Jahresgespräch 2025
Dürfte ich Sie wohlwollend zum Jahresgespräch bitten? Ein Blick zurück als Moment des Innehaltens – um mit frischer Gedankensaat ins neue Jahr zu starten.
Bevor das Jahr endet und wir uns (ich mich) um neue Ziele für 2026 kümmern, werfen wir traditionell einen Blick zurück. Wie schon 2022, 2023, 2024. Weniger für dich, eher für mich – aber du bist willkommen den Blick mit mir zu wenden. 😉
Man kann nicht vorankommen, wenn man nicht innehält und sich fragt, wo man steht.
2025 hatte seine Momente. Und wenn ich Instagram so durchscrolle, dann war da schon einiges dabei: Urlaub, freie Tage, Radausflüge, der Auszug der Tochter, eine Traumverwirklichung. Dazu kam im Job mehr strategische Arbeit, was mich glücklich macht – dazu seit Jahren mal wieder eine Produktion vor Ort geleitet und zwei Herzensprojekte umgesetzt. Das passt alles.
Trotzdem – oder gerade deswegen? – war das Jahr irgendwie erstaunlich zügig vorbei und wir hocken hier am letzten Tag 2025 mit Kaffee in der Tasse und werfen bereits den Blick zurück. Nächstes Jahr – Leute! – muss wieder ein bisschen bewusster gelebt werden, glaube ich. Vielleicht war auch einfach die Gesamtlage so streßig, dass es zum gefühlten Rush beitrug… Denn grundsätzlich, so viel kann ich vor dem Ausfüllen des Fragebogens vorweg nehmen, war das ein gutes Jahr.
Zahlen bitte
- Städte des Jahres: Berlin, Ludwigsburg, Rostock, Cala Rajada erstmals, Jena, Svenljunga, ein paar mal München
- Mallorca als Urlaub zu zweit (zum ersten mal seit 2000 mal zwei Wochen nur wir beiden)
- 5.480 Fahrradkilometer
- 330 Beiträge in diesem Weblog – so viele, wie seit 2007 nicht mehr
- 64 Instagram Posts und unzählige Stories
- 40.200 Minuten Spotify
- beschämend wenige Bücher: 5 und 3 halbe (zu langweilig)
Der Jahresbogen
Zugenommen oder abgenommen?
0,5 kg mehr – also im Grund gleich.
Haare länger oder kürzer?
Wechselt aller 2 Monate.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Altersweitsichtigkeit kickt glaube ich so langsam rein – muss Anfang 2026 doch mal neu checken lassen.
Mehr Kohle oder weniger?
Ich: Gleich. Haushalt: Mehr.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Definitiv. Urlaub, Auszug der Tochter, Auto, neues MacBook Air.
Mehr bewegt oder weniger?
In Fahrradkilometern 500 km weniger als im Vorjahr – lag primär am Schlüsselbeinbruch.
Zu Fuß eher bisschen mehr. Insgesamt wohl gleich.
Der hirnrissigste Plan?
Man könnte das eigene Traum-Auto kaufen. Und das dann tun.
Die gefährlichste Unternehmung?
Keine wirklich. Ich führe ein langweiliges Leben.
Die teuerste Anschaffung?
Das Traum-Auto.
Am meisten telefoniert mit …?
Niemandem. Ge-Teams-t mit der Work Wife.
Erkenntnis des Jahres?
Uns geht es gut. (dreimalholz)
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Die dümmste und beste: Die teure Anschaffung zu machen.
Spontan ein paar Tage in Ludwigsburg zu verbringen. Stoizismus zu meiner Religion zu erheben.
Schlimmstes Ereignis?
Ich hatte da diesen lustigen Clavicula-Zwischenfall – schlimm war der zum Glück tatsächlich aber nicht; so ein komplikationsfreier Bruch ist okay. Der Auszug der Tochter war nicht schlimm, aber zumindest komisch.
Schönstes Ereignis?
Mit der Frau ein paar Tage in Ludwigsburg zu sein – der Stadt, in der Kind1 die ersten Jahre aufwuchs, und Kind2 geboren wurde; wir waren seit Jahren nicht mehr da und das war schön. Und dann magisch: Eine Nacht 300 Kilometer mit dem Fahrrad durch die Nacht.
Stadt des Jahres?
Jena. (Aus Gründen)
Getränk des Jahres?
Wie immer: Kaffee.
Glühwein war dieses Jahr aber durchaus auch viel.
Essen des Jahres?
Wie im letzten Jahr witzigerweise Koreanisches Barbeque mit der Familie.
TV-Serie des Jahres?
Sehr viel angefangen, sehr wenig Zuende geschaut. Star Trek Strange New Worlds Staffel 3 war sehr durchwachsen. Zu Gen V konnte ich mich noch nicht aufraffen. Pluribus stecke ich noch zäh mittendrin. Ich und TV-Serien werden dieses Jahr nicht warm miteinander. Devil May Cry auf Netflix hat Spaß gemacht.
Das beeindruckendste Buch?
Erstaunlich wenig gelesen – das muss nächstes Jahr wieder ein bisschen besser werden. 'Der Astronaut' von Andy Weir war sagenhaft toll, sowohl als Buch als auch Geschichte. Kommt dann 2026 auch in die Kinos; ich bin gespannt, wenn auch kein Fan von Ryan Gosling.
Der ergreifendste Film?
'Der Wilde Roboter' war herzerwärmend. 'Palm Springs' fand ich toll. Beides nicht neu. 'F1' war für mich aber das Kinoerlebnis des Jahres.
Der fesselndste Podcast?
Zeitlich: Trek am Dienstag. Inhaltlich fand ich Stars unserer Kindheit: Peter Lustig & Elfie Donnelly gut.
Die beste Musik?
Och, nichts so wirklich … es gab dieses Jahr nicht den Song oder das Album.
Das schönste Konzert?
Keins.
Wort des Jahres?
Why?
Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeits-MacBook, mir, Rad, Frau, Kids, Arbeitskollegen. In der Reihenfolge.
Die schönste Zeit verbracht mit …?
Der Frau. Mir. Der Sonne.
Verliebt?
Wie eh und je.
Vorherrschendes Gefühl im Jahr?
Geschafft, in beiden Bedeutungen.
Im Jahr Jahr zum ersten Mal getan?
300 Kilometer durch die Nacht geradelt. Als Elternteil an einer Abifeier teilgenommen.
Im Jahr nach langer Zeit wieder getan?
Zählt 'Einen Kater gehabt'? Davor quasi das dazu notwendige getan.
Und dann ein Umzug - nicht meinen. Ein eigenes Zimmer eingerichtet (das Zimmer der Tochter ist jetzt mein Büro).
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Wie schrieb ich letztes Jahr: „… wie gut es einem geht, merkt man an dieser Frage. Mir fällt nichts ein. Wirklich nicht.“ Und das gilt auch für 2025. Ja, da gab' es den Schlüsselbeinbruch – aber, wenn dass das Schlimmste ist, dann ist doch alles okay.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Alles gut ist.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ihre Liebe.
Das Jahr war mit einem Wort …?
Gut.
Dein Kommentar