks sind lebende Objekte die sich wie Knetmasse mit der Zeit entwickeln; "hart" nachdenken tue ich eher, wenn die Deadline drückt 😂
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3. Februar 2026
„Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“
Dieser Kommentar war BILD eine Kampagne und 60.000 ADAC Wutmitgliedern den Vereinsaustritt wert.
Und statt sich Eier wachsen zu lassen* und zu sagen: Ja, Leute – ist bitter, aber eben die Wahrheit, heult man beim ADAC den drei Millionen Euro Mitgliedsbeiträgen nach und trennt sich jetzt vom Zitat-Geber, ADAC-Chef Gerhard Hillebrand.
Um das mal in den Kontext zu setzen: Der ADAC hatte im Frühjahr 2025 einen Mitgliederbestand von rund 22,2 Millionen Menschen. Die wüterichenden Bernds und Helgas sind 0,27 Prozent.
Für sowas Rückgratloses wie diese Manöver sollte ICH jetzt eigentlich die Konsequenz ziehen und austreten.
* frau verzeihe mir den machohaften Ausdruck
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2. Februar 2026
Elon Musk scheint wirklich Geldprobleme zu haben … er bastelt sich seine Kapitalwerte neu zusammen und bläst das lustige Konstrukt noch weiter auf.
Nachdem er X von seinem xAI hat aufkaufen lassen und dabei die Werte einfach selbst festgelegt hat, ließ er vor ein paar Tagen einfach 2 Mrd. US-$ von Tesla bei xAI einfließen.
Nun verkündet Musk, dass xAI durch seine Raketenfirma SpaceX übernommen werden.
Mit den neuen Kräften will Musk auch „Millionen Satelliten, die als Rechenzentren im All dienen“ bauen: „Weltraumbasierte KI ist offensichtlich der einzige weg der Skalierung“, schreibt Musk. Und betont, Platz sei ja genug im Weltall: „space is called “space” for a reason. 😂“
SpaceX plant wohl noch in diesem Jahr einen Börsengang.
Bewertung vor der xAI-Übernahme: eine Billion US-Dollar.
Mit xAI könnte die jetzt auf 1,5 Billion steigen.
Teslas Marktkapitalisierung liegt derzeit bei 1,4 Billionen.
Der Plan könnte also sein, die zwei Börsennotierten Unternehmen dann zu vereinen … dass Tesla dann schon einen Anteil am anderen Unternehmen hält, könnte es den Aktionären von Tesla schmackhaft machen …
Noch mehr BS geht eigentlich nicht.
Tesla und SpacexAI ist entweder die dümmste Wette, oder am Ende doch nur eine Religion Sekte.
Musks "Imperium" wankt ganz ordentlich.
Tesla verliert Marktanteile, Umsatz und Gewinn. xAI verbrennt monatlich eine Milliarde Dollar. Aktionäre verklagen Musk wegen fragwürdiger Geldtransfers. … jetzt hält die Wette auf SpaceX alles zusammen.
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Manchmal scrolle ich durch meinen eigenen Blog und lande bei Artikeln, die ich vor 1 - 2 Jahren geschrieben habe. Eigentlich noch gar nicht so lange her. Und trotzdem fühlt es sich manchmal an, als hätte das jemand anderes geschrieben.
Marco betrachtet alte Gedanken und die Entwicklung, die man in der Zeit macht.
Genau das finde ich auch spannend – ich schreibe jetzt seit 25 Jahren Blog und das meiste (aus diesem privaten Blog hier) liegt in einem Archiv. Nicht für Leser, sondern für mich. Denn mindestens einmal die Woche sitze ich verträumt auf dem Sofa und klicke mich da durch.
Spannend sind dabei nicht nur die eigenen Gedanken, sondern auch die Entwicklung. Früher™ habe ich hier und da noch privates ins persönliche eingestreut, weil mein Blog auch Tagebuch war. Das ging mit der Zeit. Im Gegensatz dazu stieg das Bewusstsein, nicht mehr nur "das hier ist spannend" zu schreiben, sondern kurz zusammenzufassen, um was es geht – weil das Internet eben doch vergisst.
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1. Februar 2026
Der Tag verblüht auf der Couch liegend.
Immerhin bisschen gebloggt, Starfleet Academy S01E04 und zwei Episoden The Pitt geschaut sowie ein paar Seiten gelesen … Außerdem endlich mal ein Abo bei Platformer abgeschlossen.
1. Februar, 19:38 Uhr ↦
Diese Woche dreht sich alles um KI und was sie mit uns macht – privat, gesundheitlich, beruflich. Es geht um einen Moment der Veränderung und unseren Platz darin. Dazu natürlich ein Buch- und Videotipp.
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Deutschland hat derzeit so viele Arbeitslose wie seit 12 Jahren nicht mehr – das muss das Merz-Rambo-Zambo von dem Mann sein, der sich natürlich bestens auskennt in der Wirtschaft. Liegt wahrscheinlich einfach daran, dass wir alle zu faul und zu krank sind.
… wenn dann eine solche Schlagzeile kommt, dann ist es natürlich nur eine Frage von Tagen, bis der CDU Wirtschaftsrat mit Vorschlägen kommt. Und Ta-Da! fordern die CDU-Spezialisten eine "Agenda für Arbeitnehmer": Weniger Arbeitslosengeld, weitere Sozialkürzungen, Streichung von Krankenkassenleistungen wie Zahnarzt, …
Das soll das "Aufstiegsversprechen" antreiben.
Gleichzeitig kommt die Schlagzeile, dass der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland in einem knackigen Winter wie diesem derzeit bei nur noch 35 % liegt – und für noch rund sechs Wochen reicht.
Was macht Merz' so kompetente Wirtschaftsministerin eigentlich beruflich?
Wahrscheinlich reichen die 35% aber – wenn das Gas nur produktiv genug ist.
Scheint, als sei Politik machen doch komplexer, als dauernd nur Robert Habeck zu kritisieren.
Vielleicht, aber nur vielleicht, wäre es in Zeiten der Multikrise eben gut gewesen, jemanden zum Kanzler zu wählen, der Politikerfahrungen hat, anstatt seine Jahre sesselfurzend bei Black Rock zu verbummeln und in seiner Karriere kein einziges politisches Amt inne hatte … Nur so ein Gedanke.
Deutschland schlägt sich im europäischen Vergleich übrigens nicht schlecht. So ist's nicht.
Könnte man bei all dem Framing der Konservativen fast schon vergessen. Statt das aber zu vermitteln tritt man fleißig nach unten.
Liebe CDU, das ist nicht Politik für Menschen, das ist Politik für die AfD.
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